Richy Müller




Richy Müller, 2018




Richy Müller 2016 beim SWR Sommerfestival in Mainz




Richy Müller 2011 auf der Berlinale




Richy Müller, 2009


Richy Müller (* 26. September 1955 als Hans-Jürgen Müller in Mannheim) ist ein deutscher Schauspieler.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Leben und Werk


  • 2 Filmografie (Auswahl)


  • 3 Theater (Auswahl)


  • 4 Weblinks


  • 5 Einzelnachweise




Leben und Werk |


Müller wurde in Mannheim geboren und wuchs im Stadtteil Seckenheim auf. Als gelernter Werkzeugmacher besuchte er zwei Jahre lang die Schauspielschule Bochum und zog anschließend nach Berlin. Mit seiner Rolle in dem Fernsehdreiteiler Die große Flatter als Jugendlicher Richy, der in einer Obdachlosensiedlung am Stadtrand von Berlin lebt, gelang ihm 1979 der Durchbruch als Schauspieler. Den ihm in der Öffentlichkeit daraufhin anhaftenden Rollennamen Richy machte er zu seinem Künstlernamen.[1] Es folgten weitere Rollen in Filmproduktionen wie Reinhard Hauffs Der Mann auf der Mauer, Roland Emmerichs Das Arche Noah Prinzip und Egon Günthers Rosamunde. Müller war auf die Darstellung raubeiniger Macho-Typen festgelegt, ehe er sich in den 1980er Jahren vorwiegend dem Theater verschrieb. Mit Rainer Kaufmanns Einer meiner ältesten Freunde kehrte er zum Film zurück und legte mit dieser Rolle den Grundstein für sein heutiges Wirken. In Charakterrollen unterschiedlicher Genres wirkte er unter anderem in Irren ist männlich von Sherry Hormann, Farland von Michael Klier, Die innere Sicherheit von Christian Petzold und in Vier Minuten von Chris Kraus mit.


Einen Ausflug nach Hollywood machte er mit der Rolle des Milan Sova in Rob Cohens Triple X. Für seine Rolle als Gutsverwalter in Chris Kraus’ Spielfilm Poll (2010) wurde er 2011 mit dem Deutschen Filmpreis für die beste männliche Nebenrolle ausgezeichnet.[2]


Seit 2008 ist Müller neben Felix Klare als Tatort-Kommissar des SWR in Stuttgart als Hauptkommissar Thorsten Lannert zu sehen. Er ist der Nachfolger von Dietz-Werner Steck, der von 1992 bis 2007 Kommissar Ernst Bienzle verkörperte.


Neben der Schauspielerei begeistert sich Müller für den Motorsport. Er fährt Autorennen mit einer internationalen C-Lizenz,[3] so trat er im Rahmen des Porsche Cups zwischen 2011 und 2013 in einem Porsche 911 GT3 an.[4] Daneben war er 2011 und 2014 Experte im Rahmen der Eurosportübertragung der 24 Stunden von Le Mans.[5]


Seit 2012 präsentiert er regelmäßig Episoden des Reiseformats „Das ist mein....“ des TV-Senders n-tv.


Außerdem engagiert sich Müller für die ARCHE IntensivKinder als Botschafter.[6] Er wurde am 6. Mai 2017 mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für sein soziales Engagement ausgezeichnet.[7]



Filmografie (Auswahl) |



  • 1979: Die große Flatter

  • 1980: Die Seiltänzer (Fernsehserie)

  • 1981: Jetzt und alles

  • 1981: Tatort – Schattenboxen

  • 1982: Wer spinnt denn da, Herr Doktor?

  • 1982: Der Mann auf der Mauer

  • 1982: Sei zärtlich, Pinguin

  • 1982: Kamikaze 1989

  • 1984: Pogo 1104

  • 1984: Das Arche Noah Prinzip

  • 1985: Der Alte – Wiederholungstäter

  • 1986: Der Junge mit dem Jeep

  • 1986: Der Fahnder – Auf eigene Faust

  • 1988: Die Stimme

  • 1990: Rosamunde

  • 1991: Derrick – Störungen in der Lust zu leben (Fernsehserie)

  • 1991: The Wonderbeats

  • 1991: Tatort – Tödliche Vergangenheit

  • 1991: Mit tödlicher Sicherheit

  • 1992: Eurocops – Doppelleben

  • 1992: Derrick – Ein merkwürdiger Privatdetektiv

  • 1993: Die Denunziantin

  • 1993: Ein Fall für zwei – Gelegenheit macht Mörder (Fernsehserie)

  • 1993: Three Shake-a-Leg to Heaven

  • 1993: Die Männer vom K3 (Fernsehreihe)

  • 1994: Derrick – Das Thema

  • 1994: Unschuldsengel

  • 1994: Svens Geheimnis

  • 1996: Cuba Libre

  • 1996: Sexy Sadie

  • 1996: Irren ist männlich

  • 1996: Das Superweib

  • 1997: Das Leben ist eine Baustelle

  • 1997: Die Apothekerin

  • 1998: Die Beischlafdiebin

  • 1999: Ein großes Ding

  • 1999: Rote Glut

  • 1999: Stunde des Wolfs

  • 2000: Fandango

  • 2000: Die innere Sicherheit

  • 2001: Liebe und Verrat

  • 2002: Die Affäre Semmeling

  • 2002: xXx – Triple X

  • 2003: Tigermännchen sucht Tigerweibchen[8]

  • 2003: Unsre Mutter ist halt anders (Fernsehfilm)

  • 2004: Allein

  • 2004: Farland

  • 2004: Die Kirschenkönigin

  • 2005: Am Tag als Bobby Ewing starb

  • 2006: Nicht alle waren Mörder

  • 2006: Rose unter Dornen

  • 2006: Vier Minuten

  • 2006: Die Wolke

  • 2006: Blackout – Die Erinnerung ist tödlich (Fernsehserie)

  • 2006: Der Kriminalist – Mördergroupie

  • 2006: Das Duo – Unter Strom

  • 2007: Noch ein Wort und ich heirate dich!

  • 2007: Die Schatzinsel

  • 2007: GSG 9 – Ihr Einsatz ist ihr Leben – Außer Kontrolle (Fernsehserie, Folge 01x10)

  • 2007: Doppelter Einsatz – Überdosis Warten

  • seit 2008: Tatort als KHK Thorsten Lannert, einzelne Folgen siehe Lannert und Bootz

  • 2008: Der Froschkönig

  • 2009: Schatten der Gerechtigkeit

  • 2010: Krimi.de – Netzangriff

  • 2010: Poll

  • 2011: Vermisst – Alexandra Walch, 17 (Fernsehfilm)

  • 2012: Die Schwarzen Brüder

  • 2012: Anleitung zum Unglücklichsein

  • 2012: Die Vampirschwestern

  • 2013: Schlussmacher

  • 2013: Willkommen im Club

  • 2013: Spieltrieb

  • 2014: Die Seelen im Feuer

  • 2014: Ein todsicherer Plan

  • 2014: Die Vampirschwestern 2

  • 2017: Anne und der König von Dresden (Romantikkomödie)

  • 2017: Zaun an Zaun (Fernsehfilm)



Theater (Auswahl) |


  • 1979: Pfalztheater -

Revolte im Erziehungshaus von Peter Martin Lampel


  • 1986–1988: Freie Volksbühne Berlin

Gerettet von Edward Bond
(Inszenierung: Hans Neuenfels)


Emilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing (Inszenierung: Hans Neuenfels)


Im Dickicht der Städte von Bert Brecht


  • 1989–1990: Schauspiel Frankfurt

1918 von Lion Feuchtwanger
(Inszenierung: Einar Schleef)


King Lear von Shakespeare
(Inszenierung: Robert Wilson)


Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil von Goethe
(Inszenierung: Einar Schleef)


  • 2009: Kammertheater Karlsruhe

Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand (Inszenierung: Christian Nickel)


  • 2013 bis heute:

Rain Man von Dan Gordon (Inszenierung: Christian Nickel)


  • 2016: Bad Hersfelder Festspiele – Hexenjagd (Inszenierung: Dieter Wedel)[9]


Weblinks |



 Commons: Richy Müller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Richy Müller in der Internet Movie Database (englisch)



  • Richy Müller bei filmportal.de



  • Richy Müller bei Bayern 3 – Stars & Hits. Audio-Interview vom 9. März 2008


Einzelnachweise |



  1. Der Film-Arbeiter. In: Der Tagesspiegel vom 12. Juli 2003


  2. vgl. Deutscher Filmpreis für «Vincent will Meer» (Memento vom 11. April 2011 im Internet Archive) bei sueddeutsche.de, 8. April 2011


  3. Schauspieler Richy Müller zu Gast bei Porsche auf dem Nürburgring


  4. Richy Müller: Tatort und Porsche sind längst nicht alles


  5. Richy Müller Experte bei Eurosport. (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pitwalk.de


  6. „Tatort-Kommissar Richy Müller neuer Botschafter“


  7. Mannheimer Schauspieler in der alten Heimat ausgezeichnet. In: Rhein-Neckar-Zeitung vom 8. Mai 2017. Abgerufen am 30. November 2017.


  8. Tigermännchen sucht Tigerweibchen (2003). In: IMDb. Abgerufen am 7. Februar 2017. 


  9. hessenschau.de: Bad Hersfelder Festspiele festlich eröffnet „Hexenjagd“ zum Auftakt. In: hessenschau.de. 25. Juni 2016. Abgerufen am 25. Juni 2016.













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