Schleswig-Holsteinischer Landtag
























Schleswig-Holsteinischer Landtag
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Landeshaus Kiel

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Landeshaus Kiel
Basisdaten
Sitz:

Landeshaus in Kiel

Legislaturperiode:
fünf Jahre
Erste Sitzung:
1947
Abgeordnete:
73
Aktuelle Legislaturperiode
Letzte Wahl:

7. Mai 2017
Nächste Wahl:

2022
Vorsitz:

Landtagspräsident
Klaus Schlie (CDU)











       











Sitzverteilung:


  • CDU 25


  • SPD 21


  • Grüne 10


  • FDP 9


  • AfD 4


  • SSW 3


  • fraktionslos 1[1]


  • Website

    landtag.ltsh.de

    Der Schleswig-Holsteinische Landtag ist das Landesparlament des Landes Schleswig-Holstein. Es nimmt im politischen System Schleswig-Holsteins die Rolle des gesetzgebenden Organs (Legislative) ein. Seine parlamentarischen Funktionen und seine Zusammensetzung werden grundsätzlich durch den Artikel 16 der Landesverfassung geregelt. Der Landtag wird für fünf Jahre gewählt. Er bestimmt den Ministerpräsidenten (derzeit Daniel Günther) des Landes Schleswig-Holstein. Ähnlich wie bei anderen Landesparlamenten liegen seine Hauptzuständigkeiten in den Bereichen Bildung, Kultur, Raumordnung und Innenpolitik.




    Inhaltsverzeichnis





    • 1 Zusammensetzung


    • 2 Wahlrecht


    • 3 Gebäude


    • 4 Präsidium


    • 5 Besonderheiten


    • 6 Abgeordnete


    • 7 Ausschüsse


    • 8 Geschichtliche Übersicht


    • 9 Parlamentspartnerschaften


    • 10 Parlamentszeitung


    • 11 Siehe auch


    • 12 Literatur


    • 13 Weblinks


    • 14 Einzelnachweise




    Zusammensetzung |


    Der Landtag setzt sich nach der Landtagswahl Schleswig-Holstein 2017 seit dem 6. Juni 2017 aus folgenden Fraktionen zusammen: CDU (25 Sitze), SPD (21 Sitze), Bündnis 90/Die Grünen (10 Sitze), FDP (9 Sitze), AfD (5 Sitze) und SSW (3 Sitze).



    Wahlrecht |


    Seit dem Jahr 2000 wird der Landtag mit einem modifizierten Verhältniswahlrecht mit zwei Stimmen und Fünf-Prozent-Hürde, ähnlich dem der Bundestagswahl, gewählt. 2012 zogen 35 Kandidaten über ein Direktmandat ein, weitere 34 wurden über eine Landesliste gewählt.


    Der SSW ist als Vertretung der dänischen Minderheit im Ergebnis der Verhandlungen vor den Bonn-Kopenhagener Erklärungen von der Fünf-Prozent-Hürde ausgenommen. Eine Klage des Landesverbandes Schleswig-Holstein der Jungen Union gegen diese Regelung wurde vom Schleswig-Holsteinischen Landesverfassungsgericht mit Urteil vom 13. September 2013 abgewiesen, das damit die Sonderstellung des SSW im Wahlrecht bestätigte.



    Gebäude |




    Schleswig-Holsteinischer Landtag




    Plenarsaal


    Sitz des Landtages ist seit 3. Mai 1950 das Landeshaus Kiel. Es wurde 1888 als Marineakademie der kaiserlichen Marine errichtet. Umbauten erfolgten mehrfach, zuletzt wurde im April 2003 ein neuer Plenarsaal nach einem Entwurf des hannoverschen Architektenteams Anja Brüning und Wolfgang-Michael Pax fertiggestellt.


    In den Jahren von 1946 bis 1950 tagte der Landtag in Kiel (Stadttheater, Milchforschungsanstalt, Pädagogische Akademie), im Lübecker Rathaus, in Flensburg und Eckernförde.[2]



    Präsidium |


    Dem Präsidium gehören in der 19. Wahlperiode an:[3]



    • Klaus Schlie (CDU), Landtagspräsident


    • Kirsten Eickhoff-Weber (SPD), Vizepräsidentin


    • Rasmus Andresen (Bündnis 90/Die Grünen), Vizepräsident


    • Annabell Krämer (FDP), Vizepräsidentin


    Besonderheiten |


    Mindestens dreimal (1979, 1992, 2009) konnten die im Landtag vertretenen Oppositionsparteien zusammen mehr Wählerstimmen (aber weniger Landtagssitze) auf sich vereinen als die Regierungspartei(en).[4]


    Die Sitzverteilung des 2009 gewählten Landtages wurde von mehreren Oppositionsparteien gerichtlich angefochten, da die vorgenommene Beschränkung der Ausgleichsmandate nach ihrer Meinung der Landesverfassung widerspreche.[5]
    Am 30. August 2010 erklärte daraufhin das Schleswig-Holsteinische Landesverfassungsgericht das Wahlrecht für nicht mit der Landesverfassung vereinbar, allerdings aus anderem Grund (die starke Vergrößerung des Landtages durch die vergebenen Überhangs- und auf Ausgleichsmandate verstößt gegen die in der Landesverfassung festgelegte Landtagsgröße von 69 Abgeordneten). Das Wahlrecht musste daher bis Mai 2011 geändert und der Landtag bis spätestens 30. September 2012 nach diesem neuen Wahlrecht neu gewählt werden.[6]
    CDU, SPD und FDP beschlossen daraufhin die Verringerung der Anzahl der Direktmandate von 40 auf 35 und strichen gegen den Widerstand der anderen Parteien die festgelegte Landtagsgröße aus der Verfassung, um die Verfassungswidrigkeit zu beheben. Im Mai 2012 wurde mit dem neuen Wahlrecht neu gewählt.



    Abgeordnete |


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    Ausschüsse |


    Der Landtag hat zur Vorbereitung seiner Beschlüsse die folgenden Ausschüsse gebildet:


    • Innen- und Rechtsausschuss

    • Finanzausschuss

    • Bildungsausschuss (auch für Kultur zuständig)

    • Umwelt- und Agrarausschuss

    • Wirtschaftsausschuss

    • Sozialausschuss (auch für Gesundheit zuständig)

    • Petitionsausschuss

    • Europaausschuss

    • Ausschuss für die Zusammenarbeit Schleswig-Holstein und Hamburg


    Geschichtliche Übersicht |


    Vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 1947 bestand ein von der britischen Militärregierung eingesetzter ernannter Landtag als direkter Vorgänger. Bis zur Auflösung am 1. Januar 1934 war in der damaligen Provinz Schleswig-Holstein der Provinziallandtag Schleswig-Holstein seit 1868 als ein Selbstverwaltungsorgan tätig.
































































































































































































































































































































    Schleswig-Holsteinischer Landtag
    Kabinett
    Besonderheiten
    Wahlperiode
    Sitzverteilung
    Landtagspräsident

    Wahltag
    Beginn
    Ende
    Gesamt

    SPD

    CDU

    FDP

    GRÜNE

    AfD

    SSW

    BHE
    Sonstige

    1.

    20.04.1947
    08.05.1947
    07.08.1950

    70
    43
    21



    6



    Karl Ratz (SPD)

    Lüdemann
    Diekmann


    2.

    09.07.1950
    07.08.1950
    06.08.1954

    69
    19
    16
    8


    4
    15
    7 (DP)

    Bartram
    Lübke I
    Lübke II


    3.

    12.09.1954
    06.08.1954
    10.10.1958

    69
    25
    25
    5



    10
    4 (SHB)

    Walther Böttcher (CDU)

    von Hassel I


    4.

    28.09.1958
    10.10.1958
    26.10.1962

    69
    26
    33
    3


    2
    5


    Walther Böttcher (CDU)
    (Wechsel am 29. September 1959)
    Claus-Joachim von Heydebreck (CDU)

    von Hassel II


    5.

    23.09.1962
    26.10.1962
    16.05.1967

    69
    29
    34
    5


    1



    Claus-Joachim von Heydebreck (CDU)
    (Wechsel am 6. April 1964)
    Paul Rohloff (CDU)

    von Hassel II
    Lemke I
    Wechsel von von Hassel in die Bundesregierung

    6.

    23.04.1967
    16.05.1967
    15.05.1971

    73
    30
    34
    4


    1

    4 (NPD)

    Paul Rohloff (CDU)

    Lemke II


    7.

    25.04.1971
    15.05.1971
    26.05.1975

    73
    32
    40



    1



    Helmut Lemke (CDU)

    Stoltenberg I


    8.

    13.04.1975
    26.05.1975
    26.05.1979

    73
    30
    37
    5


    1



    Stoltenberg II


    9.

    29.04.1979
    29.05.1979
    12.04.1983

    72
    31
    37
    4


    1



    Stoltenberg III
    Barschel I
    Wechsel von Stoltenberg in die Bundesregierung

    10.

    13.03.1983
    12.04.1983
    02.10.1987

    74
    34
    39



    1



    Rudolf Titzck (CDU)

    Barschel II


    11.

    13.09.1987
    02.10.1987
    31.05.1988

    74
    36
    33
    4


    1



    Lianne Paulina-Mürl (SPD)

    Schwarz

    Barschel-Affäre; vorzeitige Auflösung

    12.

    08.05.1988
    31.05.1988
    05.05.1992

    74
    46
    27



    1



    Engholm I


    13.

    05.04.1992
    05.05.1992
    23.04.1996

    89
    45
    32
    5


    1

    6 (DVU)

    Ute Erdsiek-Rave (SPD)

    Engholm II
    Simonis I
    Rücktritt von Engholm

    14.

    24.03.1996
    23.04.1996
    28.03.2000

    74
    33
    30
    4
    6

    1



    Heinz-Werner Arens (SPD)

    Simonis II


    15.

    27.02.2000
    28.03.2000
    17.03.2005

    89
    41
    33
    7
    5

    3



    Simonis III


    16.

    20.02.2005
    17.03.2005
    27.10.2009

    69
    29
    30
    4
    4

    2



    Martin Kayenburg (CDU)

    Carstensen I
    Gescheiterte Ministerpräsidentenwahl 2005;
    Vorzeitige Auflösung nach verlorener Vertrauensfrage

    17.

    27.09.2009
    27.10.2009
    05.06.2012

    95[7]
    25
    34
    14
    12

    4

    6 (Linke)

    Torsten Geerdts (CDU)

    Carstensen II
    Vorzeitige Neuwahl aufgrund
    Verfassungsgerichtsurteil notwendig

    18.

    06.05.2012
    05.06.2012
    06.06.2017

    69
    22
    22
    6
    10

    3

    6 (Piraten)

    Klaus Schlie (CDU)

    Albig


    19.

    07.05.2017
    06.06.2017


    73
    21
    25
    9
    10
    5
    3



    Klaus Schlie (CDU)

    Günther


    Parlamentspartnerschaften |


    Die Partnerschaftsabkommen bilden die Grundlage für die Zusammenarbeit der Regionalparlamente. Dies zeigt sich in grenzüberschreitenden Projekten, Kultur- und Wissenschaftsaustausch und Kontakten der Verwaltungen.


    • Sejmik der Woiwodschaft Westpommern (Polen)

    • Parlament der polnischen Region Pommern

    • Gebietsduma der Oblast Kaliningrad (Russland)


    Parlamentszeitung |


    Die Parlamentszeitung Der Landtag erscheint viermal jährlich und kann kostenlos über die Pressestelle im Abonnement bezogen werden.[8]



    Siehe auch |


    • Landtagswahlen in Schleswig-Holstein

    • Liste der Untersuchungsausschüsse des Schleswig-Holsteinischen Landtages

    • Liste der Mitglieder des Landtages Schleswig-Holstein (18. Wahlperiode)

    • Liste der Mitglieder des Landtages Schleswig-Holstein (19. Wahlperiode)


    Literatur |



    • Uwe Danker und Sebastian Lehmann-Himmel: Landespolitik mit Vergangenheit. Geschichtswissenschaftliche Aufarbeitung der personellen und strukturellen Kontinuität in der schleswig-holsteinischen Legislative und Exekutive nach 1945. Durchgeführt im Auftrag des Schleswig-Holsteinischer Landtag| Schleswig-Holsteinischen Landtags, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2017, ISBN 978-3-89876-857-3


    Weblinks |






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    • Literatur von und über Schleswig-Holsteinischer Landtag im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

    • Website des Schleswig-Holsteinischen Landtages

    • Aktuelle Pressemeldungen


    • Wahlen in Schleswig-Holstein seit 1947 (Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein) (PDF; 14 kB)


    Einzelnachweise |



    1. AfD-Landtagsfraktion schließt Landesvorsitzende aus. In: faz.net. 4. Dezember 2018. Abgerufen am 4. Dezember 2018.


    2. Rudolf Asmus, Erich Maletzke: Das Haus an der Förde. 25 Jahre Schleswig-Holsteinischer Landtag 1947-1972. Kiel 1972, S. 257f.


    3. Landtag geht mit drei Vizepräsidenten in die neue Amtsperiode. In: landtag.ltsh.de. Abgerufen am 7. Juni 2017.


    4. Wahlergebnisse – Schleswig-Holstein (Landtagswahl).


    5. Wahlrecht – News – Schleswig-Holstein: Rechtsstreit um Schwarz-Gelbe Mehrheit droht.


    6. Verfassungsgericht verordnet Schleswig-Holstein Neuwahl. In: Spiegel Online. 30. August 2010, abgerufen am 5. Dezember 2014. 


    7. Wahlrecht – News – Landtagswahl 2009 in Schleswig-Holstein: Wahlprüfung durch den Landtag.


    8. Veröffentlichungen & Informationsbroschüren der Pressestelle des Schleswig-Holsteinischen Landtags.


    54.3351210.153049Koordinaten: 54° 20′ 6,4″ N, 10° 9′ 11″ O








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