Sagorskoje (Kaliningrad, Neman)


Siedlung

Sagorskoje
Sommerau

Загорское


























Föderationskreis

Nordwestrussland

Oblast

Kaliningrad

Rajon

Neman

Frühere Namen
Sommerau (bis 1946)
Bevölkerung
46 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums

36 m

Zeitzone

UTC+2

Telefonvorwahl
(+7) 40141

Postleitzahl
238725

Kfz-Kennzeichen
39, 91

OKATO
27 221 804 004
Geographische Lage

Koordinaten

54° 56′ N, 21° 58′ O54.93621.966736Koordinaten: 54° 56′ 10″ N, 21° 58′ 0″ O

Sagorskoje (Kaliningrad, Neman) (Europäisches Russland)


Red pog.svg


Lage im Westteil Russlands

Sagorskoje (Kaliningrad, Neman) (Oblast Kaliningrad)


Red pog.svg


Lage in der Oblast Kaliningrad

Sagorskoje (russisch Загорское, deutsch Sommerau, litauisch Zaumarai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Neman im Rajon Neman.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geographische Lage


  • 2 Geschichte

    • 2.1 Einwohnerentwicklung


    • 2.2 Amtsbezirk Sommerau (1874–1945)



  • 3 Kirche


  • 4 Persönlichkeiten


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise




Geographische Lage |


Sagorskoje liegt 19 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Neman (Ragnit) an einer Verbindungsstraße zwischen der Nebenstraße (27K-186) Schilino–Lunino (Lengwethen, 1938 bis 1946 Hohensalzburg) und der Nebenstraße (27K-073) Schilino–Neman. Schilino ist die nächste Bahnstation und liegt an der – zurzeit allerdings nicht betriebenen – Bahnstrecke Tschernjachowsk–Sowetsk (Insterburg–Tilsit).



Geschichte |


Das bis 1946 Sommerau genannte Dorf[2] war 1785 ein Königliches Domänen-Amt. Das sehr große Gut war noch vor 1945 bestimmend für das wirtschaftliche Leben im Ort und seiner Umgebung. Zwischen 1874 und 1945 war der Gutsbezirk Sommerau namensgebend für einen Amtsbezirk,[3] der bis 1922 Teil des Kreises Ragnit war und danach zum Landkreis Tilsit-Ragnit im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.


In Kriegsfolge wurde das Dorf im Jahre 1945 mit dem nördlichen Ostpreußen der Sowjetunion zugeordnet. Hier erhielt es 1947 die russische Bezeichnung „Sagorskoje“ und wurde gleichzeitig in den Dorfsowjet Schilinski selski Sowet im Rajon Sowetsk eingeordnet.[4] Von 2008 bis 2016 gehörte Sagorskoje zur Landgemeinde Schilinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Neman.



Einwohnerentwicklung |














JahrEinwohner[5]
1910134
1933257
1939261
200260
201046


Amtsbezirk Sommerau (1874–1945) |


Der Amtsbezirk Sommerau bestand zwischen 1874 und 1945 und umfasste anfangs zehn, am Ende noch neun Gemeinden[3]:














































NameÄnderungsname
1938 bis 1946
Russischer NameBemerkungen
BoykenBoizowo,
dann: Pokrowskoje


Bruiszen,
1936–1938: Bruischen
LindenbruchPuschkino
CzibirbenBirben
1928 Umbenennung in „Sommerau“
JurkenSchubino
Kindschen (Kirchspiel Szillen)
Maßwillen
Podszuhnen,
1938–1938: Podschuhnen
Eichenheim
RuddeckenRudakowo
SommerauSagorskoje
Thorunen


Kirche |


Mit seiner mehrheitlich evangelischen Bevölkerung war Sommerau vor 1945 in das Kirchspiel der Kirche Szillen eingepfarrt. Sie war Teil der Diözese Ragnit im Kirchenkreis Tilsit-Ragnit innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Sagorskoje im weitläufigen Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen), die zur Propstei Kaliningrad[6](Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland gehört.



Persönlichkeiten |



  • Albert von Sperber (1836–1889), Rittergutsbesitzer in Gerskullen, Mitglied des Reichstags und des Preußischen Herrenhauses.


  • Hermann von Sperber (1840–1908), Rittergutsbesitzer, Mitglied des Preußischen Herrenhauses


Weblinks |


  • Sagorskoje bei bankgorodov.ru

  • Sagorskoje bei prussia39.ru

  • Das Amt Sommerau (Ostpreußen) bei GenWiki

  • Ortslage Sagorskojes bei Wikimapia


Einzelnachweise |



  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)


  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Sommerau


  3. ab Rolf Jehke, Amtsbezirk Sommerau


  4. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 17. November 1947)


  5. Volkszählungsdaten


  6. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad


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