Der Landkreis Rastatt ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Mittlerer Oberrhein im Regierungsbezirk Karlsruhe. Verwaltungssitz ist Rastatt.
Inhaltsverzeichnis 1 Geografie 1.1 Lage 1.2 Nachbarkreise 1.3 Flächenaufteilung 1.4 Schutzgebiete 2 Geschichte 3 Einwohnerentwicklung 4 Politik 4.1 Kreistag 4.2 Landrat 4.3 Wappen 4.4 Kreispartnerschaften 5 Wirtschaft und Infrastruktur 5.1 Verkehr 5.2 Kreiseinrichtungen 6 Gemeinden 7 Gemeinden vor der Kreisreform 8 Kfz-Kennzeichen 9 Literatur 10 Weblinks 11 Einzelnachweise Geografie | Lage |
Blick vom Hohloh über das Murgtal zur Oberrheinischen Tiefebene
Der Landkreis Rastatt hat Anteil an der Oberrheinischen Tiefebene im Westen, am Nordschwarzwald im Osten sowie an der Vorbergzone an deren Übergang. Die stark bewaldete Mittelgebirgslandschaft des mittleren und unteren Murgtals bildet den östlichen Teil des Kreises. Die höchste Erhebung des Landkreises Rastatt ist der Hohe Ochsenkopf, dessen Gipfel 1054 m über dem Meer aufragt. Die höchste Erhebung des Nordschwarzwalds, die Hornisgrinde, liegt nur wenige Kilometer südlich der Kreisgrenze. Bei Au am Rhein verlässt der Rhein das Kreisgebiet auf einer Höhe von etwa 105 m über dem Meer.
Nachbarkreise | Der Landkreis Rastatt grenzt, im Uhrzeigersinn im Norden beginnend, an die Landkreise Germersheim (in Rheinland-Pfalz), Karlsruhe, Calw, Freudenstadt und den Ortenaukreis sowie an Frankreich mit den dortigen Arrondissements Haguenau und Wissembourg innerhalb des Départements Bas-Rhin, wobei der Rhein im Westen die natürliche Grenze zu Frankreich und zu Rheinland-Pfalz bildet. Der Stadtkreis Baden-Baden bildet mit einer Fläche von 140,2 km² eine große und drei kleine Enklaven, die vollständig innerhalb des Kreisgebiets liegen. Andererseits hat der Landkreis drei kleine Exklaven im Stadtkreis Baden-Baden. Die größte von diesen beherbergt den Waldenecksee, die kleinste das ehemalige Kloster Fremersberg.
Flächenaufteilung | Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2015.[2]
Schutzgebiete | → Hauptartikel : Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Rastatt und Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Rastatt
Der 2014 eingerichtete Nationalpark Schwarzwald liegt mit einem Fünftel seiner Fläche im Höhengebiet der Kreisgemeinden Forbach und Bühl. Der Landkreis Rastatt besitzt 29 Naturschutzgebiete. Nach der Schutzgebietsstatistik der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) stehen 4026,61 Hektar der Kreisfläche unter Naturschutz, das sind 5,45 Prozent. Die 26 Landschaftsschutzgebiete im Landkreis sind zusammen 22.600 Hektar groß und nehmen damit über 30 Prozent des Kreisgebiets ein.[3]
Geschichte | Der Landkreis Rastatt geht zurück auf das alte Oberamt bzw. Bezirksamt Rastatt, das zunächst als Stadtamt sowie Erstes Landamt, später als Stadt- und Erstes Landamt sowie Zweites Landamt bestand, 1815 jedoch zum Oberamt Rastatt vereinigt wurde. Im Laufe der Geschichte wurde das spätere Bezirksamt Rastatt mehrmals verändert. So nahm es 1872 die Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Gernsbach sowie 1924 einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamtes Baden auf. 1939 wurde das Bezirksamt Rastatt in Landkreis Rastatt umbenannt. Die Gemeinden des heutigen Kreisgebiets gehörten jedoch seit dem 19. Jahrhundert neben den bereits genannten Bezirksämtern Baden und Gernsbach auch zu den Bezirksämtern Achern und Bühl. Nach 1939 gab es im heutigen Kreisgebiet jedoch nur noch die beiden Landkreise Rastatt und Bühl. Gleichzeitig wurde der Stadtkreis Baden-Baden errichtet.
Bei der Kreisreform wurde der (alte) Landkreis Rastatt am 1. Januar 1973 mit den meisten Gemeinden des Landkreises Bühl, drei Gemeinden des Landkreises Kehl und der ehemals württembergischen Gemeinde Loffenau des Landkreises Calw zum neuen Landkreis Rastatt vereinigt.[4] Der Stadtkreis Baden-Baden blieb erhalten, wenngleich bereits in den 1950er Jahren versucht wurde, diesen wieder in den Landkreis zu integrieren. Baden-Baden blieb jedoch kreisfrei und ist somit heute der kleinste Stadtkreis in Baden-Württemberg.
Bereits am 1. Januar 1972 wurde Ebersteinburg an den Stadtkreis Baden-Baden abgetreten. Am 1. April 1972 kam Waldprechtsweier zum Landkreis Karlsruhe. Am selben Tag wurde die Trennung Moosbronns aufgehoben. Der bis dahin zur Gemeinde Bernbach im Landkreis Calw gehörende Anteil des Ortes wurde in die Stadt Gaggenau und damit den Landkreis Rastatt eingegliedert (siehe auch: Territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810).
Am 1. Januar 1974 wurde Haueneberstein der Stadt Baden-Baden überlassen. Am 1. Januar 1975 folgte Sandweier. Am 1. Januar 1977 wurde der Ort Schönmünzach von Forbach nach Baiersbronn (Landkreis Freudenstadt) umgemeindet.
Der Landkreis Rastatt umfasst nach Abschluss der Gemeindereform noch 23 Gemeinden, darunter sechs Städte und hiervon wiederum drei Große Kreisstädte (Bühl, Gaggenau und Rastatt). Größte Stadt ist Rastatt, kleinste Gemeinde ist Weisenbach.
Einwohnerentwicklung | Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).
Datum Einwohner 31. Dezember 1973 189.637 31. Dezember 1975 188.535 31. Dezember 1980 189.114 31. Dezember 1985 190.062 25. Mai 1987 ¹ 194.603
Datum Einwohner 31. Dezember 1990 204.571 31. Dezember 1995 218.982 31. Dezember 2000 223.328 31. Dezember 2005 228.408 31. Dezember 2010 226.789 31. Dezember 2015 227.474
Politik |
Das Landratsamt in Rastatt
Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.
Kreistag | Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben.
Sitzverteilung im Kreistag
Insgesamt 64 Sitze
SPD: 12 Grüne: 7 FuR: 1 FW: 15 FDP: 2 CDU: 24 AfD: 3 Parteien und Wählergemeinschaften % 2014 [5] Sitze 2014 % 2009 [6] Sitze 2009 % 2004 [7] Sitze 2004 [8] % 1999 Sitze 1999 % 1994 Sitze 1994 % 1989 Sitze 1989 Kreistagswahl 2014
Wahlbeteiligung: 51,54 %
37,8 %
22,5 %
18,9 %
10,5 %
4,3 %
3,60 %
2,0 %
0,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
-2,3 %p
+2,7 %p
-2,2 %p
+0,7 %p
+4,3 %p
-3,60 %p
+0,1 %p
+0,4 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands37,8 24 40,1 28 46,6 32 48,0 32 41,5 29 41,6 29 FW Freie Wähler22,5 15 19,8 14 - - - - - - - - WG Wählervereinigungen- - - - 19,3 13 15,6 10 16,0 11 16,6 10 SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands18,9 12 19,8 14 20,9 14 26,3 16 27,5 18 25,9 16 GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen10,5 7 9,8 6 7,8 5 4,7 3 7,9 5 7,8 5 AfD Alternative für Deutschland4,3 3 – – - - - - - - - - FDP Freie Demokratische Partei3,6 2 7,2 4 4,9 3 4,1 2 4,6 2 4,2 2 FuR Für unser Rastatt2,0 1 1,9 1 - - - - - - - - Piraten Piratenpartei0,4 - – – - - - - - - - - REP Die Republikaner- - – – - - 1,3 - 2,5 1 3,9 2 Sonst. Sonstige- - – – 0,6 - - - - - - - gesamt 100,0 64 100,0 67 100,0 67 100,0 63 100,0 66 100,0 64 Wahlbeteiligung 46,9 % 48,7 % 49,4 % 53,1 % 66,6 % 63,9 %
WG: Wählervereinigungen, da sich die Ergebnisse von 1989 bis 2004 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lassen. Landrat | Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von acht Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagessitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Die Landräte des Landkreises Bühl seit 1945:
1946–1951: Edwin Grüninger 1951–1971: Erwin Trippel 1971–1972: Josef Großmann Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Bezirksamts bzw. Landkreises Rastatt seit 1803:
1803–1815: Josef Bendikt Spinner (1810–1815 beim Stadt- und Ersten Landamt) 1810–1815: Johann Baptist Schafheitlin (beim Zweiten Landamt) 1815–1816: Josef Odenwald 1816–1819: Emmerich Wilhelm Kirn 1819–1832: Karl Müller 1832–1844: Friedrich Theodor Schaaff (1848 Mitglied des Vorparlaments) 1844–1850: Gottlieb Friedrich Lang 1850:–1850 Adolf Schütt 1850–1855: Rudolf Graf von Hennin 1856–1871: Ludwig Schaible 1872–1874: Eduard Engelhorn 1874–1886: Karl Richard 1886–1889: Max Föhrenbach 1889–1891: Otto Beck 1891–1899: Albert Muth 1899–1908: Oskar Frech 1908–1919: Karl Hoerst 1919–1924: Julius Guth-Bender 1924–1934: Alfred Tritscheler 1935–1938: Karl Müller 1938–1945: Paul Baer 1945–1947: Pius Uhrig 1947–1956: Cuno Wilderich 1956–1972: Erwin Burkard, CDU 1973–1989: Erich Würfel 1989–2005: Werner Hudelmaier, CDU seit 2005: Jürgen Bäuerle, CDU Wappen |
Früheres Wappen des Landkreises Rastatt
Das Wappen des Landkreises Rastatt zeigt in geviertem Schild: 1 in Gold eine rote Weinleiter, 2 in Blau eine goldene Traube, 3 in Blau eine blau besamte, gefüllte goldene Rose mit grünen Kelchblättern, 4 in Gold ein roter Schrägbalken. Das Wappen wurde am 24. Mai 1974 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen.
Die Wappenbilder symbolisieren zum einen die ehemaligen Herrschaften im Kreisgebiet, die Grafen von Eberstein („Ebersteinische Rose“) und die Markgrafen von Baden (roter Schrägbalken), zum anderen handelt es sich um wirtschaftliche Symbole (Traube und Weinleiter), die für den Obst- und Weinbau im Landkreis stehen. Die Weinleiter ist auch im Wappen der Kreisstadt Rastatt enthalten.
Der alte Landkreis Rastatt hatte vor 1973 ein anderes Wappen. Dieses zeigte in Gold einen roten Schrägbalken, begleitet oben von einer roten Weinleiter und unten von einer roten heraldischen Rose mit blauem Butzen und grünen Kelchblättern. Dieses Wappen, das vom Innenministerium Baden-Württemberg am 23. März 1964 verliehen worden war, führte somit zum Großteil bereits die Symbole des heutigen Wappens, lediglich die Weintraube wurde im neuen Wappen beigefügt.
Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Rastatt
Kreispartnerschaften | Der Landkreis Rastatt unterhält seit 1968 eine Partnerschaft mit der Stadt Vantaa in Finnland und seit 1996 mit der Provinz Pesaro und Urbino in Italien.
Wirtschaft und Infrastruktur |
Mercedes-Benz-Werk Gaggenau
Anflug auf den Baden Airpark im September 2009, rechts im Hintergrund das Werk Rastatt der Daimler AG
Von den 79.653 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Arbeitnehmern im Landkreis waren im Jahr 2007 40.754 im verarbeitenden Gewerbe tätig. Größter Arbeitgeber ist die Daimler AG mit großen Werken in Rastatt und Gaggenau, die zusammen etwa 13.000 Beschäftigte haben. Der Landkreis Rastatt ist Mitglied im Verband Technologieregion Karlsruhe .
Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Rastatt Platz 106 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „Zukunftschancen“.[9]
Verkehr | Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 5 Basel–Karlsruhe, mehrere Bundesstraßen, darunter die B 3 Basel–Karlsruhe, die B 36, die B 500 (beginnend an der Rheinstaustufe Iffezheim, von der Bühlerhöhe bis zum Kurhaus Sand als Schwarzwaldhochstraße ) und die B 462 (Schwarzwald-Tälerstraße ). Zahlreiche Landes- und Kreisstraßen erschließen ferner das Kreisgebiet.
Ein wichtiger Bahnknotenpunkt ist Rastatt (Rheinbahn, Rheintalbahn und Murgtalbahn in Richtung Freudenstadt). Das Kreisgebiet ist auch erschlossen durch das Netz der Stadtbahn Karlsruhe. Drei Linien führen von Karlsruhe kommend über Bühl nach Achern, Baden-Baden und Forbach. Die Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel führt durch die Rheinebene im Landkreis. Bei Rastatt soll zukünftigVorlage:Zukunft/In 3 Jahren der 4270 Meter lange Tunnel Rastatt den Durchgangsverkehr auf der Strecke aufnehmen. Der Anstich zum Bau der zwei Röhren erfolgte im Jahr 2016.
Ferner liegt auf dem Kreisgebiet (Gemeinde Rheinmünster, Ortsteil Söllingen) der Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden (Baden-Airpark ), der mit etwa einer Million Fluggästen im Jahr der zweitgrößte Verkehrsflughafen Baden-Württembergs und einer der größten Regionalflughäfen Deutschlands ist.
Kreiseinrichtungen | Der Landkreis Rastatt ist Schulträger des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums Durmersheim, folgender Beruflichen Schulen: Gewerbeschule Bühl, Gewerbeschule Gaggenau – Carl-Benz-Schule –, Gewerbeschule Rastatt – Josef-Durler-Schule –, Gewerbeschule Gernsbach – Papiermacherschule – mit Papiermacherzentrum, Handelslehranstalt (Kaufmännische Schule) Bühl, Handelslehranstalt (Kaufmännische Schule) Gernsbach, Handelslehranstalt (Kaufmännische Schule) Rastatt, Elly-Heuss-Knapp-Schule (Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Schule) Bühl und Anne-Frank-Schule (Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Schule) Rastatt ferner folgender Sonderschulen: Rheintalschule (Förderschule) Bühl, Hildaschule (Förderschule) Durmersheim, Erich-Kästner-Schule (Förderschule) Gaggenau, Augusta-Sibylla-Schule (Förderschule) Rastatt, Pestalozzi-Schule für Körper- und Geistigbehinderte Rastatt und Astrid-Lindgren-Schule für Sprachbehinderte Iffezheim mit Schulkindergarten. Außerdem unterhält der Landkreis Rastatt ein Kreismedienzentrum, das Medienzentrum Mittelbaden, das im gesetzlichen Auftrag Dienstleistungen für die Schulen im Stadtkreis Baden-Baden und Landkreis Rastatt wahrnimmt.
Der Landkreis Rastatt ist zusammen mit der Stadt Baden-Baden Gesellschafter der Klinikum Mittelbaden gGmbH mit Sitz in Baden-Baden. Diese führt die Stadtklinik Baden-Baden sowie die Kliniken und Pflegeeinrichtungen des Landkreises Rastatt und zwar die Kreiskrankenhäuser Bühl, Forbach und Rastatt, die Klinik für Geriatrische Rehabilitation Gernsbach, das Alters- und Pflegeheim Kuppenheim, das Erich-Burger-Heim Bühl, das Kreispflegeheim Hub und die beiden Pflegeheime Schafberg in Lichtental und Theresienheim Baden-Baden.
Gemeinden | (Einwohner am 31. Dezember 2017[10] )
Städte
Bühl, Große Kreisstadt (29.000) Gaggenau, Große Kreisstadt (29.615) Gernsbach (14.146) Kuppenheim (8276) Lichtenau (4999) Rastatt, Große Kreisstadt (49.100)Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände
Gemeindeverwaltungsverband „Nachbarschaftsverband Bischweier-Kuppenheim“ mit Sitz in Kuppenheim; Mitgliedsgemeinden: Stadt Kuppenheim und Gemeinde Bischweier Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bühl mit der Gemeinde Ottersweier Gemeindeverwaltungsverband Durmersheim mit Sitz in Durmersheim; Mitgliedsgemeinden: Au am Rhein, Bietigheim, Durmersheim und Elchesheim-Illingen Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Gernsbach mit den Gemeinden Loffenau und Weisenbach Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Rastatt mit den Gemeinden Iffezheim, Muggensturm, Ötigheim und Steinmauern Gemeindeverwaltungsverband Rheinmünster-Lichtenau mit Sitz in Rheinmünster; Mitgliedsgemeinden: Stadt Lichtenau und Gemeinde Rheinmünster Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Sinzheim mit der Gemeinde HügelsheimWeitere Gemeinden
Au am Rhein (3295) Bietigheim (6385) Bischweier (3070) Bühlertal (8052) Durmersheim (12.255) Elchesheim-Illingen (3234) Forbach (4783) Hügelsheim (5189) Iffezheim (5139) Loffenau (2566) Muggensturm (6188) Ötigheim (4733) Ottersweier (6492) Rheinmünster (6876) Sinzheim (11.223) Steinmauern (3111) Weisenbach (2489)Gemeinden vor der Kreisreform | Vor der Kreisreform am 1. Januar 1973 und der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Rastatt seit 1938 insgesamt 45 Gemeinden, darunter die vier Städte Gaggenau, Gernsbach, Kuppenheim und die Kreisstadt Rastatt, die seit 1956 eine Große Kreisstadt ist.
Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Rastatt machte die Gemeinde Rotenfels, die sich am 1. Januar 1970 mit der Stadt Gaggenau vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1972 wurde Ebersteinburg in den Stadtkreis Baden-Baden und am 1. April 1972 Waldprechtsweier in die Gemeinde Malsch (Landkreis Karlsruhe) eingegliedert. Beide Gemeinden verließen somit den Landkreis Rastatt. Die noch verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Rastatt gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Rastatt auf, doch gab dieser am 1. Januar 1974 noch die Gemeinde Haueneberstein und am 1. Januar 1975 die Gemeinde Sandweier, die beide zum alten Landkreis Rastatt gehörten, an den Stadtkreis Baden-Baden ab.
Die größte Gemeinde des alten Landkreises Rastatt war die Große Kreisstadt Rastatt. Die kleinste Gemeinde war Freiolsheim.
Der alte Landkreis Rastatt umfasste zuletzt eine Fläche von 545 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 143.150 Einwohner.
In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Rastatt bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.
Datum Einwohner 17. Mai 1939 92.210 13. September 1950 93.027
Datum Einwohner 6. Juni 1961 119.131 27. Mai 1970 143.150
In der Tabelle stehen die Gemeinden des alten Landkreises Rastatt vor der Gemeindereform. Bis auf Waldprechtsweier, das infolge der Eingliederung nach Malsch zum Landkreis Karlsruhe kam, sowie die drei in den Stadtkreis Baden-Baden eingegliederten Gemeinden¹ gehören alle Gemeinden auch heute noch zum Landkreis Rastatt.[4]
Landkreis Rastatt vor der Kreisreform
frühere Gemeinde heutige Gemeinde Einwohner am 6. Juni 1961 Au am Rhein Au am Rhein 2.301 Au im Murgtal Weisenbach 716 Bermersbach Forbach 1.020 Bietigheim Bietigheim 4.596 Bischweier Bischweier 1.274 Durmersheim Durmersheim 6.351 Ebersteinburg¹Baden-Baden 950 Elchesheim Elchesheim-Illingen 1.140 Forbach Forbach 3.223 Freiolsheim Gaggenau 372 Gaggenau, StadtGaggenau 17.111 Gausbach Forbach 1.120 Gernsbach, StadtGernsbach 6.446 Haueneberstein¹Baden-Baden 2.305 Hilpertsau Gernsbach 1.076 Hörden Gaggenau 2.198 Hügelsheim Hügelsheim 1.195 Iffezheim Iffezheim 3.067 Illingen Elchesheim-Illingen 1.010 Kuppenheim, StadtKuppenheim 4.391 Langenbrand Forbach 1.032 Lautenbach Gernsbach 612 Michelbach Gaggenau 1.830 Muggensturm Muggensturm 4.052 Niederbühl Rastatt 1.911 Oberndorf Kuppenheim 635 Obertsrot Gernsbach 1.438 Oberweier Gaggenau 985 Ötigheim Ötigheim 3.147 Ottersdorf Rastatt 1.615 Plittersdorf Rastatt 1.906 Rastatt, Große KreisstadtRastatt 24.067 Rauental Rastatt 912 Reichental Gernsbach 1.089 Rotenfels Gaggenau 3.523 Sandweier¹Baden-Baden 2.368 Selbach Gaggenau 1.051 Söllingen Rheinmünster 708 Staufenberg Gernsbach 1.268 Steinmauern Steinmauern 1.820 Sulzbach Gaggenau 985 Waldprechtsweier Malsch 1.025 Weisenbach Weisenbach 1.789 Wintersdorf Rastatt 1.229 Würmersheim Durmersheim 846
Kfz-Kennzeichen | Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen RA zugewiesen.
Bis in die 1990er Jahre erhielten Fahrzeuge aus dem Altkreis Bühl Kennzeichen mit den Buchstabenpaaren LA bis ZZ und den Zahlen von 100 bis 999.
Seit dem 9. Dezember 2013 ist zusätzlich das Unterscheidungszeichen BH des Altkreises Bühl erhältlich.
Literatur | Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Landkreis Rastatt und Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (Hrsg.): Kreisbeschreibungen des Landes Baden-Württemberg – Der Landkreis Rastatt . Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002. 2 Bände, 1192 Seiten, ISBN 3-7995-1364-7 Kunst- und Kulturdenkmale im Landkreis Rastatt und in Baden-Baden , herausgegeben vom Landkreis Rastatt und der Stadt Baden-Baden, erschienen im Konrad-Theiss Verlag GmbH, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1599-5Ulrich Coenen: Die Baukunst der nördlichen Ortenau. Denkmäler in Bühl, Bühlertal, Ottersweier, Lichtenau, Rheinmünster und Sinzheim , Karlsruhe 1993, ISBN 3-927725-14-5 Weblinks | Commons: Landkreis Rastatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Offizielle Internetseite des Landkreises Kreiseigene Publikationen Literatur von und über Landkreis Rastatt im Katalog der Deutschen NationalbibliothekEinzelnachweise | ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu). ↑ Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung@1 @2 Vorlage:Toter Link/www.statistik-bw.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. ↑ Schutzgebietsstatistik der LUBW (Memento des Originals vom 20. Januar 2015 im Internet Archive ) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.lubw.baden-wuerttemberg.de Stand: 29. Oktober 2015 ↑ a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982 . W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 483 und 500 f . ↑ Ergebnis der Kreistagswahl 2014 ↑ Ergebnis der Kreistagswahl 2009 ↑ [1] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989–2009 ↑ [2] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989–2009 ↑ Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017 ; abgerufen am 23. März 2018 . Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu). .mw-parser-output div.BoxenVerschmelzenborder:1px solid #AAAAAA;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;padding-top:2px.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen div.NavFrameborder:none;font-size:100%;margin:0;padding-top:0.mw-parser-output div.NavFrameborder:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center.mw-parser-output div.NavPicfloat:left;padding:2px.mw-parser-output div.NavHeadbackground-color:#EAECF0;font-weight:bold.mw-parser-output div.NavFrame:afterclear:both;content:"";display:block.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFramemargin-top:-1px.mw-parser-output .NavTogglefloat:right;font-size:x-small
Landkreise und Stadtkreise in Baden-Württemberg
Alb-Donau-Kreis |Baden-Baden | Biberach | Bodenseekreis | Böblingen | Breisgau-Hochschwarzwald | Calw | Emmendingen | Enzkreis | Esslingen |Freiburg im Breisgau | Freudenstadt | Göppingen |Heidelberg | Heidenheim | Heilbronn (Land) |Heilbronn (Stadt) | Hohenlohekreis | Karlsruhe (Land) |Karlsruhe (Stadt) | Konstanz | Lörrach | Ludwigsburg | Main-Tauber-Kreis |Mannheim | Neckar-Odenwald-Kreis | Ortenaukreis | Ostalbkreis |Pforzheim | Rastatt | Ravensburg | Rems-Murr-Kreis | Reutlingen | Rhein-Neckar-Kreis | Rottweil | Schwäbisch Hall | Schwarzwald-Baar-Kreis | Sigmaringen |Stuttgart | Tübingen | Tuttlingen |Ulm | Waldshut | Zollernalbkreis
Landkreise und kreisfreie Städte (1938–1972) in Baden-Württemberg
Aalen | Backnang | Baden-Baden | Balingen | Biberach | Böblingen | Bruchsal | Buchen | Bühl | Calw | Crailsheim | Donaueschingen | Ehingen | Emmendingen | Esslingen | Freiburg (Stadt) | Freiburg (Land) | Freudenstadt | Friedrichshafen | Göppingen | Hechingen | Heidelberg (Stadt) | Heidelberg (Land) | Heidenheim | Heilbronn (Stadt) | Heilbronn (Land) | Hochschwarzwald | Horb | Karlsruhe (Stadt) | Karlsruhe (Land) | Kehl | Konstanz (Stadt) | Konstanz (Land) | Künzelsau | Lahr | Leonberg | Lörrach | Ludwigsburg | Mannheim (Stadt) | Mannheim (Land) | Mergentheim | Mosbach | Müllheim | Münsingen | Neustadt | Nürtingen | Offenburg | Öhringen | Pforzheim (Stadt) | Pforzheim (Land) | Rastatt | Ravensburg | Reutlingen | Rottweil | Säckingen | Saulgau | Schwäbisch Gmünd | Schwäbisch Hall | Sigmaringen | Sinsheim | Stockach | Stuttgart | Tauberbischofsheim | Tettnang | Tübingen | Tuttlingen | Überlingen | Ulm (Stadt) | Ulm (Land) | Vaihingen | Villingen | Villingen-Schwenningen | Waiblingen | Waldshut | Wangen | Wolfach
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