Palmengewächse
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| Palmengewächse | ||||||||||||
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Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) in Teneriffa | ||||||||||||
Systematik | ||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Arecaceae | ||||||||||||
Schultz Sch. |
Die Palmengewächse oder Palmen (Arecaceae oder Palmae)[1] sind eine Familie der Ordnung der Palmenartigen (Arecales) innerhalb der Monokotyledonen (Einkeimblättrigen Pflanzen). Verwandte Arten waren schon vor etwa 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit weit verbreitet. Die Familie enthält 183 Gattungen mit etwa 2600 rezenten Arten.
In der Familie der Palmengewächse findet sich das längste Blatt (bei Palmen der Gattung Raphia mit bis zu 25 Meter Länge), der größte Samen (von der Seychellenpalme Lodoicea maldivica mit bis zu 22 Kilogramm Gewicht), und der längste Blütenstand des Pflanzenreichs (in der Gattung Corypha) mit einer Länge von etwa 7,5 Metern und geschätzten 10 Millionen Blüten pro Blütenstand.[2]
Inhaltsverzeichnis
1 Merkmale
1.1 Blätter
1.2 Generative Merkmale
2 Verbreitung
3 Systematik
3.1 Verwandtschaft der Unterfamilien
4 Nutzung
4.1 Nahrungsmittel
4.2 Baumaterialien
4.3 Zierpflanzen und Erosionsschutz
5 Quellen
5.1 Literatur
5.2 Einzelnachweise
6 Weblinks
Merkmale |
Die Vertreter der Palmengewächse sind sehr vielgestaltig. Sie können klein, mittelgroß oder groß (bis zu 60 m Stammhöhe bei der Quindio-Wachspalme) sein, stehen einzeln oder in Gruppen (Cluster), sind bewehrt oder unbewehrt. Sie können mehrmals im Leben (pleonanth) oder nur einmal im Leben blühen (hapaxanth). Sie sind zwittrig, polygam, monözisch oder diözisch.[3]
Der Stamm ist „verholzt“. Er ist schlank bis massiv, sehr kurz bis sehr hoch, er kann kriechend, unterirdisch, kletternd oder aufrecht sein. Normalerweise ist der Stamm im oberirdischen Bereich unverzweigt, selten ist er dichotom verzweigt. Dem Stamm fehlt ein Kambium, Palmen verfügen daher über kein sekundäres Dickenwachstum, weshalb sie nicht zu den Bäumen gerechnet werden. Bei manchen Palmen tritt jedoch ein diffuses Dickenwachstum auf. Die Internodien sind kurz bis lang. Die Blattnarben sind auffällig bis unauffällig. Bei manchen Palmen treten Stelzwurzeln auf.[3]
Blätter |
Blatt der Kokospalme (Cocos nucifera)
Die Laubblätter sind wechselständig und stehen in spiraliger Anordnung, selten zweizeilig (distich). Die Blattspreite wird anfangs immer ungeteilt gebildet, häufig spaltet sie sich später auf. Die Blätter können mit Stacheln oder Borsten bewehrt sein, sie sind kahl oder verschiedenartig mit Schuppen und/oder Haaren besetzt. Manchmal besitzen sie ein Ligula-ähnliches Anhängsel an beiden Seiten oder vor dem Blattstiel. Die Blattscheiden bilden manchmal einen Kronschaft. Der Blattstiel ist meist deutlich ausgebildet. Er ist unbewehrt oder verschieden bewehrt. Eine Hastula kann ausgebildet sein oder fehlen.[3]
Die Form der Blattspreite ist gefächert (palmat, Fächerpalme), costapalmat, gefiedert (pinnat), doppelt gefiedert (bipinnat), zweiteilig (bifid) oder ungeteilt, dann aber mit fiederförmiger Aderung. In der Knospe ist das Blatt gefaltet. Später reißt die Spreite entweder entlang der adaxialen Faltkanten auf (induplicat) oder entlang der abaxialen Kanten (reduplicat). Nur selten reißt sie zwischen den Faltkanten auf oder überhaupt nicht. Die derart entstehenden Segmente oder Fiederchen sind lanzettlich oder linealisch bis hin zu rhombisch oder keilförmig. Im Querschnitt sind die Fiederchen bei den induplicaten Blättern V-förmig, bei den reduplicaten A-förmig. Sie sind einfach oder mehrfach gefaltet, meist besitzen sie eine Mittelrippe und zahlreiche parallel verlaufende Nebenadern. Die Segmente reißen selten zwischen diesen Nebenadern weiter ein. Die Spreite kann unterschiedlich behaart oder beschuppt sein, auch Stacheln und Borsten kommen vor. Die proximalen Blättchen können bei kletternden Arten zu Dornen umgewandelt sein (Akanthophylle), die Rhachis kann distal zu einer Kletterhilfe (Ranke) umgebildet sein und kann dann ebenfalls Akanthophylle tragen.[3]
Generative Merkmale |
Männliche Einzelblüte von Jubaea chilensis
Blütenstand der Kokospalme (Cocos nucifera)
Die Blütenstände befinden sich meist seitlich (oder seltener an) der Spitze. Befindet sich der Blütenstand an der Spitze der Palme (endständig = terminal), dann stirbt die Pflanze nach dem Blühen und der Samenbildung ab; diese Arten sind hapaxanth, also mehrjährig, alle anderen sind ausdauernd. Die meist stark verzweigten Blütenstände sind im knospigen Zustand von einer Spatha als Schutz umhüllt. Die Blüten können zwittrig sein, meistens sind sie aber eingeschlechtig. Es gibt einhäusige (monözische) und zweihäusige (diözische) Palmen-Arten. Die Blüten sind immer dreizählig und sind meistens radiärsymmetrisch, selten ist der Blütenaufbau schraubig. Es sind meist drei Kelch- und Kronblätter vorhanden; sie sind frei oder verwachsen. Es sind meist sechs, selten weniger Staubblätter vorhanden; davon sind oft einige zu Staminodien reduziert. Die drei Fruchtblätter können völlig frei sein oder an ihrer Basis verwachsen. Jedes Fruchtblatt enthält ein bis zwei Samenanlagen. Selten kann man einen Griffel erkennen und so sind die drei Narben je Blüte meist sitzend. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie) oder durch den Wind (Anemophilie).
Palmen bilden Schließfrüchte, meist harte Beeren oder Steinfrüchte. Das Perikarp ist glatt, behaart, mit Stacheln oder Schuppen besetzt. Die Früchte enthalten meist einen oder zwei bis drei, nur selten bis zu zehn Samen.
Verbreitung |
Palmen sind weltweit in tropischen und subtropischen Gebieten verbreitet. Die größte Artenvielfalt findet sich in tropischen Regenwäldern; Palmen wachsen aber auch in einigen saisonalen oder semiariden Gebieten. Ein Beispiel für letzteres ist etwa der recht palmenreiche Cerrado in Zentral-Brasilien.[4]
Im Norden reicht das Areal der Palmen bis etwa 44° nördlicher Breite in Südfrankreich (Chamaerops humilis), im Süden etwas über 44° auf den Chatham Islands nahe Neuseeland (Rhopalostylis sapida). In Nordamerika reicht Sabal minor bis fast 36° nördlicher Breite in North Carolina, Washingtonia filifera in Kalifornien bis 37°. In Südamerika reicht Jubaea chilensis in Chile bis 35° südlicher Breite. Auf dem asiatischen Festland reicht Nannorrhops ritchiana bis etwa 34° nördlicher Breite in Afghanistan und Pakistan. In Australien reicht Livistona australis über 37°, in Afrika Jubaeopsis caffra bis etwa 31°.[4]
Systematik |
Unterfamilie Calamoideae Tribus Lepidocaryeae: Raphia australis
Unterfamilie Calamoideae Tribus Lepidocaryeae: Buriti-Palme (Mauritia flexuosa)
Unterfamilie Calamoideae Tribus Calameae: Calamus rotang
Unterfamilie Nypoideae: Nipapalme (Nypa fruticans)
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Sabaleae: Sabal uresana
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Cryosophileae: Thrinax radiata
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Trachycarpeae: Zwergpalme
(Chamaerops humilis)
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Trachycarpeae: Trachycarpus martianus
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Trachycarpeae: Brahea armata
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Trachycarpeae: Kalifornische Washingtonpalme (Washingtonia filifera)
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Caryoteae: Caryota rumphiana
Unterfamilie Coryphoideae Tribus Corypheae: Talipot-Palme (Corypha umbraculifera)
Unterfamilie Ceroxyloideae Tribus Ceroxyleae: Ravenea rivularis
Unterfamilie Arecoideae Tribus Roystoneae: Kubanische Königspalme (Roystonea regia)
Unterfamilie Arecoideae Tribus Cocoseae: Jubaea chilensis
Unterfamilie Arecoideae Tribus Cocoseae: Pfirsichpalme (Bactris gasipaes)
Unterfamilie Arecoideae Tribus Manicarieae: Manicaria saccifera
Unterfamilie Arecoideae Tribus Euterpeae: Euterpe oleracea
Unterfamilie Arecoideae Tribus Geonomateae: Geonoma pauciflora
Unterfamilie Arecoideae Tribus Areceae: Archontophoenix alexandrae
Unterfamilie Arecoideae Tribus Areceae: Betelnusspalme (Areca catechu)
Unterfamilie Arecoideae Tribus Areceae: Verschaffeltia splendida
Unterfamilie Arecoideae Tribus Areceae: Dictyosperma album
Der Familienname Arecaceae wurde 1820 durch Friedrich von Berchtold und Jan Svatopluk Presl in O Prirozenosti Rostlin, S. 266, gültig veröffentlicht. Der Familienname Palmae wurde 1789 durch Antoine Laurent de Jussieu in Genera Plantarum, S. 37, erstveröffentlicht.[5][6]
Die Arecaceae bilden eine monophyletische Gruppe.[7] Sie sind die Schwestergruppe der Dasypogonaceae.[7] Diese Verwandtschaftsverhältnisse waren lange unklar, weshalb erst 2016 die Dasypogonaceae zu den Arecaceae in die Ordnung Arecales gestellt wurden.[8]
Die Systematik der Arecaceae wurde durch molekulargenetische Studien stark verändert. 2005 wurde eine die verschiedenen Teilarbeiten zusammenfassende Klassifikation der Familie publiziert.[9] Diese Klassifikation wurde 2008 in Genera Palmarum mit Aktualisierungen übernommen.[10]
2016 veröffentlichten Baker und Dransfield eine weitere Aktualisierung der Klassifikation, auf der die folgende Systematik beruht:[11]:
- Unterfamilie Calamoideae
- Tribus Eugeissoneae .mw-parser-output .Personfont-variant:small-caps
W.J.Baker & J.Dransf.
Eugeissona
Griff.
- Tribus Lepidocaryeae
Mart. ex Dumort.- Subtribus Ancistrophyllinae
Becc.
Oncocalamus
(G. Mann & H. Wendl.) Benth. & Hook. f.
Eremospatha
(G. Mann & H. Wendl.) H. Wendl.
Laccosperma
(G. Mann & H. Wendl.) Drude
- Subtribus Raphiinae
H.Wendl.
Raphia
P. Beauv.
- Subtribus Mauritiinae
Lepidocaryum
Mart.
Mauritia
L. f.
Mauritiella
Burret
- Subtribus Ancistrophyllinae
- Tribus Calameae
Kunth ex Lecoq & Juill.- Subtribus Korthalsiinae
Becc.
Korthalsia
Blume
- Subtribus Salaccinae
Becc.
Eleiodoxa
(Becc.) Burret
Salacca
Reinw.
- Subtribus Metroxylinae
Metroxylon
Rottb.
- Subtribus Pigafettinae
J.Dransf. & N.W.Uhl
Pigafetta
(Blume) Becc.
- Subtribus Plectocomiinae
J.Dransf. & N.W.Uhl
Plectocomia
Mart. ex Blume
Myrialepis
Becc.
Plectocomiopsis
Becc.
- Subtribus Calaminae
Meisn.
Calamus
L. (einschließlich Retispatha
J. Dransf., Daemonorops
Blume, Ceratolobus
Blume, Pogonotium
J. Dransf.)
- Subtribus Korthalsiinae
- Tribus Eugeissoneae .mw-parser-output .Personfont-variant:small-caps
- Unterfamilie Nypoideae
Nipapalme (Nypa
Steck)
- Unterfamilie Coryphoideae
- Tribus Sabaleae
Sabal
Adans.
- Tribus Cryosophileae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Schippia
Burret
Trithrinax
Mart.
Zombia
L.H. Bailey
Coccothrinax
Sarg.
Hemithrinax
Hook. f.
Leucothrinax
C. Lewis & Zona
Thrinax
Sw.
Chelyocarpus
Dammer
Cryosophila
Blume
Itaya
H.E. Moore
Sabinaria
R.Bernal & Galeano. Mit nur einer Art:
Sabinaria magnifica
Galeano & R.Bernal: Sie kommt in Kolumbien vor.[12]
- Tribus Phoeniceae
Dattelpalmen (Phoenix
L.)
- Tribus Trachycarpeae
- Subtribus Rhapidinae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Chamaerops
L.
Guihaia
J.Dransf., S.K.Lee & F.N.Wei
Hanfpalmen (Trachycarpus
H. Wendl.)
Rhapidophyllum
H. Wendl. & Drude
Maxburretia
Furtado
Rhapis
L.f. ex Aiton
- Subtribus Livistoninae
Livistona
R. Br.
Strahlenpalmen (Licuala
Wurmb)
Johannesteijsmannia
H.E. Moore
Pholidocarpus
Blume
Saribus
Blume: Mit neun Arten, die von den Philippinen bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
incertae sedis Trachycarpeae
Acoelorrhaphe
H. Wendl.
Serenoa
Hook.f.
Brahea
Mart. ex Endl.
Colpothrinax
Griseb. & H. Wendl.
Copernicia
Mart. ex Endl.
Pritchardia
Seem. & H. Wendl.
Washingtonia
H. Wendl.
- Subtribus Rhapidinae
- Tribus Chuniophoeniceae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Chuniophoenix
Burret
Kerriodoxa
J. Dransf.
Nannorrhops
H. Wendl.
Tahina
J. Dransf. & Rakotoarin.
- Tribus Caryoteae
Caryota
L.
Arenga
Labill.
Wallichia
Roxb.
- Tribus Corypheae
Corypha
L.
- Tribus Borasseae
- Subtribus Hyphaeninae
Bismarckia
Hildebrandt & H. Wendl.
Satranala
J. Dransf. & Beentje
Doumpalmen (Hyphaene
Gaertn.)
Medemia
Württemb. ex H. Wendl.
- Subtribus Lataniinae
Latania
Comm. ex Juss.
Lodoicea
Comm. ex DC.
Borassodendron
Becc.
Borassus
L.
- Subtribus Hyphaeninae
- Tribus Sabaleae
- Unterfamilie Ceroxyloideae
- Tribus Cyclospatheae
Pseudophoenix
H. Wendl. ex Sarg.
- Tribus Ceroxyleae
Ceroxylon
Bonpl. ex DC.
Juania
Drude
Oraniopsis
(Becc.) J.Dransf., A.K.Irvine & N.W.Uhl
Ravenea
L.H. Bailey
- Tribus Phytelepheae
Ammandra
O.F. Cook
Aphandra
Barfod
Steinnusspalmen (Phytelephas
Ruiz & Pav.)
- Tribus Cyclospatheae
- Unterfamilie Arecoideae
- Tribus Iriarteeae
Iriartella
H. Wendl.: Mit zwei Arten, die im tropischen Südamerika vorkommen.[12]
Dictyocaryum
H. Wendl.; Mit drei Arten, die von Panama bis ins tropischen Südamerika vorkommen.[12]
Iriartea
Ruiz & Pav.
Socratea
H. Karst.
Wettinia
Poepp.
- Tribus Chamaedoreeae
Hyophorbe
Gaertn.
Wendlandiella
Dammer
Synechanthus
H. Wendl.
Bergpalmen (Chamaedorea
Willd.)
Gaussia
H. Wendl.
- Tribus Podococceae
J.Dransf. & N.W.Uhl
Podococcus
G. Mann & H. Wendl.
- Tribus Oranieae
Orania
Zipp.
- Tribus Sclerospermeae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Sclerosperma
G. Mann & H. Wendl.
- Tribus Roystoneae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Roystonea
O.F. Cook
- Tribus Reinhardtieae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Reinhardtia
Liebm.
- Tribus Cocoseae
- Subtribus Attaleinae
Beccariophoenix
Jum. & H. Perrier: Mit drei Arten, die in Madagaskar vorkommen.[12]
Jubaeopsis
Becc.: Mit nur einer Art:
Jubaeopsis caffra
Becc.: Sie kommt in Südafrika vom Kap bis KwaZulu-Natal vor.[12]
Voanioala
J. Dransf.: Mit nur einer Art:
Voanioala gerardii
J.Dransf.: Sie kommt im nordöstlichen Madagaskar vor.[12]
Allagoptera
Nees
Attalea
Kunth
Geleepalmen (Butia
(Becc.) Becc.)
Kokospalme (Cocos
L.)
Honigpalme (Jubaea
Kunth)
Syagrus
Mart. (inklusive Lytocaryum
Toledo)
Parajubaea
Burret: Mit drei Arten, die im westlichen Südamerika vorkommen.[12]
- Subtribus Bactridinae
Acrocomia
Mart.: Mit acht Arten, die von Mexiko bis ins tropische Amerika vorkommen.[12]
Astrocaryum
G. Mey.: Mit etwa 38 Arten, die von Mexiko bis ins tropische Amerika vorkommen.[12]
Stachelpalmen (Aiphanes
Willd.)
Bactris
Jacq. ex Scop.
Desmoncus
Mart.: Mit etwa 24 Arten, die im tropischen Amerika vorkommen.[12]
- Subtribus Elaeidinae
Barcella
(Trail) Trail ex Drude: Mit nur einer Art:
Barcella odora
(Trail) Drude: Sie kommt in Brasilien vor.[12]
Ölpalmen (Elaeis
Jacq.)
- Subtribus Attaleinae
- Tribus Manicarieae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Manicaria
Gaertn.
- Tribus Euterpeae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Hyospathe
Mart.
Euterpe
Mart.
Prestoea
Hook. f.
Neonicholsonia
Dammer
Oenocarpus
Mart.
- Tribus Geonomateae
Welfia
H. Wendl.
Pholidostachys
H. Wendl. ex Benth. & Hook. f.
Calyptrogyne
H. Wendl.
Calyptronoma
Griseb.
Asterogyne
H. Wendl.
Geonoma
Willd.
- Tribus Leopoldinieae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Leopoldinia
Mart.
- Tribus Pelagodoxeae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Pelagodoxa
Becc.: Mit nur einer Art:
Pelagodoxa henryana
Becc.: Sie kommt auf der Marquesas-Insel Nuku Hiva vor.[12]
Sommieria
Becc.
- Tribus Areceae
- Subtribus Archontophoenicinae
J.Dransf. & N.W.Uhl
Actinorhytis
H. Wendl. & Drude: Mit nur einer Art:
Actinorhytis calapparia
(Blume) H.Wendl. & Drude ex Scheff.: Sie kommt ursprünglich in Neuguinea und auf den Salomonen vor.[12]
Archontophoenix
H. Wendl. & Drude
Actinokentia
Dammer: Mit zwei Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
Chambeyronia
Vieill.: Mit zwei Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
Kentiopsis
Brongn.: Mit vier Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
- Subtribus Arecinae
Betelpalmen (Areca
L.)
Nenga
H. Wendl. & Drude: Mit fünf Arten, die vom südlichen Indochina bis ins westliche Malesien vorkommen.[12]
Pinanga
Blume: Mit etwa 140 Arten, die vom tropischen und subtropischen Asien bis zu den Inseln des nordwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
- Subtribus Basseliniinae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Basselinia
Vieill.: Mit etwa 14 Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
Burretiokentia
Pic. Serm.: Mit fünf Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
Cyphophoenix
H. Wendl. ex Benth. & Hook. f.: Mit vier Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
Cyphosperma
H. Wendl. ex Benth. & Hook. f.: Mit fünf Arten, die auf Inseln des südwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
Lepidorrhachis
(H. Wendl. & Drude) O.F. Cook: Mit nur einer Art:
Lepidorrhachis mooreana
(F.Muell.) O.F. Cook: Sie kommt nur auf der Lord-Howe-Insel vor.[12]
Physokentia
Becc.: Mit sieben Arten, die vom Bismarck-Archipel bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
- Subtribus Carpoxylinae
J. Dransf., N.W. Uhl, Asmussen, W.J. Baker, M.M. Harley & C. Lewis
Carpoxylon
H. Wendl. & Drude: Mit nur einer Art:
Carpoxylon macrospermum
H.Wendl. & Drude: Sie kommt auf der Vanuatu-Insel Aneityum vor.[12]
Satakentia
H.E. Moore: Mit nur einer Art:
Satakentia liukiuensis
(Hatus.) H.E. Moore: Sie kommt auf den Nansei-Inseln vor.[12]
Neoveitchia
Becc.
- Subtribus Clinospermatinae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Cyphokentia
Brongn.: Mit zwei Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
Clinosperma
Becc.: Mit vier Arten, die in Neukaledonien vorkommen.[12]
- Subtribus Dypsidinae
Dypsis
Noronha ex Mart.: Mit etwa 168 Arten, die in Tansania, auf den Komoren und in Madagaskar vorkommen.[12]
Lemurophoenix
J. Dransf.: Mit nur einer Art:
Lemurophoenix halleuxii
J.Dransf.: Sie kommt im nordöstlichen Madagaskar vor.[12]
Marojejya
Humbert: Mit zwei Arten, die in Madagaskar vorkommen.[12]
Masoala
Jum.
- Subtribus Laccospadicinae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M. Harley & C. Lewis
Calyptrocalyx
Blume: Mit etwa 26 Arten, die von den Molukken bis Neuguinea vorkommen.[12]
Linospadix
Becc. ex Hook. f.: Mit sieben Arten, die von Neuguinea bis ins östliche Australien vorkommen.[12]
Howea
Becc.
Laccospadix
Drude & H. Wendl.: Mit nur einer Art:
Laccospadix australasicus
H.Wendl. & Drude: Sie kommt im nordöstlichen Queensland vor.[12]
- Subtribus Oncospermatinae
Oncosperma
Blume
Deckenia
H. Wendl. ex Seem.
Acanthophoenix
H. Wendl.: Mit drei Arten, die auf Réunion und Mauritius vorkommen.[12]
Tectiphiala
H.E. Moore: Mit nur einer Art:
Tectiphiala ferox
H.E. Moore: Sie kommt auf Mauritius vor.[12]
- Subtribus Ptychospermatinae
Ptychosperma
Labill.: Mit etwa 29 Arten, die von den Molukken bis ins nördliche Australien vorkommen.[12]
Ponapea
Becc.: Mit vier Arten, die von Bismarck-Archipel bis zu den Inseln im nordwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
Adonidia
Becc.: Mit zwei Arten, die von Borneo bis zu den Philippinen vorkommen.[12]
Balaka
Becc. (inklusive Solfia
Rech.): Mit etwa 10 Arten, die auf Inseln im südwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
Veitchia
H. Wendl.: Mit etwa 11 Arten, die von den Salomonen bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
Carpentaria
Becc.: Mit nur einer Art:
Carpentaria acuminata
(H.Wendl. & Drude) Becc.: Sie kommt im nördlichen Australien vor.[12]
Wodyetia
A.K. Irvine: Mit nur einer Art:
Wodyetia bifurcata
A.K. Irvine: Sie kommt im nördlichen Queensland vor.[12]
Drymophloeus
Zipp.: Mit drei Arten, die von den Molukken bis zu den Inseln im südwestlichen Pazifik vorkommen.[12]
Normanbya
F. Muell. ex Becc.: Mit nur einer Art:
Normanbya normanbyi
(W. Hill) L.H. Bailey: Sie kommt im nordöstlichen Queensland vor.[12]
Brassiophoenix
Burret: Mit zwei Arten, die in Neuguinea vorkommen.[12]
Ptychococcus
Becc.
Jailoloa
Heatubun & W.J. Baker: Mit nur einer Art:
Jailoloa halmaherensis
(Heatubun) Heatubun & W.J.Baker: Sie kommt nur auf den Molukken vor.[12]
Manjekia
W.J. Baker & Heatubun: Mit nur einer Art:
Manjekia maturbongsii
(W.J.Baker & Heatubun) W.J.Baker & Heatubun: Sie kommt im westlichen Neuguinea vor.[12]
Wallaceodoxa
Heatubun & W.J. Baker
- Subtribus Rhopalostylidinae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Rhopalostylis
H. Wendl. & Drude: Mit zwei Arten, die in Neuseeland, auf der Norfolkinsel, den Kermadecinseln und den Chatham-Inseln vorkommen.[12]
Hedyscepe
H. Wendl. & Drude: Mit nur einer Art:
Hedyscepe canterburyana
(C.Moore & F.Muell.) H.Wendl. & Drude: Sie kommt nur auf der Lord-Howe-Insel vor.[12]
- Subtribus Verschaffeltiinae
J.Dransf., N.W.Uhl, Asmussen, W.J.Baker, M.M.Harley & C.Lewis
Nephrosperma
Balf. f.
Phoenicophorium
H. Wendl.
Roscheria
H. Wendl. ex Balf. f.
Verschaffeltia
H. Wendl.
- Subtribus Archontophoenicinae
Incertae sedis Areceae
Bentinckia
Berry ex Roxb.: Mit zwei Arten, die in Indien und auf den Nikobaren vorkommen.[12]
Clinostigma
H. Wendl.: Mit elf Arten, die vom Bismarck-Archipel bis zu den Inseln im westlichen Pazifik und auf den Ogasawara-Inseln vorkommen.[12]
Cyrtostachys
Blume: Mit sieben Arten, die von Thailand bis Neuguinea, dem Bismarck-Archipel und den Salomonen vorkommen.[12]
Dictyosperma
H. Wendl. & Drude: Mit nur einer Art:
Dictyosperma album
(Bory) Scheff.: Sie kommt in drei Varietäten auf Mauritius, Réunion und der Insel Rodrigues vor.[12]
Dransfieldia
W.J. Baker & Zona
Heterospathe
Scheff.: Mit etwa 41 Arten, die von den Philippinen bis zu den Inseln im westlichen Pazifik vorkommen.[12]
Hydriastele
H. Wendl. & Drude: Mit etwa 37 Arten, die von Malesien bis zu den Inseln im westlichen Pazifik vorkommen.[12]
Iguanura
Blume
Loxococcus
H. Wendl. & Drude: Mit nur einer Art:
Loxococcus rupicola
(Thwaites) H.Wendl. & Drude: Sie kommt im südwestlichen Sri Lanka vor.[12]
Rhopaloblaste
Scheff.
- Tribus Iriarteeae
Verwandtschaft der Unterfamilien |
Die Verwandtschaftsverhältnisse der fünf Unterfamilien sind mittlerweile recht gut untersucht.[13][7] Sie können durch folgendes Kladogramm dargestellt werden:
| |||||||||||||||||||
| | Calamoideae | ||||||||||||||||||
Nutzung |
Nahrungsmittel |
Früchte von Borassus akeassii
Die Früchte von rund 100 Palmenarten sind essbar (Dattelpalme, Palmyrapalme), von anderen deren Samen (Kokosnuss, Betelnuss, Palmyrapalme). Den essbaren Vegetationskegel bezeichnet man als Palmherz, aus dem Mark des Stammes einiger Arten lässt sich Sago gewinnen. Im indomalayischen Raum hat die Sagopalme eine große Bedeutung als Stärkelieferant. Der Saft von Palmen – vor allem der Zuckerpalme – wird zur Herstellung von Getränken benutzt, aus ihm kann auch Zucker gewonnen werden. Durch Gärung entsteht Palmwein. Auch durch die Vergärung von Fruchtfleisch lassen sich Getränke herstellen. Wenige Palmenblüten locken Bienen an, Palmhonig wird nicht von Bienen produziert, sondern entsteht durch Einkochen des Palmensaftes, vergleichbar mit Ahornsirup. Als wirtschaftlich bedeutender Ölproduzent wird die aus Afrika stammende Ölpalme mittlerweile weltweit in den Tropen kultiviert.
Baumaterialien |
In vielen Ländern sind Palmenarten das Grundmaterial für den Hausbau, wobei deren Stämme als Holz und die wasserabweisenden Blätter für die Dach-Eindeckung genutzt werden (Palapa). Aus Rotangpalmen (Calamus) werden Rattan-Möbel hergestellt.
Zierpflanzen und Erosionsschutz |
Palmenarten werden sowohl als Stilelement zur Vermittlung eines südländischen Eindrucks in öffentlichen Grünanlagen und Gärten genutzt als auch als Zimmerpflanzen.
In regenarmen Gebieten werden sie zur Stabilisierung des Bodens an Böschungen und (evtl. bewässerten) Grünanlagen verwendet. Sie sind auch wesentlich unempfindlicher gegen Windbruch als Laubbäume, sodass sie gut an windexponierten Stellen gedeihen können.
Quellen |
Die Familie der Arecaceae bei der APWebsite. (Abschnitt Systematik)
Beschreibung der Familie der Arecaceae bei DELTA. (Abschnitt Beschreibung)- Shengji Pei, Sanyang Chen, Lixiu Guo, John Dransfield, Andrew Henderson: Arecaceae (Palmae). In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 23: Acoraceae through Cyperaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010. ISBN 978-1-930723-99-3 (Abschnitt Beschreibung)
Literatur |
- David L. Jones: Palmen. Könemann in der Tandem Verlags-GmbH, 2002, ISBN 3-8290-4889-0.
- Frank O. Steeb: Palmen. Portraits der bekanntesten Arten aus aller Welt. Mosaik Verlag GmbH, München 1993, Buch-Nr. 03668.
- Natalie W. Uhl, John Dransfield: Genera Palmarum: A Classification of Palms Based on the Work of Harold E. Moore, Jr. Genera Palmarum, 1987, ISBN 0-935868-30-5.
Einzelnachweise |
↑ Artikel 18.5 Internationaler Code der Botanischen Nomenklatur 2006, abgerufen 5. August 2009.
↑ P. Stevens: APWebsite, abgerufen 29. November 2009.
↑ abcd John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage. Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 136 f.
↑ ab John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 105.
↑ Arecaceae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 6. November 2014.
↑ International Code of Botanical Nomenclature – (Saint Louis Code), Electronic version: Chapter III. Nomenclature of taxa according to their rank – Section 2. Names of families and subfamilies, tribes and subtribes – Article 18. Volltext-online oder online.
↑ abc Craig F. Barrett, William J. Baker, Jason R. Comer, John G. Conran, Sean C. Lahmeyer, James H. Leebens-Mack, Jeff Li, Gwynne S. Lim, Dustin R. Mayfield-Jones, Leticia Perez, Jesus Medina, J. Chris Pires, Cristian Santos, Dennis Wm. Stevenson, Wendy B. Zomlefer, Jerrold I. Davis: Plastid genomes reveal support for deep phylogenetic relationships and extensive rate variation among palms and other commelinid monocots. New Phytologist, Band 209, 2016, S.s 855–870. doi:10.1111/nph.13617
↑ The Angiosperm Phylogeny Group: An update of the Angiosperm Phylogeny Group classification for the orders and families of flowering plants: APG IV. Botanical Journal of the Linnean Society, 2016, Band 181, S. 1–20. doi:10.1111/boj.12385
↑ John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: A New Phylogenetic Classification of the Palm Family, Arecaceae. Kew Bulletin, Band 60, 2005, S. 559–569. (JSTOR)
↑ John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage. Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 138 f.
↑ William J. Baker, John Dransfield: Beyond Genera Palmarum: progress and prospects in palm systematics. Botanical Journal of the Linnean Society, 2016, doi:10.1111/boj.12401
↑ abcdefghijklmnopqrstuvwxyzaaabacadaeafagahaiajakalamanaoapaqarasatauavawaxayazbabbbcbdbebf Rafaël Govaerts (Hrsg.): Arecaceae - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 1. August 2018.
↑ Conny B. Asmussen, John Dransfield, Vinnie Deickmann, Anders S. Barfod, Jean-Christophe Pintaud, William J. Baker: A new subfamily classification of the palm family (Arecaceae): evidence from plastid DNA phylogeny. Botanical Journal of the Linnean Society. Band 151, 2006, S. 15–38. doi:10.1111/j.1095-8339.2006.00521.x
Weblinks |
Australische Palmen-Gesellschaft. (englisch)