Rudakowo (Kaliningrad)


Siedlung

Rudakowo
Ruddecken

Рудаково


























Föderationskreis

Nordwestrussland

Oblast

Kaliningrad

Rajon

Neman

Frühere Namen
Ruddeken (nach 1785),
Ruddecken (bis 1946)
Bevölkerung
100 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums

35 m

Zeitzone

UTC+2

Telefonvorwahl
(+7) 40162

Postleitzahl
238725

Kfz-Kennzeichen
39, 91

OKATO
27 221 804 002
Geographische Lage

Koordinaten

54° 55′ N, 21° 59′ O54.9121.98722222222235Koordinaten: 54° 54′ 36″ N, 21° 59′ 14″ O

Rudakowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)


Red pog.svg


Lage im Westteil Russlands

Rudakowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)


Red pog.svg


Lage in der Oblast Kaliningrad

Rudakowo (russisch Рудаково, deutsch Ruddecken, litauisch Rudakiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geographische Lage


  • 2 Geschichte

    • 2.1 Einwohnerentwicklung



  • 3 Kirche


  • 4 Weblinks


  • 5 Einzelnachweise




Geographische Lage |


Rudakowo liegt 16 Kilometer südlich der Kreisstadt Neman am Flüsschen Tilse (russisch тыльжа, Tylscha). Durch den Nordteil des Ortes verläuft eine Nebenstraße (27K-186), die Schilino mit Lunino (Lengwethen, 1938 bis 1946 Hohensalzburg) verbindet. Die nächste Bahnstation ist Schilino an der – augenblicklich nicht betriebenen – Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk. Vor 1945 gab es außerdem die Bahnstation Kullminnen (1938 bis 1946: Kulmen, russisch: Kuibyschewo, der Ort existiert nicht mehr) an der Bahnstrecke Kraupischken–Ragnit der Insterburger Kleinbahnen.



Geschichte |


Das ehemals Ruddecken genannte Dorf[2] wurde 1874 in den Amtsbezirk Sommerau[3] (heute russisch: Sagorskoje) eingegliedert, der bis 1945 bestand und bis 1922 zum Kreis Ragnit, danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.


In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Es erhielt 1947 die russische Bezeichnung „Rudakowo“ und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Schilinski selski Sowet im Rajon Sowetsk eingeordnet.[4] Von 2008 bis 2016 gehörte Rudakowo zur Landgemeinde Schilinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.



Einwohnerentwicklung |














JahrEinwohner[5]
1910369
1933377
1939367
2002130
2010100


Kirche |


Ruddecken war mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Szillen eingepfarrt. Sie war Teil der Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Rudakowo im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen), die zur Propstei Kaliningrad[6] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.



Weblinks |


  • Rudakowo bei bankgorodov.ru

  • Rudakowo bei prussia39.ru

  • Ortslage Rudakowos bei Wikimapia


Einzelnachweise |



  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)


  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Ruddecken


  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Sommerau


  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947)


  5. Volkszählungsdaten


  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad


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