Landkreis Heilbronn


































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen des Landkreises Heilbronn

Deutschlandkarte, Position des Landkreises Heilbronn hervorgehoben49.1369444444449.2269444444444Koordinaten: 49° 8′ N, 9° 14′ O
Basisdaten

Bundesland:

Baden-Württemberg

Regierungsbezirk:

Stuttgart

Region:

Heilbronn-Franken

Verwaltungssitz:

Heilbronn

Fläche:
1.099,9 km2
Einwohner:
340.772 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
310 Einwohner je km2

Kfz-Kennzeichen:

HN

Kreisschlüssel:
08 1 25
Kreisgliederung:
46 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Lerchenstraße 40
74072 Heilbronn

Website:

www.landkreis-heilbronn.de

Landrat:

Detlef Piepenburg (parteilos)
Lage des Landkreises Heilbronn in Baden-Württemberg


FrankreichSchweizÖsterreichBodenseeRheinland-PfalzHessenFreistaat BayernAlb-Donau-KreisBaden-BadenLandkreis BiberachLandkreis BöblingenBodenseekreisLandkreis Breisgau-HochschwarzwaldLandkreis CalwLandkreis EmmendingenEnzkreisLandkreis EsslingenFreiburg im BreisgauLandkreis FreudenstadtLandkreis GöppingenHeidelbergLandkreis HeidenheimLandkreis HeilbronnHeilbronnHohenlohekreisLandkreis KarlsruheKarlsruheLandkreis KonstanzLandkreis LörrachLandkreis LudwigsburgMain-Tauber-KreisMannheimNeckar-Odenwald-KreisOrtenaukreisOstalbkreisPforzheimLandkreis RastattLandkreis RavensburgRems-Murr-KreisLandkreis ReutlingenRhein-Neckar-KreisLandkreis RottweilLandkreis Schwäbisch HallSchwarzwald-Baar-KreisLandkreis SigmaringenStuttgartLandkreis TübingenLandkreis TuttlingenUlmLandkreis WaldshutZollernalbkreisKarte
Über dieses Bild


Der Landkreis Heilbronn ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Heilbronn-Franken im Regierungsbezirk Stuttgart. Sein Gebiet umschließt den Stadtkreis Heilbronn, der mitten im Kreisgebiet liegt, jedoch nicht zum Landkreis gehört.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geographie

    • 1.1 Lage


    • 1.2 Orte


    • 1.3 Nachbarkreise



  • 2 Natur

    • 2.1 Flächenaufteilung


    • 2.2 Naturschutzgebiete



  • 3 Geschichte


  • 4 Einwohnerentwicklung nach der Kreisreform 1973


  • 5 Politik

    • 5.1 Kreistag


    • 5.2 Landrat


    • 5.3 Wappen



  • 6 Wirtschaft und Infrastruktur

    • 6.1 Verkehr

      • 6.1.1 Straße


      • 6.1.2 Schiene



    • 6.2 Kreiseinrichtungen



  • 7 Jüdische Friedhöfe


  • 8 Gemeinden


  • 9 Gemeinden vor der Kreisreform


  • 10 Tourismus

    • 10.1 Touristische Ziele


    • 10.2 Radwege


    • 10.3 Wanderwege



  • 11 Kfz-Kennzeichen


  • 12 Literatur


  • 13 Weblinks


  • 14 Einzelnachweise




Geographie |



Lage |


Der Landkreis Heilbronn wird von Süden her im weiten Bogen nach Nordwesten vom Neckar durchflossen, der das Kreisgebiet in zwei etwa gleich große Teile teilt. Das vom Odenwald und Kraichgau eingefasste Neckarbecken füllt mehr als ein Drittel der Kreisfläche. In seiner Mitte liegen Heilbronn und Neckarsulm. Seine Braunerden aus lehmigem Sand auf Keuper mit reichlich Lössauflage sind fruchtbar. Der niedrigste Punkt des Kreises bei Gundelsheim mit 139 m ü. NN liegt hier im sich verengenden Tal. Ansonsten dominieren Hügel die Landschaft. Der westliche Teil gehört überwiegend zum Kraichgau mit weiten Hochflächen und mit großen Feldern, der östliche Teil steigt in Richtung Hohenloher Ebene hin zu den Löwensteiner Bergen. Im Zabergäu ermöglicht die milde Witterung an Strom- und Heuchelberg ebenso den Weinbau wie in den Tälern des Neckars und seiner Seitenflüsse sowie in Teilen des Kraichgaus. Mit 564 m liegt der höchste Punkt im Südosten des Landkreises bei Wüstenrot im Mainhardter Wald. Zwischen Kocher und Jagst überragen im Osten wieder kargere Hochflächen die relativ tiefen Flusseinschnitte, die nur kleine, aber sehr fruchtbare landwirtschaftliche Flächen enthalten. Weitere Gewässer sind Bottwar, Brettach, Lein, Elsenz, Zaber, Seckach, Sulm und Schozach.



Orte |


Die Liste der Orte in Stadt und Landkreis Heilbronn enthält die Orte (einschließlich Weiler, Wohnplätze und Wüstungen) des Landkreises Heilbronn im geographischen Sinne.



Nachbarkreise |


Der Landkreis Heilbronn grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Neckar-Odenwald-Kreis, Hohenlohekreis, Schwäbisch Hall, Rems-Murr-Kreis, Ludwigsburg, Enzkreis, Karlsruhe und Rhein-Neckar-Kreis.



Natur |



Flächenaufteilung |




Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2015.[2]



Naturschutzgebiete |




Heilbronner Land im Herbst; Blick von der Burgruine Weibertreu. Im Vordergrund der Schemelsberg.



Der Landkreis Heilbronn besitzt die nachfolgenden Naturschutzgebiete. Nach der Schutzgebietsstatistik der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)[3] stehen 391,28 Hektar der Kreisfläche unter Naturschutz, das sind 0,36 Prozent.



  1. Altneckar Horkheim: 43,2 ha; Gemarkungen Lauffen am Neckar, Nordheim und Heilbronn


  2. Böttinger Baggerseen: 6,1 ha; Gemarkung Gundelsheim


  3. Brettachtal oberhalb Geddelsbach: 25,7 ha; Gemarkungen Geddelsbach (Hohenlohekreis) und Maienfels


  4. Brühl: 20,4 ha; Gemarkung Weinsberg


  5. Elsenzer Bruchgraben: 19,8 ha


  6. Enzwiese: 6,9 ha; Gemarkung Löwenstein


  7. Frankenbacher Schotter: 14,4 ha (davon 9,7 ha im Landkreis Heilbronn), Gemeinde Leingarten


  8. Gäßnersklinge-Hohberg: 13,7 ha; Gemarkung Heinsheim


  9. Haberschlachter Tal: 18,1 ha; Gemarkung Brackenheim


  10. Halbtrockenrasen im Gewann Fuchs: 4,3 ha; Gemarkung Jagsthausen


  11. Hörnle: 20,1 ha; Gemarkung Roigheim


  12. Knorrenwald: 4 ha; Gemarkung Obergimpern


  13. Lauffener Neckarschlinge: 60,7 ha; Gemarkung Lauffen am Neckar


  14. Prallhang des Neckars bei Lauffen: 2,96 ha; Gemarkungen Lauffen am Neckar, Talheim und Horkheim


  15. Schlierbach-Kohlrain: 40,0 ha; Gemarkungen Rappenau, Heinsheim und Siegelsbach


  16. Spitzenberg-Michelbach-Baiershälde: 45,9 ha


  17. Weinberg im Hergstbachtal: 3,8 ha; Gemarkung Möckmühl-Korb


  18. Wiesen im Rot- und Dachsbachtal bei Finsterrot: 12,8 ha; Gemarkungen Wüstenrot und Finsterrot


  19. Wildenberg: 49,4 ha; Gemarkungen Grantschen und Eberstadt


  20. Zaberauen von Meimsheim und Botenheim: 34 ha; Gemarkungen Brackenheim, Botenheim und Meimsheim


Geschichte |


Der Landkreis Heilbronn geht zurück auf das alte Oberamt Heilbronn, das nach dem Übergang der ehemaligen Reichsstadt an Württemberg nach 1803 errichtet wurde und dem 1926 mehr als die Hälfte der Gemeinden des aufgelösten Oberamts Weinsberg angeschlossen wurden. Am 29. Januar 1934 wurde das Oberamt Heilbronn in den Kreis Heilbronn (seit 28. November 1938 Landkreis Heilbronn) überführt, der zum 1. Oktober 1938 um Gemeinden der aufgelösten Oberämter Neckarsulm, Brackenheim, Marbach und Besigheim vergrößert wurde. Gleichzeitig wurde der Stadtkreis Heilbronn geschaffen. Seither gehört Heilbronn nicht mehr zum Kreisgebiet, blieb jedoch Sitz der Kreisverwaltung.


Im Mai 1939 lebten im Landkreis Heilbronn rund 107.000 Menschen in rund 30.000 Haushalten, die Fläche des Landkreises betrug rund 85.000 Hektar. Die Einwohnerzahl stieg während des Zweiten Weltkriegs und der unmittelbaren Nachkriegszeit bis Dezember 1945 trotz vieler Opfer stetig auf über 119.000 Personen an. Die männlichen Kriegs- und Verlagerungsverluste wurden durch Verlagerungsgewinne (Flüchtlinge aus den zerstörten Städten und Vertriebene) weitgehend ausgeglichen, die weibliche Einwohnerzahl wuchs dagegen stark an. Im Dezember 1945 hatte der Landkreis Heilbronn unter den männlichen Einwohnern einen Rückstand von rund 600 Personen (rund 1 %) zum Vorkriegsstand, während die weibliche Bevölkerung im selben Zeitraum um 14.000 Personen (rund 26 %) gewachsen war. Der deutliche Frauenüberschuss wirkte sich insbesondere auf die Beschäftigungsstrukturen aus.[4]


Bei der Kreisreform wurde der Landkreis Heilbronn am 1. Januar 1973 um sieben Gemeinden des Landkreises Sinsheim, zwei Gemeinden des Landkreises Mosbach, drei Gemeinden des Landkreises Öhringen und die Gemeinde Finsterrot des Landkreises Schwäbisch Hall erweitert.[5]


Bereits am 1. Januar 1971 wurde die Gemeinde Korb des Landkreises Buchen aufgenommen und in die Stadt Möckmühl eingegliedert. Am 1. September 1971 kam Unterkessach hinzu, das in der Stadt Widdern aufging. Der Landkreis Heilbronn trat seinerseits die Stadt Kleingartach am 1. Dezember 1971 an den Landkreis Sinsheim ab.


Gronau wechselte am 1. Januar 1972 in den Landkreis Ludwigsburg. Am 1. März 1972 wurde Ruchsen aus dem Landkreis Buchen übernommen und in die Stadt Möckmühl integriert. Kirchhausen kam am 1. Juli 1972 zum Stadtkreis Heilbronn. Einen Tag vor dem Wirksamwerden der Kreisreform wurde am 31. Dezember 1972 noch die Gemeinde Stein am Kocher – bisher im Landkreis Mosbach – aufgenommen und in die Stadt Neuenstadt am Kocher eingemeindet.


Die Gemeinden Biberach (am 1. Januar 1974), Frankenbach und Horkheim (beide am 1. April 1974) wurden an die Stadt Heilbronn abgegeben.


Am 1. Januar 1977 kam Brettach durch dessen Umgemeindung von Wüstenrot nach Bretzfeld zum Hohenlohekreis.


Der Landkreis umfasst nach Abschluss der baden-württembergischen Gemeindereform noch 46 Gemeinden, darunter 17 Städte und hiervon wiederum drei Große Kreisstädte (Bad Rappenau, Eppingen und Neckarsulm). Die größte Stadt ist Neckarsulm, die kleinste Gemeinde ist Roigheim im Nordosten des Kreises.



Einwohnerentwicklung nach der Kreisreform 1973 |


Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg (nur Hauptwohnsitze).



















DatumEinwohner
31. Dezember 1973236.300
31. Dezember 1975232.151
31. Dezember 1980244.633
31. Dezember 1985250.146
25. Mai 1987¹252.458
31. Dezember 1990272.357













DatumEinwohner
31. Dezember 1995303.513
31. Dezember 2000320.955
31. Dezember 2005329.503
31. Dezember 2010328.364
31. Dezember 2015334.388


Politik |


Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.



Kreistag |


Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf fünf Jahre gewählt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis.



Sitzverteilung im Kreistag



2


15


8


2


17


27


3



15 17 27 











Insgesamt 74 Sitze

  • Linke: 2


  • SPD: 15


  • Grüne: 8


  • ÖDP: 2


  • FDP/FWV: 17


  • CDU: 27


  • AfD: 3

































































































































































































Parteien und Wählergemeinschaften

%
2014


Sitze
2014


%
2009
[6]

Sitze
2009
[7]

%
2004


Sitze
2004


%
1999


Sitze
1999


%
1994


Sitze
1994


%
1989


Sitze
1989




Kreistagswahl 2014

Wahlbeteiligung: 49,55 %




 %

40

30

20


10

0








37,28 %



21,86 %



20,21 %



10,56 %



3,62 %



3,20 %



2,51 %



0,75 %




CDU


FDP/FWV

SPD

Grüne

AfD

ÖDP

Linke

WNM



Gewinne und Verluste


im Vergleich zu 2009


 %p

   4


   2

   0


  -2

  -4





-0,72 %p



-1,34 %p



-3,09 %p



+1,16 %p



+3,62 %p



-0,40 %p



+0,01 %p



+0,75 %p



CDU


FDP/FWV

SPD

Grüne

AfD

ÖDP

Linke

WNM





CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands
37,28
27
38,0
29
43,9
37
47,7
38
38,2
33
38,2
31
FDP/FWV

Freie Demokratische Partei/Freie Wählervereinigung
21,86
17
23,2
18
19,5
15
15,4
11
17,4
14
-
-
WG

Wählervereinigungen
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
18,3
15
SPD

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
20,21
15
23,3
18
22,3
17
24,1
18
29,1
23
30,3
24
GRÜNE

Bündnis 90/Die Grünen
10,56
8
9,4
7
7,7
6
7,1
5
9,1
7
8,2
6
ÖDP

Ökologisch-Demokratische Partei
3,20
2
3,6
2
-
-
-
-
-
-
-
-
AfD

Alternative für Deutschland
3,62
3


-
-
-
-
-
-
-
-
LINKE

Die Linke
2,51
2
2,5
1
-
-
-
-
-
-
-
-
WNM

Wald, Natur und Mensch
0,75
-


-
-
-
-
-
-
-
-
REP

Die Republikaner
-
-


3,5
2
2,7
2
4,2
3
5,0
3
Sonst.

Sonstige
-
-


3,1
2
3,0
2
2,0
1
-
-

gesamt

100,0

74

100,0

75

100,0

79

100,0

76

100,0

81

100,0

79

Wahlbeteiligung

49,55 %

52,0 %

53,3 %

56,2 %

69,0 %

65,8 %

  • WG: Wählervereinigungen, da sich das Ergebnis von 1989 nicht auf einzelne Wählergruppen aufschlüsseln lässt.


Landrat |


Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Er ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.


Die Landräte des Landkreises Heilbronn:


  • 1933–1939: Walther Fuchs

  • 1939–1945: Ernst Heubach

  • 1945–1945: Emil Beutinger

  • 1945–1948: Hermann Sihler

  • 1948–1966: Eduard Hirsch

  • 1966–1989: Otto Widmaier

  • 1989–2005: Klaus Czernuska

  • seit 2005: Detlef Piepenburg

Die ehemaligen Oberamtmänner sind im Artikel Oberamt Heilbronn dargestellt.



Wappen |




Das Wappen des Landkreises Heilbronn


Die Blasonierung des Wappens des Landkreises Heilbronn lautet: In Rot ein unterhalb gestümmelter silberner Adler. Das Wappen wurde dem Landkreis am 20. Juni 1955 von der Landesregierung verliehen, nach Neubildung des Kreises erneut am 3. September 1973 vom baden-württembergischen Innenministerium.


Das Wappen geht auf das älteste Stadtsiegel der Stadt Lauffen am Neckar zurück, das vermutlich einen Reichsadler zeigt. Zur Zeit der Verleihung 1955 nahm man noch an, der gestümmelte Adler sei das Wappen der Grafen von Lauffen gewesen, die im Hochmittelalter Teile des heutigen Kreisgebiets besaßen oder verwalteten. Nun wird vermutet, dass die Grafen von Lauffen einen Löwen oder Leoparden im Wappen führten.




Das alte Wappen des Landkreises Heilbronn


Vor 1955 führte der Landkreis ein anderes Wappen, das noch vom Oberamt Heilbronn angenommen worden war. Die Amtskörperschaft des Oberamtes erbat 1927 von der württembergischen Archivdirektion einen Vorschlag für ein Wappen. Die Archivdirektion empfahl ein Wappen, das als Symbole für Neckarschifffahrt und Weinbau in Blau einen silbernen Anker, begleitet von je einem silbernen Becher, zeigen sollte. Der Bezirksrat lehnte die beiden Becher jedoch als zu stark betontes Symbol des Genusses ab. Stattdessen nahm das Oberamt 1928 ein anderes, von Walther Eberbach entworfenes Wappen an, das bis 1955 in Gebrauch blieb. Es zeigte In gespaltenem Schild mit erniedrigter eingebogener Spitze vorne in Schwarz eine silberne Ähre, hinten in Rot ein nach links gekehrter silberner Hammer, unten in Gold eine hängende blaue Traube; im silbernen Herzschild ein blauer Anker. Die Ähre stand für die Landwirtschaft, der Hammer für Industrie und Gewerbe, die Traube für den Weinbau und der Anker für die Neckarschifffahrt. Aus heraldischer Sicht war dieses Wappen zu überladen, weshalb es im Jahr 1954 zwischen baden-württembergischer Archivdirektion und Landratsamt zu Verhandlungen über ein einfacheres, in der Geschichte begründetes Wappen kam, aus denen schließlich das 1955 verliehene Wappen hervorging.[8]


Siehe auch: Liste der Wappen im Landkreis Heilbronn



Wirtschaft und Infrastruktur |



Verkehr |



Straße |


Im Kreisgebiet kreuzen sich die Bundesautobahnen 6 Mannheim–Nürnberg und 81 Stuttgart–Würzburg am Weinsberger Kreuz. Ferner erschließen mehrere Bundesstraßen sowie Landes- und Kreisstraßen den Landkreis.



Schiene |


Bahnstreckennetz LK Heilbronn.png

Die Württembergische Staatsbahn nutzte 1848 das Neckartal für ihre erste Eisenbahnlinie in diesem Gebiet von Stuttgart bis Heilbronn (Nordbahn). Daran schloss sich 1862 die Kocherbahn nach Schwäbisch Hall an und 1866 die Verlängerung der Nordbahn entlang des Neckartals bis Bad Friedrichshall-Jagstfeld. Von hier setzte sich der Bau 1869 im Jagsttal fort nach Möckmühl und weiter in Richtung Osterburken, wo die Badische Odenwaldbahn Heidelberg–Würzburg erreicht wurde.


Für die Badische Staatsbahn war Bad Friedrichshall-Jagstfeld Ausgangspunkt der Verbindungen nach Heidelberg, nämlich 1868/69 die Elsenztalbahn über Sinsheim nach Meckesheim – dort ebenfalls mit Anschluss an die Badische Odenwaldbahn – und 1879 die Neckartalbahn entlang des Flusstals über Eberbach.


In den Jahren 1878 bis 1880 entstand die Kraichgaubahn Heilbronn–Karlsruhe, von der die beiden Staatsbahnen und die Stadt Karlsruhe je einen Abschnitt gebaut hatten. In Eppingen ließ die Badische Staatsbahn 1900 eine Querverbindung nach Steinsfurt bei Sinsheim abzweigen.


Dem Lokalverkehr widmete die Württembergische Staatsbahn zwei 750-mm-Schmalspurbahnen:


  • Die Bottwarbahn erreichte von Marbach am Neckar ausgehend 1894 Beilstein, 1899 Ilsfeld und 1900 den Heilbronner Südbahnhof, von wo man den Hauptbahnhof nur mit der Straßenbahn erreichen konnte. Eine normalspurige Verbindungsbahn diente ab 1901 zunächst nur dem Güterverkehr.

  • Die Zabergäubahn verband Lauffen am Neckar ab 1896 mit Güglingen und erreichte 1901 Leonbronn.

Eine dritte Schmalspurbahn, die Jagsttalbahn, wurde durch die Firma Vering & Waechter 1900 und 1901 von Möckmühl in Richtung Dörzbach eröffnet.


Im unteren Kochertal nahm die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft als normalspurige Nebenbahn die Untere Kochertalbahn von Bad Friedrichshall-Jagstfeld 1907 nach Neuenstadt und 1913 weiter bis Ohrnberg in Betrieb.


Zwei Strecken der Badischen Lokal-Eisenbahnen AG berührten den Kreis nur am Rande:


  • die 1900 eröffnete Katzbachbahn Odenheim–Hilsbach verlief über den heutigen Eppinger Teilort Elsenz

  • die 1902 eröffnete Nebenbahn Neckarbischofsheim Nord–Hüffenhardt schließt Obergimpern und Siegelsbach an das Eisenbahnnetz an, ist aber seit August 2009 ohne regelmäßigen Verkehr.

Das ziemlich dichte Eisenbahnnetz erreichte eine maximale Ausdehnung von fast 235 km. Nach der Stilllegung mehrerer Nebenstrecken verblieben im Personenverkehr noch 143 km im Betrieb. Für den Personenverkehr wurden stillgelegt:


  • 1951: Jagsttalbahn Möckmühl–Jagsthausen(–Dörzbach) (16 km; zwischen 1967 und 1979 Wiederaufnahme für den Schülerverkehr)

  • 1960: Katzbachbahn (Odenheim–)Elsenz(–Hilsbach) (3 km)

  • 1966: Bottwartalbahn (Marbach–)Beilstein–Heilbronn Süd (21 km)

  • 1986: Zabergäubahn Lauffen–Güglingen–Leonbronn (20 km; bis zum Jahr 2011 ist die Reaktivierung bis Zaberfeld für den Stadtbahn-Betrieb vorgesehen)

  • 1993: Untere Kochertalbahn Bad Friedrichshall-Jagstfeld–Kochersteinsfeld(–Ohrnberg) (19 km)

  • 2009: Krebsbachtalbahn (Neckarbischofsheim Nord–)Obergimpern–Siegelsbach(–Hüffenhardt) (7 km)

Die Linie S4 der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft fährt auf der Kraichgaubahn und Teilen der Bahnstrecke Heilbronn–Crailsheim von Achern über Karlsruhe, Bretten, Eppingen und Heilbronn bis nach Öhringen.



Kreiseinrichtungen |


Der Landkreis Heilbronn ist Schulträger folgender Beruflichen Schulen: Peter-Bruckmann-Schule (Gewerbliche und Hauswirtschaftliche Schule) Heilbronn, Andreas-Schneider-Schule (Kaufmännische Schule) Heilbronn, Christiane-Herzog-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) Heilbronn und Christian-Schmidt-Schule (Gewerbliche Schule) Neckarsulm, ferner folgender Sonderschulen: Gebrüder-Grimm-Schule für Sprachbehinderte mit Schulkindergarten Heilbronn, Hermann-Herzog-Schule für Sehgeschädigte mit Schulkindergarten Heilbronn, Kaywaldschule für Geistig- und Körperbehinderte mit Schulkindergarten Lauffen am Neckar und Astrid-Lindgren-Schule für Geistig- und Körperbehinderte mit Schulkindergarten Neckarsulm.


Der Landkreis Heilbronn ist mit der Stadt Heilbronn Gesellschafter der SLK-Kliniken Heilbronn gGmbH (SLK steht für Stadt und Landkreis). Die Gesellschaft betreibt in der Stadt und im Landkreis Heilbronn die Krankenhäuser Klinikum am Gesundbrunnen Heilbronn, Klinikum am Plattenwald Bad Friedrichshall, Krankenhaus Brackenheim mit Geriatrischer Rehabilitation, Krankenhaus Möckmühl und Klinik Löwenstein.



Jüdische Friedhöfe |


In Stadt und Landkreis Heilbronn gibt es 15 jüdische Friedhöfe: in Affaltrach, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Berwangen, Eppingen, Heilbronn, Heinsheim, Ittlingen, Kochendorf, Neckarsulm, Neudenau, Oedheim, Schluchtern, Sontheim und in Stein am Kocher. Es sind schützenswerte Kulturdenkmäler – steinerne Zeugen für ehemals existierende jüdische Gemeinden und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.



Gemeinden |


(Einwohner am 31. Dezember 2017[9])





Städte



  1. Bad Friedrichshall (19.244)


  2. Bad Rappenau, Große Kreisstadt (21.186)


  3. Bad Wimpfen (7064)


  4. Beilstein (6228)


  5. Brackenheim (16.023)


  6. Eppingen, Große Kreisstadt (21.522)


  7. Güglingen (6290)


  8. Gundelsheim (7324)


  9. Lauffen am Neckar (11.445)


  10. Löwenstein (3356)


  11. Möckmühl (8089)


  12. Neckarsulm, Große Kreisstadt (26.428)


  13. Neudenau (5247)


  14. Neuenstadt am Kocher (9918)


  15. Schwaigern (11.396)


  16. Weinsberg (12.237)


  17. Widdern (1833)


Die Städte und Gemeinden des Landkreises Heilbronn




Weitere Gemeinden



  1. Abstatt (4779)


  2. Cleebronn (2991)


  3. Eberstadt (3155)


  4. Ellhofen (3717)


  5. Erlenbach (5083)


  6. Flein (7064)


  7. Gemmingen (5158)


  8. Hardthausen am Kocher (4123)


  9. Ilsfeld (9419)


  10. Ittlingen (2514)


  11. Jagsthausen (1851)


  12. Kirchardt (5834)


  13. Langenbrettach (3791)


  14. Lehrensteinsfeld (2468)


  15. Leingarten (11.606)


  16. Massenbachhausen (3487)


  17. Neckarwestheim (3880)


  18. Nordheim (8193)


  19. Obersulm (13.826)


  20. Oedheim (6414)


  21. Offenau (2905)


  22. Pfaffenhofen (2401)


  23. Roigheim (1421)


  24. Siegelsbach (1668)


  25. Talheim (4960)


  26. Untereisesheim (4124)


  27. Untergruppenbach (8324)


  28. Wüstenrot (6727)


  29. Zaberfeld (4059)


Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaften und Gemeindeverwaltungsverbände



  1. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bad Friedrichshall mit den Gemeinden Oedheim und Offenau


  2. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Bad Rappenau mit den Gemeinden Kirchardt und Siegelsbach


  3. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Brackenheim mit der Gemeinde Cleebronn


  4. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Eppingen mit den Gemeinden Gemmingen und Ittlingen


  5. Gemeindeverwaltungsverband Flein-Talheim mit Sitz in Flein; Mitgliedsgemeinden: Flein und Talheim


  6. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Lauffen am Neckar mit den Gemeinden Neckarwestheim und Nordheim


  7. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Möckmühl mit den Gemeinden Jagsthausen und Roigheim sowie der Stadt Widdern


  8. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Neckarsulm mit den Gemeinden Erlenbach und Untereisesheim


  9. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Neuenstadt am Kocher mit den Gemeinden Hardthausen am Kocher und Langenbrettach


  10. Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Zabergäu“ mit Sitz in Güglingen; Mitgliedsgemeinden: Stadt Güglingen und Gemeinden Pfaffenhofen und Zaberfeld


  11. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Gemeinde Obersulm mit der Stadt Löwenstein


  12. Gemeindeverwaltungsverband „Raum Weinsberg“ mit Sitz in Weinsberg; Mitgliedsgemeinden: Stadt Weinsberg und Gemeinden Eberstadt, Ellhofen und Lehrensteinsfeld


  13. Gemeindeverwaltungsverband „Schozach-Bottwartal“ mit Sitz in Ilsfeld; Mitgliedsgemeinden: Gemeinden Abstatt, Ilsfeld und Untergruppenbach sowie Stadt Beilstein


  14. Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Schwaigern mit der Gemeinde Massenbachhausen


Gemeinden vor der Kreisreform |


Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Heilbronn 99 Gemeinden, darunter 15 Städte. Zu den 97 Gemeinden seit 1938 kamen noch 1945 die vormals badische Gemeinde Schluchtern und 1952 die vormals hessische Stadt Bad Wimpfen, die seit 1945 zum Landkreis Sinsheim gehörte, zum Landkreis Heilbronn.


Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Heilbronn machten die Gemeinden Großgartach und Schluchtern, die sich am 1. Januar 1970 zur neuen Gemeinde Leingarten vereinigten. Die Gemeinde Klingenberg wurde am selben Tag in den Stadtkreis Heilbronn eingegliedert und verließ somit den Landkreis. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Gronau in die Gemeinde Oberstenfeld, Landkreis Ludwigsburg, eingegliedert. Am 1. Juli 1972 wurde auch Kirchhausen in den Stadtkreis Heilbronn eingegliedert. Auch diese Gemeinden verließen somit den Landkreis. Die noch verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Heilbronn gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Heilbronn auf; doch gab dieser am 1. Januar 1974 noch die Gemeinde Biberach und am 1. April 1974 die Gemeinden Frankenbach und Horkheim, die vor 1973 zum alten Landkreis Heilbronn gehörten, an den Stadtkreis Heilbronn ab.


Die größte Gemeinde des alten Landkreises Heilbronn war die Stadt Neckarsulm. Die kleinste Gemeinde war Bittelbronn.


Der alte Landkreis Heilbronn umfasste zuletzt eine Fläche von 872 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 193.751 Einwohner.


In der Tabelle wird die Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Heilbronn bis 1970 angegeben. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.











DatumEinwohner
17. Mai 1939109.774
13. September 1950143.160







DatumEinwohner
6. Juni 1961161.601
27. Mai 1970193.751

In der Tabelle stehen die Gemeinden des alten Landkreises Heilbronn vor der Gemeindereform. Bis auf die fünf in den Stadtkreis Heilbronn eingegliederten Gemeinden (¹) sowie Gronau, das infolge der Eingemeindung nach Oberstenfeld Teil des Landkreises Ludwigsburg ist, gehören alle Gemeinden auch heute noch zum Landkreis Heilbronn.[5]




Landkreis Heilbronn vor der Kreisreform














































































































































































































































































































frühere Gemeindeheutige GemeindeEinwohner
am 6. Juni 1961
AbstattAbstatt1.048
AffaltrachObersulm1.652
AuensteinIlsfeld1.077
BachenauGundelsheim420

Bad Friedrichshall, Stadt
Bad Friedrichshall8.574

Bad Wimpfen, Stadt
Bad Wimpfen5.117

Beilstein, Stadt
Beilstein2.338

Biberach ¹
Heilbronn2.035
BittelbronnMöckmühl194
BonfeldBad Rappenau1.203
BotenheimBrackenheim908

Brackenheim, Stadt
Brackenheim3.058
BrettachLangenbrettach1.017
BürgNeuenstadt am Kocher361
CleebronnCleebronn1.659
CleversulzbachNeuenstadt am Kocher502
DahenfeldNeckarsulm639
DegmarnOedheim522
DürrenzimmernBrackenheim704
DuttenbergBad Friedrichshall428
EberstadtEberstadt1.391
EibensbachGüglingen441
EichelbergObersulm406
EllhofenEllhofen1.408
ErlenbachErlenbach2.998
EschenauObersulm1.432
FleinFlein2.935

Frankenbach ¹
Heilbronn3.510
FrauenzimmernGüglingen456
FürfeldBad Rappenau693
GellmersbachWeinsberg503
GochsenHardthausen am Kocher945
GrantschenWeinsberg504
GronauOberstenfeld970
GroßgartachLeingarten3.908

Güglingen, Stadt
Güglingen1.932

Gundelsheim, Stadt
Gundelsheim3.220
HaberschlachtBrackenheim354
Hausen an der ZaberBrackenheim1.150
HöchstbergGundelsheim583
HölzernEberstadt290

Horkheim ¹
Heilbronn1.421
HößlinsülzLöwenstein332
IlsfeldIlsfeld2.437
JagsthausenJagsthausen954

Kirchhausen ¹
Heilbronn2.091

Kleingartach, Stadt
Eppingen978

Klingenberg ¹
Heilbronn1.094
KochersteinsfeldHardthausen am Kocher835
KochertürnNeuenstadt am Kocher663
LampoldshausenHardthausen am Kocher836

Lauffen am Neckar, Stadt
Lauffen am Neckar8.593
LehrensteinsfeldLehrensteinsfeld1.011
LeonbronnZaberfeld629

Löwenstein, Stadt
Löwenstein1.693
MassenbachSchwaigern934
MassenbachhausenMassenbachhausen1.464
MeimsheimBrackenheim1.341
Michelbach am HeuchelbergZaberfeld384

Möckmühl, Stadt
Möckmühl3.012

Neckarsulm, Stadt
Neckarsulm15.307
NeckarwestheimNeckarwestheim1.422
NeippergBrackenheim502

Neuenstadt am Kocher, Stadt
Neuenstadt am Kocher1.656
NeulauternWüstenrot390
NiederhofenSchwaigern577
NordhausenNordheim430
NordheimNordheim3.315
ObereisesheimNeckarsulm2.094
ObergriesheimGundelsheim605
OchsenburgZaberfeld553
OedheimOedheim2.950
OffenauOffenau1.581
OlnhausenJagsthausen330
PfaffenhofenPfaffenhofen1.259
RoigheimRoigheim1.563
SchluchternLeingarten1.807
SchmidhausenBeilstein572
SchozachIlsfeld404

Schwaigern, Stadt
Schwaigern4.169
SiglingenNeudenau1.245
Stetten am HeuchelbergSchwaigern1.223
StockheimBrackenheim549
SülzbachObersulm804
TalheimTalheim2.484
TiefenbachGundelsheim533
UntereisesheimUntereisesheim1.017
UntergriesheimBad Friedrichshall648
UntergruppenbachUntergruppenbach2.133
UnterheinrietUntergruppenbach1.205
Weiler an der ZaberPfaffenhofen381
Weiler bei WeinsbergObersulm358

Weinsberg, Stadt
Weinsberg7.166

Widdern, Stadt
Widdern1.134
WillsbachObersulm2.265
WimmentalWeinsberg354
WüstenrotWüstenrot1.665
ZaberfeldZaberfeld981
ZüttlingenMöckmühl940


Tourismus |


Der Landkreis Heilbronn wird durch die im Jahr 2006 gegründete Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand e. V. unter dem Namen HeilbronnerLand touristisch vermarktet. Im Heilbronner Land werden jährlich über eine Million Übernachtungen gezählt. Das Heilbronner Land ist durch vielfältige Naturlandschaften geprägt, wobei Weinbau- und Flusslandschaften sowie ausgedehnt Waldgebiete in zwei Naturparks prägend sind:


  • Zabergäu

  • Weinsberger Tal

  • Schozachtal

  • Kraichgau

  • Neckartal

  • Kochertal

  • Jagsttal

Radfahren und Wein sind die touristischen Hauptthemen im Landkreis Heilbronn. Wintersportarten sind nur in Teilen des Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald zu finden. Auf dem Breitenauer See im Weinsberger Tal und auf dem Neckar bei Lauffen besteht die Möglichkeit Wassersportarten wie Segeln und Windsurfen zu betreiben. In den Sole-Heilbädern Bad Wimpfen und Bad Rappenau findet sich ein breites Spektrum an Kur- und Wellnessangeboten.



Touristische Ziele |


Sehenswerte Orte sind unter anderem die historische Kaiserpfalz Bad Wimpfen, die Parkanlagen der Landesgartenschau 2008 in Bad Rappenau und die Fachwerkstadt Eppingen. Entlang der Deutschen Fachwerkstraße und Burgenstraße im Heilbronner Land finden sich weitere sehenswerte Städte und Burgen.



Radwege |


Ein dichtes Netz von Radwege durchzieht den Landkreis Heilbronn, hier treffen viele durch Baden-Württemberg führende Fernradwege zusammen. Zahlreiche beschilderte Tagestouren ermöglichen Sternfahrten entlang der Fernradwege.



  • Kocher-Jagst-Radweg – 340 km in den Tälern von Kocher und Jagst


  • Neckartal-Radweg – 410 km von Villingen-Schwenningen bis nach Mannheim

  • Kraichgau-Hohenlohe-Weg – 160 km von Bad Schönborn nach Rothenburg ob der Tauber

  • Alb-Neckar-Radweg – 270 km von Ulm nach Eberbach

  • Burgenstraßen-Radweg – von Schloss zu Schloss radeln


Wanderwege |


Insbesondere im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald finden sich zahlreiche Wanderwege, teilweise von überregionaler Attraktivität. Grundgerüst ist das Wanderwegesystem vom Schwäbischen Albverein mit Längs- und Querwegen.



  • Neckarsteig – 124 km zertifizierter Qualitätswanderweg von Heidelberg bis Bad Wimpfen

  • Kulturwanderweg Jagst – 103 km von Bad Friedrichshall nach Langenburg


  • Frankenweg (HW 8) – 220 km von Pforzheim nach Rothenburg ob der Tauber

  • Württembergischer Wein-Wanderweg


Kfz-Kennzeichen |


Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen HN zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben.



Literatur |



  • Das Land Baden-Württemberg – Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Hrsg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg; Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart – Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1

  • Julius Fekete: Kunst- und Kulturdenkmale im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8062-1662-2


  • Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Hrsg. von Reinhard Wolf. Jan Thorbecke Verlag, Stuttgart 2002. ISBN 3-7995-5173-5


Weblinks |



 Commons: Landkreis Heilbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


 Portal: Heilbronn – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Heilbronn


  • Literatur von und über Landkreis Heilbronn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

  • Internetseite der Touristikgemeinschaft HeilbronnerLand e. V.


Einzelnachweise |



  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).


  2. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für den Landkreis Heilbronn.


  3. Schutzgebietsstatistik der LUBW


  4. Mitteilungen des Württembergischen und Badischen Statistischen Landesamtes Nr. 1: Ergebnisse der Einwohnerzählung und Wohnsitzermittlung am 4. Dezember 1945 in Nordwürttemberg, Stuttgart 1946


  5. ab Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 450 f. und 464 ff. 


  6. [1] Stimmenverteilung der Kreistagswahlen 1989–2009


  7. [2] Sitzverteilung der Kreistagswahlen 1989–2009


  8. Quellen für den Abschnitt Wappen:
    Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 22
    Eberhard Gönner: Wappenbuch des Stadt- und des Landkreises Heilbronn mit einer Territorialgeschichte dieses Raumes. Archivdirektion Stuttgart, Stuttgart 1965 (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, 9). S. 51 f.
    Das Landkreiswappen beim Landkreis Heilbronn (abgerufen am 8. Januar 2013)



  9. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).


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