Willmenrod
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
Landkreis: | Westerwaldkreis | |
Verbandsgemeinde: | Westerburg | |
Höhe: | 305 m ü. NHN | |
Fläche: | 3,63 km2 | |
| Einwohner: | 647 (31. Dez. 2017)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 178 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 56459 | |
Vorwahl: | 02663 | |
Kfz-Kennzeichen: | WW | |
Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 312 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Neumarkt 1 56457 Westerburg | |
Website: | ||
Ortsbürgermeister: | Günter Weigel | |
| Lage der Ortsgemeinde Willmenrod im Westerwaldkreis | ||
Willmenrod im Westerwald ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis im Nordosten von Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Westerburg an.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Geographische Lage
1.2 Geologie
1.3 Nachbarorte
1.4 Klima
2 Geschichte
3 Religion
4 Politik
4.1 Gemeinderat
4.2 Wappen
5 Kultur und Sehenswürdigkeiten
5.1 Vereine
6 Persönlichkeiten
6.1 Ehrenbürger
6.2 Söhne und Töchter der Gemeinde
7 Verkehr
8 Weblinks
9 Einzelnachweise
Geographie |
Geographische Lage |
Willmenrod liegt im Tal des Elbbachs zwischen dem 475 m hohen Watzenhahn und dem Stromberg mitten im Westerwald.
Geologie |
Die Landschaft ist geprägt durch Basalt- und Tonvorkommen. Bis nach dem Krieg wurde in Willmenrod Basalt abgebaut und vor Ort unter anderem zu Splitt und Schotter gebrochen. 120 ha des Gemeindegebietes bestehen aus Wald.
Nachbarorte |
- Im Norden: Sainscheid und Westerburg
- Im Osten: Wengenroth und Berzhahn
- Im Süden: Girkenroth und Dorndorf
- Im Westen: Weltersburg und Guckheim
Klima |
Es herrscht hier ein gemäßigtes Klima. Im Winter hält sich der Schnee in Grenzen, im Sommer ist es nur selten unerträglich heiß und wenn es stürmt, halten die beiden Bergrücken den Wind von der Ortslage ab.
Geschichte |
Willmenrod wurde 1212 erstmals als Wernbolderode urkundlich erwähnt. Seit 1712 hat es den heutigen Namen.
Willmenrod gehörte bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Herrschaft Westerburg und kam 1806 im Zuge der Bildung des Rheinbunds unter Napoleon zum Großherzogtum Berg. 1813 kam Willmenrod vorübergehend an das Haus Oranien-Nassau und infolge des Wiener Kongresses 1815 an das Herzogtum Nassau.[2] Unter der nassauischen Verwaltung gehörte die Gemeinde Willmenrod zur Standesherrschaft Leiningen-Westerburg im Amt Rennerod.[3] Im Jahr 1858 lebten in Willmenrod 118 Familien und 477 Einwohner. 1866 kam das Herzogtum Nassau und damit auch Willmenrod zum Königreich Preußen.
Im Jahr 1805 ist fast ganz Willmenrod einem Großbrand zum Opfer gefallen. Durch die damalige Art die Dächer mit Stroh zu decken und die enge Bauweise der Häuser war eine solche Katastrophe nahezu unvermeidlich.
Durch seine Lage am Elbbach und das hier vorhandene starke Gefälle war es möglich fünf Mühlen im Ort zu betreiben.
- Bevölkerungsentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Willmenrod, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]
|
|
Religion |
Die Bevölkerung in Willmenrod ist überwiegend evangelisch.
Politik |
Gemeinderat |
Der Gemeinderat in Willmenrod besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen. 2004 fand eine Mehrheitswahl statt.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]
| Wahl | WfW | WG Pro | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 2014 | 7 | 5 | 12 Sitze |
| 2009 | 8 | 4 | 12 Sitze |
| 2004 | Mehrheitswahl | 12 Sitze | |
- WfW = Wir für Willmenrod e. V.
- WG Pro = Wählergruppe Pro Willmenrod e. V.
Wappen |
Wappenbegründung: Das Mühlrad steht für die ehemalige Bedeutung der fünf Mühlen. Die schräg gestellten Rauten stehen für das niederadlige Geschlecht derer von Willmenrod. Das blaue Wellenband steht für die besondere Bedeutung des Elbbaches. Die unterschiedlichen Farben stehen für die wechselnden Herrschaftsverhältnisse. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten |
Siehs Liste der Kulturdenkmäler in Willmenrod
Vereine |
Freiwillige Feuerwehr, Sportverein und Gemischter Chor
Persönlichkeiten |
Ehrenbürger |
- Eduard Hof (* 1937), 1966 bis 1994 Ortsbürgermeister
Söhne und Töchter der Gemeinde |
Der bekannteste Willmenroder Bürger war der Fernsehkoch Clemens Wilmenrod (1906–1967), der seinen Künstlernamen von dem Namen der Gemeinde ableitete und auf dem dortigen Friedhof beerdigt ist.
Verkehr |
- Willmenrod liegt zwischen den Bundesstraßen 8, 54 und 255. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Diez an der A 3 (Köln–Frankfurt am Main), etwa 18 Kilometer entfernt.
- Der Ort Willmenrod ist über den gleichnamigen Bahnhaltepunkt an die Eisenbahnstrecke Oberwesterwaldbahn (Limburg(Lahn)-Diez Ost-Westerburg-Nistertal/Bad Marienberg-Hachenburg-Altenkirchen (Westerwald)-Au (Sieg)-Betzdorf(Sieg)-Siegen-Kreuztal) angebunden, auf welcher die Züge der Regionalbahnlinie RB 90 (Westerwald-Sieg-Bahn) der Hessischen Landesbahn HLB, Geschäftsbereich Dreiländerbahn nach dem Rheinland-Pfalz-Takt im Stundentakt in beide Richtungen verkehren.
- Am ca. 3 km entfernt gelegenen Busbahnhof am Bahnhof Westerburg besteht zudem Anschluss an Regionalbuslinien in Richtung Montabaur, Rennerod und Bad Marienberg.
Weblinks |
- Website von Willmenrod
- Ortsgemeinde Willmenrod auf den Seiten der Verbandsgemeinde Westerburg
- Gudrun Fünter: Willmenrod - Ein Ortsporträt
Einzelnachweise |
↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
↑ Annalen des Vereins für Nassauische Alterthumskunde und Geschichtsforschung, Band 10, 1870, S. 321 (Google Books)
↑ Staats- und Adreß-Handbuch des Herzogthums Nassau für das Jahr 1859, S. 118 (www.dilibri.de)
↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
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