Puschkino (Kaliningrad, Neman)


Siedlung

Puschkino
Bruiszen (Lindenbruch)

Пушкино


























Föderationskreis

Nordwestrussland

Oblast

Kaliningrad

Rajon

Neman

Frühere Namen
Bruszen (nach 1785),
Bruiszen (bis 1936),
Bruischen (1936–1938),
Lindenbruch (1938–1946)
Bevölkerung
52 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums

36 m

Zeitzone

UTC+2

Telefonvorwahl
(+7) 40162

Postleitzahl
238725

Kfz-Kennzeichen
39, 91

OKATO
27 221 804 003
Geographische Lage

Koordinaten

54° 57′ N, 21° 55′ O54.9521.91666666666736Koordinaten: 54° 57′ 0″ N, 21° 55′ 0″ O

Puschkino (Kaliningrad, Neman) (Europäisches Russland)


Red pog.svg


Lage im Westteil Russlands

Puschkino (Kaliningrad, Neman) (Oblast Kaliningrad)


Red pog.svg


Lage in der Oblast Kaliningrad

Puschkino (russisch Пушкино, deutsch Bruiszen, auch: Bruißen, 1936 bis 1938 Bruischen, 1938 bis 1945 Lindenbruch, litauisch Bruišiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad und gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geographische Lage


  • 2 Geschichte

    • 2.1 Einwohnerentwicklung



  • 3 Kirche


  • 4 Weblinks


  • 5 Einzelnachweise




Geographische Lage |


Puschkino liegt elf Kilometer südwestlich der Kreisstadt Neman (Ragnit), westlich der Nebenstraße (27K-073) von Neman nach Schilino (Szillen, 1936 bis 1946 Schillen) und östlich der derzeit nicht betriebenen Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk (Insterburg–Tilsit), an der Schilino die nächstgelegene Bahnstation ist.



Geschichte |


Das ehemals Bruiszen genannte Dorf[2] war zwischen 1874 und 1945 in den Amtsbezirk Sommerau[3] (der Ort heißt heute russisch: Sagorskoje) eingegliedert. Er gehörte bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.


Am 17. September 1936 wurde die Schreibweise des Ortsnamens von Bruiszen in „Bruischen“ geändert. Am 3. Juni – mit amtlicher Bestätigung vom 16. Juli – des Jahres 1938 wurde dieser Name aus politisch-ideologischen Gründen der Vermeidung fremdländisch klingender Ortsbezeichnungen in „Lindenbruch“ geändert.


Nachdem das Dorf in Kriegsfolge mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion kam, erhielt es im Jahr 1950 den russischen Namen „Puschkino“ und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Schilinski selski Sowet im Rajon Sowetsk eingeordnet.[4] Von 2008 bis 2016 gehörte der Ort zur Landgemeinde Schilinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.



Einwohnerentwicklung |














JahrEinwohner[5]
1910128
1933128
1939125
200284
201052


Kirche |


Mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war Bruiszen resp. Lindenbruch bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Szillen eingepfarrt. Das lag in der Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Puschkino im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Bolschakowo (Groß Skaisgirren, 1938 bis 1946 Kreuzingen) innerhalb der Propstei Kaliningrad[6](Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.



Weblinks |


  • Puschkino bei bankgorodov.ru

  • Puschkino bei prussia39.ru


Einzelnachweise |



  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)


  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Lindenbruch


  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Sommerau


  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Erlass 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)


  5. Volkszählungsdaten


  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad


.mw-parser-output div.NavFrameborder:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center.mw-parser-output div.NavPicfloat:left;padding:2px.mw-parser-output div.NavHeadbackground-color:#EAECF0;font-weight:bold.mw-parser-output div.NavFrame:afterclear:both;content:"";display:block.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFramemargin-top:-1px.mw-parser-output .NavTogglefloat:right;font-size:x-small