Burgos


































Gemeinde Burgos
Wappen
Karte von Spanien

Wappen von Burgos

Burgos (Spanien)


Finland road sign 311.svg


Basisdaten

Autonome Gemeinschaft:

KastilienleonKastilien und León Kastilien und León

Provinz:

Burgos

Comarca:
Alfoz de Burgos

Koordinaten

42° 21′ N, 3° 42′ W42.35-3.7856Koordinaten: 42° 21′ N, 3° 42′ W

Höhe:

856 msnm

Fläche:
107,08 km²

Einwohner:
175.623 (1. Jan. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
1.640,11 Einw./km²
Gründung:
884

Postleitzahl:
09001 – 09007

Gemeindenummer (INE):
09059 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung

Bürgermeister:
Javier Lacalle Lacalle (PP)

Website:

www.aytoburgos.es

Burgos ist die Hauptstadt der Provinz Burgos der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León (Castilla y León). Sie liegt 856 m über dem Meeresspiegel am Jakobsweg nach Santiago de Compostela.
Burgos hat ein ausgesprochen kontinentales, trockenes Klima. Die Winter sind kalt und die Sommer heiß.




Kathedrale von Burgos




Doppel-Türme der Kathedrale von Burgos




Brunnen vor der Kathedrale




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Name


  • 2 Geschichte


  • 3 Wirtschaft


  • 4 Städtepartnerschaften


  • 5 Gastronomie


  • 6 Persönlichkeiten


  • 7 Bilder


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise




Name |


Es gibt mehrere Erklärungen für den Ursprung des Ortsnamens Burgos. Die meisten weisen auf das lateinische Burgus, das vom griechischen Πύργος/pyrgos gebildet wurde und Turm, Wachturm oder Burgberg bedeutet. Andere leiten den Stadtnamen aus dem deutschen borg, dt. Berg herab. Guadix fügt mit arabisch بورجوا/burgo (dt. Haus) einen möglichen arabischen Ursprung hinzu. Vegetius leitet den Namen von bergus, burgus ab, was kleine Burg bedeutet. Schließlich ist die Rede von einer Burg, die zum Synonym der sich daraus entwickelnden Stadt wurde. Ähnliche Etymologie hat auch der Name der bulgarischen Stadt Burgas.[2]


Vereinzelt wurde die Stadt auch Burgas genannt.[3]



Geschichte |


Erste Siedlungsspuren auf der die Stadt beherrschenden Hügelkette von San Miguel stammen aus dem Neolithikum, die erste dauerhafte Besiedlung bildete ein Oppidum aus der Eisenzeit (700 – 500 v. Chr.), das sich an der Stelle der heutigen Burgruine befand. Die Burg wurde 884 auf Befehl König Alfons III. von Asturien als wichtige Befestigung im Kampf gegen die Mauren errichtet. Burgos stieg im 11. Jahrhundert zur Krönungsstadt der Könige von Kastilien auf, was ihre besondere Bedeutung unterstreicht. Aus ihrer Nachbarschaft stammte auch der bekannte spanische Held des 11. Jahrhunderts, Rodrigo Díaz de Vivar, genannt El Cid, der mit seiner Frau Jimena in der Kathedrale von Burgos begraben liegt, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurde. Außer diesem prächtigen gotischen Kirchengebäude aus dem 13. bis 16. Jahrhundert und einem sehenswerten alten Stadttor ist vor allem das Kloster Las Huelgas hervorzuheben, das König Alfons VIII. von Kastilien im Jahre 1187 gründete. Neben zahlreichen Königsgräbern befinden sich dort auch noch von den Mauren eroberte Banner aus der Schlacht bei Las Navas de Tolosa im Jahr 1212, einer der entscheidenden Schlachten der Reconquista.


Während des Spanischen Bürgerkriegs war Burgos die Basis von General Francos nationalistischer Regierung.


Bei einem Bombenanschlag am 29. Juli 2009 wurden vor einer Polizeikaserne gegen 4 Uhr Dutzende Menschen verletzt und umliegende Häuser schwer beschädigt.[4] Der Anschlag wurde mit einem mit Sprengstoff präparierten Fahrzeug verübt und wird der Eta zugeschrieben.[4]


Burgos ist auch eine wichtige Station auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.



Wirtschaft |


Seit dem Mittelalter ist Burgos ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum im Norden Spaniens. Im zwanzigsten Jahrhundert gab es eine starke Industrialisierung, besonders mit der Schaffung großer Industriegebiete in den 70er Jahren. Heute ist Burgos eine vorwiegend industrielle Stadt, aber der wachsende Dienstleistungsbereich hat Belegung und Entwicklung erhöht. In Burgos sind einige der Unternehmen mit dem höchsten Umsatz von Kastilien und Leon angesiedelt, etwa Grupo Antolin, Campofrío oder San Miguel. Der Werkzeugmaschinenbauer Nicolás Correa hat in Burgos seinen Hauptsitz.


Zwischen Burgos und Vitoria liegt das mittlerweile stillgelegte Kernkraftwerk Santa María de Garoña.



Städtepartnerschaften |



  • BelgienBelgien Brügge (Belgien), 2007


Gastronomie |


In Burgos erhältlich ist eine Blutwurst Morcilla de Burgos, die aus Blut, Fett und Reis hergestellt wird. Der Queso de Burgos ist ein Frischkäse aus Schafmilch.



Persönlichkeiten |



  • Abner von Burgos (1270–1347), Arzt und Philosoph


  • Pedro de Lerma (* um 1461 in Burgos, † 1541 in Paris), Theologe und erster Kanzler der Universität Alcalá


  • Francisco de Vitoria OP (* um 1483 in Burgos, Spanien; † 12. August 1546 in Salamanca), Begründer der Schule von Salamanca.


  • Francisco de Enzinas (* um 1518 in Burgos, † 1552 in Straßburg), Humanist


  • Diego de Enzinas (* um 1520 in Burgos, † 1547 in Rom), Protestant


  • Alonso de Salazar y Frías (* um 1564 in Burgos, † 1635 in Madrid), Kirchenrechtler, Priester und Inquisitor


  • Julián Oñate (1840–1899), Kunstmaler


  • Regino Sáinz de la Maza (1896–1981), Gitarrist und Komponist


  • Eduardo Sáinz de la Maza (* 1908), Gitarrist und Komponist


  • Rafael Frühbeck de Burgos (1933–2014), Dirigent


  • Beatriz Preciado (* 1970 in Burgos), Philosophin und Queer-Theoretikerin


  • Francisco Javier Abad (* 1981), Mittelstreckenläufer


  • Juan Mata (* 1988 in Burgos), Fußballprofi


  • Diego Rico (* 1993 in Burgos), Fußballprofi


Bilder |



Weblinks |



 Commons: Burgos (ciudad) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

  • Ausführliche Stadtbeschreibung


  • Offizielle Seite der Stadtverwaltung (span.)

  • Burgos bei alles über Spanien


Einzelnachweise |



  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).



  2. Sergio Zamora: El origen del español. El Castellano, 1999, archiviert vom Original am 3. September 2014; abgerufen am 1. September 2010 (spanisch). 



  3. Gonzalo Torrente Ballester: Santiago de Compostela: Ein Pilgerlesebuch, Ludwig Verlag, 2007, ISBN 9783937719542S. 86


  4. ab Dutzende Verletzte bei Bombenanschlag in Spanien. Spiegel Online GmbH, abgerufen am 29. Juli 2009.  Viele Verletzte nach Anschlag in Nordspanien. ZEIT ONLINE GmbH, abgerufen am 29. Juli 2009. 


Muszla Jakuba.svg

Navigationsleiste Jakobsweg „Camino Francés“


← Vorhergehender Ort: Villafría 7,8 km | Burgos | Nächster Ort: Villalvilla 7 km →


.mw-parser-output div.NavFrameborder:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center.mw-parser-output div.NavPicfloat:left;padding:2px.mw-parser-output div.NavHeadbackground-color:#EAECF0;font-weight:bold.mw-parser-output div.NavFrame:afterclear:both;content:"";display:block.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFramemargin-top:-1px.mw-parser-output .NavTogglefloat:right;font-size:x-small


 














Popular posts from this blog

Kleinkühnau

Makov (Slowakei)

Peter Parker: The Spectacular Spider-Man #308