César







Elsa Zylberstein mit ihrem César bei der Preisverleihung 2009


Der César ist der nationale Filmpreis Frankreichs. Er ist nach dem französischen Bildhauer César Baldaccini benannt, der die Trophäe für den Preis entwarf. Der César wurde 1975 vom Filmjournalisten und Publizisten Georges Cravenne ins Leben gerufen und am 3. April 1976 erstmals vergeben. Die Nominierungen werden durch die Mitglieder der Académie des Arts et Techniques du Cinéma vorgenommen. Die Auszeichnung ging aus dem Filmpreis Étoile de Cristal hervor, der von 1955 bis 1975 verliehen wurde.[1]


Die im Fernsehen ausgestrahlte Zeremonie zur Preisverleihung, die so genannte La Nuit des césars (dt.: „Die Nacht der Césars“), findet alljährlich im Februar im Théâtre du Châtelet in Paris statt. Der César ehrt die besten Produktionen und Künstler des französischen Films. Ursprünglich wurde der César in 13 Kategorien vergeben, derzeit gibt es – ohne Ehrenpreis – 21 Kategorien. In einer Kategorie werden auch internationale Filmproduktionen prämiert. Die letzte Preisverleihung fand am 2. März 2018 statt. Die Verleihung der Césars 2019 soll am 22. Februar 2019 stattfinden.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Kategorien


  • 2 Siehe auch


  • 3 Weblinks


  • 4 Einzelnachweise




Kategorien |


Césars werden in den folgenden Kategorien vergeben:







































































Kategorie
Originalbezeichnung
verliehen seit

Bester Film
Meilleur film
1976

Beste Regie
Meilleure réalisation
1976

Bester Hauptdarsteller
Meilleur acteur
1976

Beste Hauptdarstellerin
Meilleure actrice
1976

Bester Nebendarsteller
Meilleur acteur dans un second rôle
1976

Beste Nebendarstellerin
Meilleure actrice dans un second rôle
1976

Bester Nachwuchsdarsteller
Meilleur espoir masculin
1983

Beste Nachwuchsdarstellerin
Meilleur espoir féminin
1983

Bestes Erstlingswerk
Meilleur premier film
1982

Bestes Original-Drehbuch
Meilleur scénario original
1983 (nicht von 1986 bis 2005)

Bestes adaptiertes Drehbuch
Meilleure adaptation
1983 (nicht von 1986 bis 2005)

Beste Filmmusik
Meilleure musique originale
1976

Bestes Szenenbild
Meilleurs décors
1976

Beste Kostüme
Meilleurs costumes
1985

Beste Kamera
Meilleure photo
1976

Bester Schnitt
Meilleur montage
1976

Bester Ton
Meilleur son
1976

Bester ausländischer Film
Meilleur film étranger
1976

Bester Animationsfilm
Meilleur film d’animation
2011

Bester Kurzfilm
Meilleur film de court-métrage
1977

Bester Dokumentarfilm
Meilleur film documentaire
2007

Ehrenpreis
César d’honneur
1976

Nicht mehr vergeben werden Preise in den Kategorien Bester französischsprachiger Film, in der ein ausländischer Spielfilm in französischer Sprache gekürt wurde, sowie Bestes Filmplakat, Bester animierter Kurzfilm und Bester europäischer Film. Die Preise für die besten Drehbücher werden seit der Verleihung im Jahr 2006 wieder getrennt nach Original-Drehbüchern und adaptierten Drehbüchern (Filmskripte, die auf einem anderen Werk wie z. B. einem Roman, einer Kurzgeschichte oder einem anderen Film basieren) verliehen. Zudem wurde zweimal der César des Césars vergeben, 1985 an Robert Enricos Das alte Gewehr (bereits 1976 mit dem César in der Kategorie Bester Film ausgezeichnet) und 1995 an Jean-Paul Rappeneaus Film Cyrano von Bergerac. Das Kostümdrama mit Gérard Depardieu in der Hauptrolle war 1991 mit zehn (regulären) Césars, darunter dem Preis für den besten Film des Jahres, und einem Oscar ausgezeichnet worden.




















Kategorien
Originalbezeichnung
Verleihungszeitraum

Bestes Drehbuch
Meilleur scénario original ou adaptation
1976–1982, 1986–2005

Bester animierter Kurzfilm
Meilleur court métrage d'animation
1977–1990

Bester französischsprachiger Film
Meilleur film francophone
1984–1986

Bestes Filmplakat
Meilleure affiche
1986–1990

Bester europäischer Film
Meilleur film de l'Union Européenne
2003–2005


Siehe auch |


  • Filmfestival

  • Deutscher Filmpreis


Weblinks |



 Commons: César – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Offizielle Website (französisch)


Einzelnachweise |



  1. vgl. Hammer, Tad B.: International film prizes: an encyclopedia. Chicago [u. a.], St. James Press, 1991. S. 150–153 (engl. Ausgabe)


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