Kailbach





















Kailbach

Stadt Oberzent

49.5364055438969.0765899419785233Koordinaten: 49° 32′ 11″ N, 9° 4′ 36″ O

Höhe:
233 m ü. NHN

Fläche:
7,07 km²[1]

Einwohner:
270 (2015)[2]

Bevölkerungsdichte:
38 Einwohner/km²

Eingemeindung:
1. Oktober 1971
Eingemeindet nach:

Hesseneck

Postleitzahl:
64760

Vorwahl:
06276


Das Haintalviadukt der Odenwaldbahn auf Kailbacher Gemarkung südlich gegenüber dem Oberdorf von Friedrichsdorf (Baden-Württemberg)


Kailbach ist ein Stadtteil der am 1. Januar 2018 neu gegründeten Stadt Oberzent im südhessischen Odenwaldkreis und hat rund 270 Einwohner.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geographie


  • 2 Geschichte


  • 3 Sehenswürdigkeiten


  • 4 Verkehr


  • 5 Literatur


  • 6 Weblinks


  • 7 Einzelnachweise




Geographie |


Kailbach liegt im Ittertal dort, wo die Landesstraße L 3108 Richtung Schöllenbach und Beerfelden von der Landesstraße L 2311 abzweigt, die von Eberbach nach Amorbach führt. Auf der Gemarkung von Kailbach liegt das einsame Forsthaus Eduardsthal, das der letzte Rest des in der Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegeben und vom Fürstenhaus Leiningen aufgekauften Dorfes Galmbach ist. Auf der westlichen Seite des Ittertales liegt noch der ebenfalls zu Kailbach gehörende Weiler Hohberg.



Geschichte |


Im Jahre 1359 wurde Kailbach (unter dem Namen Keilbach) erstmals urkundlich erwähnt. Die ersten Häuser standen wohl auf der Ostseite des Itterbaches der damals die Grenze zwischen den Besitzungen der Klöster Lorsch und Amorbach bildete. Selbst als das Gebiet im Jahre 1806 zum Großherzogtum Hessen übergeben wurde, blieb die Trennung noch bestehen. Es gab Kailbach diesseits, das zur Gemeinde Schöllenbach gehörte und Kailbach jenseits, das ein Teil von Hesselbach war. Erst als sich anlässlich der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1971 die bisher selbständigen Gemeinden Hesselbach, Kailbach und Schöllenbach zur neuen Gemeinde Hesseneck zusammenschlossen, wurden beide Teile vereinigt.[3] Durch den Zusammenschluss Hessenecks mit weiteren Gemeinden kam Kailbach am 1. Januar 2018 zur neuen Stadt Oberzent.




Sehenswürdigkeiten |


In der Gemarkung Kailbach befinden sich insgesamt elf eingetragene Kulturdenkmäler nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz[4].
































































Datierung

Flur

Lage

Beschreibung

Bild
1880/1882
Flur 18, Flurstück 114/10


Haintalviadukt

1885/1890
Flur 18, Flurstück 114/11
Bahnhofstraße 9
Bahnhofsempfangsgebäude

1927
Flur 1, Flurstück 18/3
Friedrichsdorfer Straße/Ecke Friedhofstraße
Bildstock

1838
Flur 1, Flurstück 1/16
Siegfriedstraße 53
Laufbrunnen

18. Jahrhundert
Flur 2, Flurstück 20/2
Steinweg 2
Einhaus

17. Jahrhundert
Flur 13, Flurstück 21
Hohberg 5
Forsthaus Hohberg

1591
Flur 5, Flurstück 6
Eduardsthal 2
Forstgehöft Eduardsthal

18. Jahrhundert

Alter Reisenbacher Weg
Bildstock

1582

Leegwald, Bezirk „Saubirn“
Grenzstein

1731

Wüstung Galmbach
Bildstock

1744

Wüstung Galmbach
Bildstock


Verkehr |


Der Bahnhof Hesseneck-Kailbach ist mit der Odenwaldbahn über Darmstadt oder Frankfurt erreichbar. Dort verkehren Züge der VIAS GmbH.



Literatur |


  • Peter W. und Marion Sattler: Burgen und Schlösser im Odenwald. Diesbach, Weinheim 2004, ISBN 978-3-936468-24-3, S. 129


  • Literatur über Kailbach in der Hessischen Bibliographie


Weblinks |



  • Hesseneck – Ortsteile. Ehemaligen Gemeinde Hesseneck, archiviert vom Original am 1. Januar 2018; abgerufen am 26. Februar 2018. 


  • Kailbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).


Einzelnachweise |



  1. Kailbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Juni 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).


  2. Hesseneck – Ortsteile. Ehemaligen Gemeinde Hesseneck, archiviert vom Original am 1. Januar 2018; abgerufen am 26. Februar 2018. 


  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358. 


  4. Denkmaldatenbank des Hessischen Landesdenkmalamtes (abgerufen am 14. Juli 2014)


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