Museums-Eisenbahn Minden




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Museumszug bei Hille-Hartum (2007)




Fahrkarte der Museums-Eisenbahn Minden


Die Museums-Eisenbahn Minden (MEM) ist ein Eisenbahnverein, der mit restaurierten Zügen auf Strecken der Mindener Kreisbahnen und der Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück touristischen Verkehr betreibt. In den Sommermonaten wird nach Fahrplan gefahren. Zu besonderen Anlässen sind Züge der MEM auch auf Strecken anderer Eisenbahnunternehmen im Einsatz.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geschichte der Museums-Eisenbahn Minden


  • 2 Strecken


  • 3 Fahrzeuge


  • 4 Siehe auch


  • 5 Literatur


  • 6 Weblinks


  • 7 Einzelnachweise




Geschichte der Museums-Eisenbahn Minden |


Im Jahre 1977 wurde der Verein Museums-Eisenbahn Minden (MEM) aus den Mindener und Preußisch Oldendorfer Arbeitsgruppen der Dampfeisenbahn Weserbergland (DEW), die bereits ab 1974 auf den WKB- und MKB-Strecken Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen veranstalteten, heraus gegründet. Ziel war es, historische Eisenbahnfahrzeuge zu erhalten und im Betrieb zu zeigen. Bald wurde der erste Museumszug mit einer Diesellok auf die Strecke geschickt. An den beiden Standorten Minden und Preußisch Oldendorf gibt es je eine Fahrzeughalle. In den Jahren 1991 bis 2002 wurde zudem auch auf der Strecke Rahden–Uchte gefahren, bevor sich die dortige Gruppe von der MEM trennte und als Museumseisenbahn Rahden-Uchte e. V. selbständig wurde. Ein Teil der dort eingesetzten Fahrzeuge ging in den Besitz des neuen Vereins über.



Strecken |


Vom Bahnhof Minden Stadt aus wurden die ersten Aktivitäten entwickelt, bevor zum Bahnhof Minden Oberstadt umgezogen wurde. Hier gabelten sich die Strecken nach Uchte und nach Hille, in der anderen Richtung über die Weser konnte man bis Kleinenbremen ins Besucherbergwerk fahren. Seit Ende 2015 ist die Strecke nach Kleinenbremen wegen schlechten Zustandes gesperrt und nur noch bis Nammen befahrbar.[1] Dies ist inzwischen aufgehoben, seit 2018 gibt es wieder Fahrten nach Kleinenbremen und dort eine Kombinationsmöglichkeit mit dem Besucherbergwerk.[2]



Fahrzeuge |


Bereits im Gründungsjahr kam die erste Dampflok von der DEW zur MEM, die „Mevissen 4“. In den folgenden Jahren wurde der Dampflokbestand immer weiter ausgebaut, so kamen noch im gleichen Jahr die Dampflokomotiven „Alice Heye“ und die preußische T 13 „Stettin 7906“ (ehemals 92 638) von der VEB Erfurter Industriebahn hinzu. Im Jahr 1981 wurde die Dampflok 89 6237 erworben, im Jahre 1991 folgte die Dampflok 86 744 und seit dem Jahr 2000 dampfte die T 11 „Hannover 7512“ vor dem Preußenzug der MEM.


Derzeit verfügt die MEM über sieben Dampflokomotiven (eine betriebsfähig), sechs Diesellokomotiven (vier betriebsfähig) und zwei Dieseltriebwagen (nicht betriebsfähig).


Daneben sind etwa 20 Personenwagen vorhanden, die als Preußenzug mit ehemals preußischen Nebenbahnwagen auf den Mindener Strecken und als Kleinbahnzug mit ehemaligen Kleinbahnwagen auf der Wittlager Strecke eingesetzt sind.


Auch einige Güterwagen sind vorhanden.























































































Loknummer (MEM)
Bauart
Hersteller/Baujahr
Bei der MEM seit
Standort

Dampflokomotiven:
7512 HANNOVER (pr. T 11)
1’C n2t

UNION, Königsberg 1908
2000
Kesselschaden, Minden
7906 STETTIN (pr. T 13)
D n2t
UNION, Königsberg 1912
1977
betriebsfähig, Minden
7371 SAARBRÜCKEN (pr. T 9.3)
1’C n2t

Hohenzollern, Düsseldorf 1907
2004
in Wiederaufbau

86 744
1’D1’ h2t

Orenstein & Koppel, Berlin 1942
1991
Verkauft
89 6237
C n2t

Linke-Hofmann, Breslau 1924
1981
abgestellt in Pr. Oldendorf
Mevissen 4
C h2t

Krupp, Essen 1952
1977
2017 verkauft an LWL-Industriemuseum für Zeche Zollern
Alice Heye
B n2t
Hohenzollern, Düsseldorf 1910
1977
abgestellt in Pr. Oldendorf

Diesellokomotiven:
DL 2
Achsfolge C

MaK, Kiel 1958
1997
betriebsfähig, Pr. Oldendorf
V 3
Achsfolge B

Windhoff, Rheine 1946
1988
betriebsfähig, Minden
V 4
Achsfolge B

Jung, Jungenthal 1934
1994
betriebsfähig, Pr. Oldendorf
V 5
Achsfolge B

Deutz, Köln 1936
1977
in Aufarbeitung, Minden
Rangiertrecker 1
Achsfolge B
Windhoff, Rheine 1938
1984
betriebsfähig, Minden

Breuer Lokomotor
Achsfolge B
Breuer, Frankfurt 1954
1999
in Aufarbeitung, Minden

Dieseltriebwagen:

Sk 1
Achsfolge AA

Waggonfabrik Wismar 1933
1978
betriebsfähig, Pr. Oldendorf
T 2
Achsfolge A1

Waggonbau Dessau 1937
2014
betriebsfähig, Minden

T 5
Achsfolge AA

Waggonfabrik Wismar 1934
2014
abgestellt, Pr. Oldendorf, Eigentümer: Preußisch Oldendorfer Kleinbahn-Museum


Siehe auch |


  • Liste der Museen im Kreis Minden-Lübbecke


Literatur |


  • Ingrid Schütte, Werner Schütte: Die Mindener Kreisbahnen. 2. Aufl., Uhle & Kleimann, Lübbecke 1990, S. 268–269, ISBN 3-922657-77-X.

  • Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen. Band 6: Nordrhein-Westfalen. Nordöstlicher Teil. Eisenbahn-Kurier, Freiburg 2000, ISBN 3-88255-664-1, S. 23. 


  • Bau und Kunstdenkmäler von Westfalen, Band 50: Stadt Minden, bearbeitet von Fred Kaspar und Ulf Dietrich Korn, Teil V: Minden ausserhalb der Stadtmauern, Teilband 2, S. 1721–1744, Hrsg. Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Klartext Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-635-9.


Weblinks |



 Commons: Museums-Eisenbahn Minden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  • Offizielle Website


Einzelnachweise |



  1. Neue Westfälische: Museums Eisenbahn dampft nicht mehr bis Kleinenbremen abgerufen am 13. März 2017, Ausgabe vom 4. Januar 2016


  2. Mindener Museumeisenbahn: Neu: 2018 wieder nach Kleinenbremen abgerufen am 7. April 2018


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