Vorsitz im Rat der Europäischen Union




Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union, kurz als EU-Ratspräsidentschaft oder auch Ratspräsidentschaft bezeichnet, rotiert gemäß Art. 16 Abs. 9 EU-Vertrag nach einem gleichberechtigten Turnus zwischen den EU-Mitgliedstaaten. Alle sechs Monate wechselt die Ratspräsidentschaft zwischen den EU-Mitgliedsländern gemäß einer festgelegten Reihenfolge. Das Verfahren kann vom Europäischen Rat gemäß Art. 236 lit. b) AEU-Vertrag einstimmig geändert werden. Im ersten Halbjahr 2019 tagt er unter dem Vorsitz Rumäniens und im zweiten Halbjahr 2019 unter dem Vorsitz Finnlands.


Da der Rat der Europäischen Union in verschiedenen Zusammensetzungen tagt (etwa als Wirtschaftsministerrat, Umweltministerrat etc.), nimmt in jeder dieser Zusammensetzungen ein anderer Minister den Vorsitz ein. Einen einzelnen Ratspräsidenten gibt es im strengen Sinn also nicht. Allerdings nimmt der Rat für Allgemeine Angelegenheiten, in dem die EU-Außenminister tagen, eine koordinierende Rolle zwischen den verschiedenen Ratsformationen ein. Deshalb wird häufig der Außenminister des Landes, das den rotierenden Vorsitz einnimmt, als Ratspräsident bezeichnet.


Um trotz der regelmäßigen Vorsitzwechsel eine gewisse Kontinuität zu ermöglichen, erstellen seit 2007 jeweils drei Länder, die formal nacheinander die Ratspräsidentschaft einnehmen, ein gemeinsames „Achtzehnmonatsprogramm“. Diese Zusammenarbeit wird auch als Trio- oder Team-Präsidentschaft bezeichnet. Nach Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon erhielt sie 2009 durch einen Beschluss des Europäischen Rates auch eine europarechtliche Grundlage.[1]


Eine Ausnahme vom System der rotierenden Ratspräsidentschaften bildet der Rat für Auswärtige Angelegenheiten, dem seit Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon der auf fünf Jahre gewählte Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik vorsitzt. Seit dem 1. November 2014 ist dies Federica Mogherini.


Als Folge des Austrittsvotums in Großbritannien (das ursprünglich das zweite Halbjahr 2017 den Vorsitz übernehmen sollte, doch nun verzichtete) wurde am 27. Juli 2016 ein Beschluss von den Mitgliedsländern akzeptiert, die Perioden der nachfolgend eingeteilten Länder um jeweils ein halbes Jahr vorzuverlegen. „Die EU hat nun alle Ratspräsidentschaften bis zum Jahr 2030 festgelegt.“[2]




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Aufgaben


  • 2 Trio-Präsidentschaft

    • 2.1 Achtzehnmonatsprogramm


    • 2.2 Geschichte



  • 3 Ratspräsidentschaften in zeitlicher Abfolge


  • 4 Weblinks


  • 5 Einzelnachweise




Aufgaben |


Die Aufgaben des Ratsvorsitzes sind:


  • die Tagungen des Rates zu organisieren und zu leiten,

  • bei Problemen zwischen Mitgliedstaaten oder zwischen dem Rat und anderen Unionsinstitutionen Kompromissvorschläge in Abstimmung mit den betroffenen Parteien auszuarbeiten und

  • den Rat gegenüber anderen Institutionen und Organen der Union,[3] sowie gegenüber anderen internationalen Organisationen und Drittstaaten zu vertreten.

Der Ratspräsident wird bei diesen Tätigkeiten vom Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union unterstützt.



Trio-Präsidentschaft |


Da die Ratspräsidentschaft alle sechs Monate wechselt, ist es schwierig, die langfristigen Politikaufgaben kontinuierlich zu betreuen. Daher arbeiten seit 2007 jeweils drei aufeinander folgende Ratspräsidentschaften in einer sogenannten „Trio-Präsidentschaft“ zusammen. Dies zeigt sich zum einen in der Entwicklung eines gemeinsamen Achtzehnmonatsprogramms, auf das die halbjährigen Programme der einzelnen Ratspräsidentschaften abgestimmt sind. Zum anderen kann sich der jeweilige Ratsvorsitzende bei Sitzungen auch von einem der anderen beiden Länder vertreten lassen. Die genaue Ausgestaltung der Arbeitsteilung zwischen den drei Mitgliedern der Trio-Präsidentschaft ist ihnen selbst überlassen.



Achtzehnmonatsprogramm |


Gemäß Art. 2 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Rates der Europäischen Union verfasst die Dreier-Präsidentschaft alle 18 Monate in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission und dem Präsidenten des Europäischen Rates ein gemeinsames Programm. Dieses Programm gliedert sich in drei Teile, wobei im ersten Teil der strategische Rahmen des Programms in einem größeren Kontext und insbesondere unter dem Blickwinkel längerfristiger Ziele, die für die drei aufeinanderfolgenden Vorsitze relevant sind, dargelegt wird. In einem zweiten Teil findet sich eine Auflistung spezifischer Prioritäten der drei Vorsitze in jedem Politikbereich, während der dritte Teil aus einem umfassenden Programm mit den Themen besteht, die in dem Achtzehnmonatszeitraum behandelt werden sollen. Das Achtzehnmonatsprogramm wird spätestens einen Monat vor dem betreffenden Zeitraum dem Rat für Allgemeine Angelegenheiten zur Billigung vorgelegt.


Nach Art. 3 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Rates muss das Achtzehnmonatsprogramm bei der Erstellung der Tagesordnung jeder Tagung berücksichtigt werden.



Geschichte |


Ein erstes System einer „Dreier“- oder „Troika“-Präsidentschaft wurde bereits 1981 eingeführt, nachdem insbesondere im Bereich der Europäischen Politischen Zusammenarbeit der Ratsvorsitz an politischer Bedeutung gewonnen und zugleich die Belastung für die einzelnen Regierungen zugenommen hatte. Die Präsidentschaft wurde seitdem von einem kleinen Stab von Beamten unterstützt, die von den vorhergehenden und nachfolgenden Präsidentschaften entsandt wurden. Diese Beamten blieben im Dienst ihres nationalen Außenministeriums und gehörten zum Personal ihrer Botschaft in der Hauptstadt der Präsidentschaft. Sie standen aber der Präsidentschaft zur Verfügung und arbeiteten unter ihrer Leitung. Der Präsident konnte zudem bestimmte Aufgaben seinem Nachfolger übertragen oder seinen Vorgänger bitten, Aufgaben, die bei der Übergabe der Präsidentschaft kurz vor ihrem Abschluss standen, zu beenden.[4] Damit sollte ein reibungsloser Übergang von einer Ratspräsidentschaft zur nächsten ermöglicht werden.


Der EU-Verfassungsvertrag sah 2004 den Übergang zu einer „Triopräsidentschaft“ vor, bei der jeweils drei Mitgliedstaaten gemeinsam die Arbeiten des Vorsitzes wahrnehmen sollten.[5] Jedes der drei Länder sollte formal weiterhin über sechs Monate den Vorsitz haben, die damit verbundenen Aufgaben aber sollen unter den drei Ländern aufgeteilt werden können. Während bei dem Troikamodell die Mitglieder der Troika sich halbjährlich veränderten, sollte die Trio-Präsidentschaft über den ganzen Zeitraum von 18 Monaten unverändert bleiben.


Obwohl der Verfassungsvertrag im Ratifikationsprozess scheiterte, wurde dieses System im Januar 2007 mit einer Veränderung der Geschäftsordnung des Rates eingeführt. Das erste Trio bildeten daher die deutsche, portugiesische und slowenische Ratspräsidentschaft in den Jahren 2007/2008. Die drei Staaten verabschiedeten im Vorfeld ihrer Ratspräsidentschaft ein gemeinsames Arbeitsprogramm, in dem sie ihre nationalen Initiativen und Schwerpunktsetzungen aufeinander abstimmten. Der Vertrag von Lissabon, der 2007 verabschiedet wurde, griff schließlich die im Verfassungsvertrag vorgesehenen Regelungen wieder auf und schuf die Möglichkeit, durch einen EU-Beschluss die Triopräsidentschaft auch formell festzuschreiben (Art. 236 AEUV). Ein entsprechender Beschluss wurde unmittelbar nach Inkrafttreten des Vertrags am 1. Dezember 2009 gefasst.[1]



Ratspräsidentschaften in zeitlicher Abfolge |


Die folgende Tabelle zeigt die Länder, die bislang den Vorsitz im Rat der Europäischen Union wahrgenommen haben, mit ihren jeweiligen Außenministern, die den Vorsitz im Rat für Allgemeine Angelegenheiten innehatten. Nach der Einrichtung des Europäischen Rates, in dem sich seit 1974 die Staats- und Regierungschefs der EU treffen, war auch dessen Vorsitz zunächst an die Ratspräsidentschaft gekoppelt. Mit dem Vertrag von Lissabon wurde ab Dezember 2009 das Amt des ständigen Präsidenten des Europäischen Rates geschaffen, der nicht mehr der Regierung eines bestimmten Mitgliedstaates angehört.








VorgängerAmtNachfolger
Österreichische EU-Ratspräsidentschaft
Rumänische EU-Ratspräsidentschaft
1. Januar 2019 – 30. Juni 2019

Finnische EU-Ratspräsidentschaft








































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































Zyklus
Jahr
Ratspräsident­schaft
Vorsitzender des Europäischen Rates (Regierungschef),
ab 2010 ständiger Präsident
Vorsitzender des Rats für Allgemeine Angelegenheiten (Außen- bzw. Europaminister)
Internet­präsenz
Hauptartikel
Trio
1
1958

BelgienBelgien Belgien

Victor Larock


Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Heinrich von Brentano
1959

FrankreichFrankreich Frankreich

Maurice Couve de Murville

ItalienItalien Italien

Giuseppe Pella
1960

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Eugène Schaus

NiederlandeNiederlande Niederlande

Joseph Luns
2
1961

BelgienBelgien Belgien

Paul-Henri Spaak

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Gerhard Schröder
1962

FrankreichFrankreich Frankreich

Maurice Couve de Murville

ItalienItalien Italien

Emilio Colombo
1963

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Eugène Schaus

NiederlandeNiederlande Niederlande

Joseph Luns
3
1964

BelgienBelgien Belgien

Hendrik Fayat

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Gerhard Schröder
1965

FrankreichFrankreich Frankreich

Maurice Couve de Murville

ItalienItalien Italien

Amintore Fanfani
1966

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Pierre Werner

NiederlandeNiederlande Niederlande

Barend Biesheuvel
4
1967

BelgienBelgien Belgien

Renaat Van Elslande

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Willy Brandt
1968

FrankreichFrankreich Frankreich

Maurice Couve de Murville

ItalienItalien Italien

Giuseppe Medici
1969

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Pierre Grégoire

NiederlandeNiederlande Niederlande

Joseph Luns
5
1970

BelgienBelgien Belgien

Pierre Harmel

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Walter Scheel
1971

FrankreichFrankreich Frankreich

Maurice Schumann

ItalienItalien Italien

Aldo Moro
1972

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Gaston Thorn

NiederlandeNiederlande Niederlande

Norbert Schmelzer
6
1973

BelgienBelgien Belgien

Pierre Harmel

DanemarkDänemark Dänemark

Ivar Nørgaard
1974

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Walter Scheel

FrankreichFrankreich Frankreich

Jean Sauvagnargues
1975

IrlandIrland Irland

Liam Cosgrave
Garret FitzGerald

ItalienItalien Italien

Aldo Moro
Mariano Rumor
1976

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Gaston Thorn
Gaston Thorn

NiederlandeNiederlande Niederlande

Joop den Uyl
Max van der Stoel
1977

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

James Callaghan

Anthony Crosland, später David Owen

7

BelgienBelgien Belgien

Leo Tindemans
Henri Simonet
1978

DanemarkDänemark Dänemark

Anker Jørgensen
Knud Børge Andersen

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Helmut Schmidt
Hans-Dietrich Genscher
1979

FrankreichFrankreich Frankreich

Valéry Giscard d’Estaing
Jean François-Poncet

IrlandIrland Irland

Jack Lynch,
ab 11. Dezember Charles J. Haughey
Michael O’Kennedy
1980

ItalienItalien Italien

Francesco Cossiga
Attilio Ruffini

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Pierre Werner
Colette Flesch
1981

NiederlandeNiederlande Niederlande

Dries van Agt
Chris van der Klaauw

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Margaret Thatcher
Peter Carington
8
1982

BelgienBelgien Belgien

Wilfried Martens
Leo Tindemans

DanemarkDänemark Dänemark

Anker Jørgensen,
ab 10. September Poul Schlüter
Uffe Ellemann-Jensen
1983

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Helmut Kohl
Hans-Dietrich Genscher

GriechenlandGriechenland Griechenland

Andreas Papandreou
Grigoris Varfis
1984

FrankreichFrankreich Frankreich

François Mitterrand
Roland Dumas

IrlandIrland Irland

Garret FitzGerald
Peter Barry
1985

ItalienItalien Italien

Bettino Craxi
Giulio Andreotti

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Jacques Santer
Jacques Poos
1986

NiederlandeNiederlande Niederlande

Ruud Lubbers
Hans van den Broek

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Margaret Thatcher
Geoffrey Howe
9
1987

BelgienBelgien Belgien

Wilfried Martens
Leo Tindemans

DanemarkDänemark Dänemark

Poul Schlüter
Uffe Ellemann-Jensen
1988

Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland

Helmut Kohl
Hans-Dietrich Genscher

GriechenlandGriechenland Griechenland

Andreas Papandreou
Theodoros Pangalos
1989

SpanienSpanien Spanien

Felipe González
Francisco Fernández Ordóñez

FrankreichFrankreich Frankreich

François Mitterrand
Roland Dumas
1990

IrlandIrland Irland

Charles J. Haughey
Gerard Collins

ItalienItalien Italien

Giulio Andreotti
Gianni De Michelis
1991

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Jacques Santer
Jacques Poos

NiederlandeNiederlande Niederlande

Ruud Lubbers
Hans van den Broek
1992

PortugalPortugal Portugal

Aníbal Cavaco Silva
João de Deus Pinheiro

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

John Major
Douglas Hurd
10
1993

DanemarkDänemark Dänemark

Poul Schlüter,
ab 25. Januar Poul Nyrup Rasmussen

Uffe Ellemann-Jensen,
ab 25. Januar Niels Helveg Petersen


BelgienBelgien Belgien

Jean-Luc Dehaene
Willy Claes
1994

GriechenlandGriechenland Griechenland

Andreas Papandreou
Karolos Papoulias

DeutschlandDeutschland Deutschland

Helmut Kohl
Klaus Kinkel
1995

FrankreichFrankreich Frankreich

François Mitterrand,
ab 17. Mai Jacques Chirac

Alain Juppé,
ab 17. Mai Hervé de Charette


SpanienSpanien Spanien

Felipe González
Javier Solana
1996

ItalienItalien Italien

Lamberto Dini,
ab 18. Mai Romano Prodi

Susanna Agnelli,
ab 18. Mai Lamberto Dini


IrlandIrland Irland

John Bruton
Dick Spring
1997

NiederlandeNiederlande Niederlande

Wim Kok
Hans van Mierlo

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Jean-Claude Juncker
Jacques Poos
1998

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Tony Blair
Robin Cook
11

OsterreichÖsterreich Österreich

Viktor Klima
Wolfgang Schüssel
1999

DeutschlandDeutschland Deutschland

Gerhard Schröder
Joschka Fischer

FinnlandFinnland Finnland

Paavo Lipponen
Tarja Halonen
2000

PortugalPortugal Portugal

António Guterres
Jaime Gama

FrankreichFrankreich Frankreich

Lionel Jospin
Hubert Védrine
2001

SchwedenSchweden Schweden

Göran Persson
Anna Lindh

BelgienBelgien Belgien

Guy Verhofstadt
Louis Michel
2002

SpanienSpanien Spanien

José María Aznar
Josep Piqué i Camps

DanemarkDänemark Dänemark

Anders Fogh Rasmussen
Per Stig Møller
2003

GriechenlandGriechenland Griechenland

Konstantinos Simitis
Giorgos Andrea Papandreou

ItalienItalien Italien

Silvio Berlusconi
Franco Frattini
2004

IrlandIrland Irland

Bertie Ahern
Brian Cowen

NiederlandeNiederlande Niederlande

Jan Peter Balkenende
Ben Bot
2005

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Jean-Claude Juncker

Jean Asselborn

eu2005.lu


Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Tony Blair

Jack Straw

eu2005.gov.uk

12
2006

OsterreichÖsterreich Österreich

Wolfgang Schüssel

Ursula Plassnik

eu2006.at


FinnlandFinnland Finnland

Matti Vanhanen

Erkki Tuomioja

eu2006.fi

2007

DeutschlandDeutschland Deutschland

Angela Merkel

Frank-Walter Steinmeier
eu2007.de

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft 2007

01

PortugalPortugal Portugal

José Sócrates

Luís Filipe Marques Amado

eu2007.pt

Portugiesische EU-Ratspräsidentschaft 2007
2008

SlowenienSlowenien Slowenien

Janez Janša

Dimitrij Rupel

eu2008.si

Slowenische EU-Ratspräsidentschaft 2008

FrankreichFrankreich Frankreich

Nicolas Sarkozy

Bernard Kouchner

ue2008.fr

Französische EU-Ratspräsidentschaft 2008

02
2009

TschechienTschechien Tschechien

Mirek Topolánek,
ab 9. Mai Jan Fischer

Karel Schwarzenberg,
ab 9. Mai Jan Kohout

eu2009.cz

Tschechische EU-Ratspräsidentschaft 2009

SchwedenSchweden Schweden

Fredrik Reinfeldt

Carl Bildt

se2009.eu

Schwedische EU-Ratspräsidentschaft 2009
2010

SpanienSpanien Spanien

Herman Van Rompuy

Miguel Ángel Moratinos

eu2010.es

Spanische EU-Ratspräsidentschaft 2010

03

BelgienBelgien Belgien

Steven Vanackere

eu2010.be

Belgische EU-Ratspräsidentschaft 2010
2011

UngarnUngarn Ungarn

János Martonyi

eu2011.hu

Ungarische EU-Ratspräsidentschaft 2011

PolenPolen Polen

Radosław Sikorski

pl2011.eu

Polnische EU-Ratspräsidentschaft 2011

04
2012

DanemarkDänemark Dänemark

Nicolai Wammen

eu2012.dk

Dänische EU-Ratspräsidentschaft 2012

Zypern RepublikZypern Zypern

Herman Van Rompuy

Erato Kozakou-Markoullis

cy2012.eu

Zyprische EU-Ratspräsidentschaft 2012
2013

IrlandIrland Irland

Eamon Gilmore

eu2013.ie

Irische EU-Ratspräsidentschaft 2013

05

LitauenLitauen Litauen

Linas Antanas Linkevičius

eu2013.lt

Litauische EU-Ratspräsidentschaft 2013
2014

GriechenlandGriechenland Griechenland

Evangelos Venizelos

gr2014.eu

Griechische EU-Ratspräsidentschaft 2014

ItalienItalien Italien

Federica Mogherini,
ab 31. Oktober Paolo Gentiloni

italia2014.eu

Italienische EU-Ratspräsidentschaft 2014

06
2015

LettlandLettland Lettland

Donald Tusk

Edgars Rinkēvičs

eu2015.lv

Lettische EU-Ratspräsidentschaft 2015

LuxemburgLuxemburg Luxemburg

Jean Asselborn

eu2015lu.eu

Luxemburgische EU-Ratspräsidentschaft 2015
2016

NiederlandeNiederlande Niederlande

Bert Koenders

eu2016.nl

Niederländische EU-Ratspräsidentschaft 2016

07

SlowakeiSlowakei Slowakei

Miroslav Lajčák

eu2016.sk

Slowakische EU-Ratspräsidentschaft 2016
2017

MaltaMalta Malta

George Vella

eu2017.mt

Maltesische EU-Ratspräsidentschaft 2017

EstlandEstland Estland ¹

Donald Tusk

Sven Mikser

eu2017.ee

Estnische EU-Ratspräsidentschaft 2017

08
13
2018

BulgarienBulgarien Bulgarien ¹

Ekaterina Sachariewa

eu2018bg.bg

Bulgarische EU-Ratspräsidentschaft 2018

OsterreichÖsterreich Österreich ¹

Gernot Blümel

eu2018.at

Österreichische EU-Ratspräsidentschaft 2018
2019

RumänienRumänien Rumänien ¹

Teodor Meleșcanu

romania2019.eu

Rumänische EU-Ratspräsidentschaft 2019

09

FinnlandFinnland Finnland ¹



2020

KroatienKroatien Kroatien ¹





DeutschlandDeutschland Deutschland ²



10
2021

PortugalPortugal Portugal ²




SlowenienSlowenien Slowenien ²



2022

FrankreichFrankreich Frankreich ²



11

TschechienTschechien Tschechien ²




2023

SchwedenSchweden Schweden ²




SpanienSpanien Spanien ²



12
2024

BelgienBelgien Belgien ²




UngarnUngarn Ungarn ²



2025

PolenPolen Polen ²




13

DanemarkDänemark Dänemark ²



2026

Zypern RepublikZypern Zypern ²




IrlandIrland Irland ²



14
2027

LitauenLitauen Litauen ²




GriechenlandGriechenland Griechenland ²




2028

ItalienItalien Italien ²



15

LettlandLettland Lettland ²



2029

LuxemburgLuxemburg Luxemburg ²




NiederlandeNiederlande Niederlande ²



16
2030

SlowakeiSlowakei Slowakei ²





MaltaMalta Malta ²



  • Zyklus 1 bis 5 → EWG-6 = Belgien, BR Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande

  • Zyklus 6 bis 7 → EG-9 = EWG-6 + Dänemark, Irland, Vereinigtes Königreich

  • Zyklus 8 → EG-10 = EG-9 + Griechenland

  • Zyklus 9 bis 10 → EG-12 = EG-10 + Portugal, Spanien; Abbruch des 10. Zyklus, nur 11 der 12 EG-Staaten (ohne Portugal) und vorzeitiger Beginn des 11. Zyklus der EU-15 mit Österreich

  • Zyklus 11 → EU-15 = EG-12 + Finnland, Österreich, Schweden

  • Zyklus 12 → EU-25 = EU-15 + Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Zypern; Auslassung Großbritanniens nach dem Votum für den EU-Austritt, dadurch vorzeitiger Beginn des 13. Zyklus ¹

  • Zyklus 13 → EU-28 = EU-25 + Bulgarien, Rumänien, Kroatien

¹ Ursprünglich sollte das Vereinigte Königreich die EU-Ratspräsidentschaft in der 2. Hälfte 2017 übernehmen. Nach dem EU-Austrittsvotum der Briten („Brexit“) am 23. Juni 2016 forderte das europäische Parlament, dass es keine EU-Ratspräsidentschaft des Vereinigten Königreichs in der 2. Hälfte 2017 geben solle.[6] Die britische Regierung teilte ihrerseits am 20. Juli 2016 mit, auf die Ausübung der Ratspräsidentschaft zu verzichten.[7] Die EU-Staaten beschlossen daher die Ratspräsidentschaft Estlands und der bis 2020 eingeteilt gewesenen Länder (also bis inklusive Kroatien) um jeweils sechs Monate vorzuziehen.[8][9] Ursprünglich hätte Estland erst im Jahr des 100. Jubiläums seiner Staatsgründung den Vorsitz übernehmen sollen, und Österreich nicht in dem Halbjahr (2. Hj. 2018), in das die nächsten Nationalratswahlen regulär fallen sollten.[10]


² Am 26. Juli 2016 hat der Rat die Reihenfolge der Präsidentschaften bis 2030 beschlossen.[11]



Weblinks |


  • Website des EU-Ratsvorsitzes


  • Das Achtzehnmonatsprogramm des spanischen, belgischen und ungarischen Vorsitzes, Entwurf vom 27. November 2009 (PDF, 442 KiB)


  • Das Achtzehnmonatsprogramm des polnischen, dänischen und zyprischen Vorsitzes, 17. Juni 2011 (PDF; 424 kB)

  • Terminübersicht der jeweils aktuellen EU-Ratspräsidentschaft als Wandkalender


  • Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags – Programm der zyprischen Ratspräsidentschaft der EU 2012 (PDF, 63 KiB)


Einzelnachweise |



  1. ab Beschluss des Rates vom 1. Dezember 2009 zur Festlegung von Maßnahmen für die Durchführung des Beschlusses des Europäischen Rates über die Ausübung des Vorsitzes im Rat und über den Vorsitz in den Vorbereitungsgremien des Rates.


  2. http://orf.at/#/stories/2351301/ Fix: Estland übernimmt EU-Vorsitz für Großbritannien, orf.at, 27. Juli 2016, abgerufen 27. Juli 2016.


  3. Europäisches Parlament: „Europapolitik im Duett: die Ratspräsidentschaft und das Parlament“ (Europarl-Website)


  4. Bericht über die Europäische Politische Zusammenarbeit (London, 13. Oktober 1981), in Bulletin der Europäischen Gemeinschaften (1981), Sonderbeilage 3/1981, S. 15–19.


  5. Vgl. Erklärung 4 (PDF) zum Vertrag über eine Verfassung für Europa.


  6. Parlament will raschen “Brexit” gegen Unsicherheit und tiefgreifende EU-Reform. In: Europäisches Parlament. Abgerufen am 1. Juli 2016. 


  7. Brüssel: Großbritannien verzichtet auf EU-Ratspräsidentschaft 2017. Spiegel Online, 20. Juli 2016, abgerufen am gleichen Tage.


  8. Estland soll 2017 für Großbritannien EU-Ratsvorsitz übernehmen. Süddeutsche per dpa-Newskanal am 20. Juli 2016


  9. http://orf.at/#/stories/2351301/ Fix: Estland übernimmt EU-Vorsitz für Großbritannien, orf.at, 27. Juli 2016, abgerufen 27. Juli 2016.


  10. http://orf.at//stories/2351354/ „Brexit“ schiebt EU-Vorsitz in Wahlzeit, orf.at 27. Juli 2016, abgerufen 12. März 2017.


  11. Europäischer Rat: Turnusmäßig wechselnder Ratsvorsitz: Beschluss über Änderung der Reihenfolge vom 26. Juli 2016, abgerufen am 4. August 2016.







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