Sumqayıt































Sumqayıt


Wappen
Wappen


Staat:

AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
Stadt mit Rayonstatus:
Sumqayıt

Gegründet:
1949

Koordinaten:

40° 35′ N, 49° 40′ O40.58972222222249.668611111111-10Koordinaten: 40° 35′ 23″ N, 49° 40′ 7″ O

Höhe:

10 m unter dem Meeresspiegel

Fläche:
96 km²
 

Einwohner:
333.600 (2015)

Bevölkerungsdichte:
3.475 Einwohner/km²

Zeitzone:
AZT (UTC+4)

Telefonvorwahl:
(+994) 18

Postleitzahl:
AZ5000

Kfz-Kennzeichen:
50
 
Gemeindeart:
Stadt (şəhər)

Website:

www.sumqayit-ih.gov.az


Karte von Aserbaidschan, Position von Sumqayıt hervorgehoben


Wohnblocks im sowjetischen Stil




Küstenstraße am östlichen Ende der Stadt


Sumqayıt (kyrillisch-schriftliches aserbaidschanisch Сумгајыт, russisch Сумгаит .mw-parser-output .Latnfont-family:"Akzidenz Grotesk","Arial","Avant Garde Gothic","Calibri","Futura","Geneva","Gill Sans","Helvetica","Lucida Grande","Lucida Sans Unicode","Lucida Grande","Stone Sans","Tahoma","Trebuchet","Univers","Verdana"Sumgait) ist eine Stadt in Aserbaidschan mit 294.500 Einwohnern (2014),[1] rund 30 Kilometer von der Hauptstadt Baku entfernt, im Norden der Halbinsel Abşeron am Kaspischen Meer gelegen. Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 96 km².




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geschichte


  • 2 Wirtschaft


  • 3 Bildung


  • 4 Sport


  • 5 Umweltverschmutzung


  • 6 Söhne und Töchter der Stadt


  • 7 Städtepartnerschaften


  • 8 Literatur


  • 9 Weblinks


  • 10 Einzelnachweise




Geschichte |


Sumqayıt ist eine noch junge und schnell wachsende Stadt; sie wurde erst im Jahre 1949 gegründet. In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 328 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2]


1988 kam es zu einem Pogrom an Armeniern, die in Sumqayıt lebten. Die gesamte armenische Gemeinde wurde entweder ermordet oder nach Armenien vertrieben. Das Massaker stellte einen der bedeutendsten Höhepunkte des Bergkarabach-Konflikts dar.[3][4]



Wirtschaft |


Sumqayıt ist mittlerweile die größte Industriestadt Aserbaidschans mit mehr als 30 Großbetrieben, die vorwiegend zur chemischen und metallverarbeitenden Industrie gehören. Auf der Abşeron-Halbinsel liegen riesige Ölfelder, auf denen bereits im 8. Jahrhundert n. Chr. Öl gewonnen wurde.



Bildung |




Sport |


In der Stadt liegt das Mehdi-Hüseynzadə-Stadion, das Heimstadion der Vereine FK Gənclərbirliyi Sumqayıt und Sumqayıt PFK.



Umweltverschmutzung |


Die Stadt gehörte neben Linfen und Tianying in China, Sukinda und Vapi in Indien, La Oroya in Peru, Dserschinsk und Norilsk in Russland, Tschornobyl in der Ukraine und Kabwe in Sambia im Jahr 2007 zu den zehn schmutzigsten Städten der Welt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass in Sumqayıt so billig wie möglich synthetisches Gummi, Aluminium, Reinigungsmittel und Pestizide hergestellt werden.


Da die Industrie weitestgehend ohne Rücksichtnahme auf Umweltschäden arbeitete, ist die Stadt und ihre direkte Umgebung stark durch karzinogene, mutagene und teratogene Chemieabfälle belastet. Die Krebsrate innerhalb der Bevölkerung ist signifikant höher, ebenso die Sterblichkeit von Neugeborenen. Zudem kommen viele Kinder mit Missbildungen oder Behinderungen auf die Welt.[5][6]



Söhne und Töchter der Stadt |



  • Valentina Popovová (* 1960), slowakische Tischtennisspielerin sowjetischer Herkunft


  • Əlixan Səmədov (* 1964), Musiker


  • Alexander Ilitschewski (* 1970), russischer Physiker, Dichter und Autor


  • Şahin İmranov (* 1980), Boxer


  • Rəfael Ağayev (* 1985), Karateka


  • Şəhriyar Məmmədyarov (* 1985), Schachspieler


  • Vasif Durarbəyli (* 1992), Schachspieler


Städtepartnerschaften |



  • Ludwigshafen am Rhein, seit 1987


Literatur |


  • Schafiga Hadjiahmedova: Sumgayit: Stadt auf Sand. In: Bauwelt 36/2009 (= Stadt Bauwelt 183), Berlin 25. September 2009/100. Jahrgang, S. 70–73


Weblinks |



 Commons: Sumqayıt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Einzelnachweise |



  1. Population by sex, economic and administrative regions, urban settlements of the Republic of Azerbaijan at the beginning of the 2014 (Memento vom 16. Juli 2014 im Internet Archive) auf der Website des Azərbaycan Respublikasının Dövlət Statistika Komitəsi (Staatliches Statistikkomitee der Republik Aserbaidschan)


  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.


  3. Massaker in Sumgait, Die Zeit, 23. August 1991, Nr. 35


  4. Dirk Kurbjuweit: Sumgait ist weit, Die Zeit, 8. April 1988, Nr. 15


  5. Schmutzige Orte: Sumgait, Aserbaidschan, Spiegel Online, 13. September 2007


  6. Report des Blacksmith Institute 2007


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