Fränkisch-Crumbach


































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen der Gemeinde Fränkisch-Crumbach



Fränkisch-Crumbach

Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fränkisch-Crumbach hervorgehoben

49.7458333333338.8575187Koordinaten: 49° 45′ N, 8° 51′ O
Basisdaten

Bundesland:

Hessen

Regierungsbezirk:

Darmstadt

Landkreis:

Odenwaldkreis

Höhe:
187 m ü. NHN

Fläche:
16,1 km2
Einwohner:
3150 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
196 Einwohner je km2

Postleitzahl:
64407

Vorwahl:
06164

Kfz-Kennzeichen:
ERB

Gemeindeschlüssel:
06 4 37 007
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rodensteiner Straße 8
64407 Fränkisch-Crumbach

Website:

www.fraenkisch-crumbach.de

Bürgermeister:
Eric Engels (CDU)
Lage der Gemeinde Fränkisch-Crumbach im Odenwaldkreis


BreubergHöchst im OdenwaldLützelbachBad KönigBrensbachBrombachtalFränkisch-CrumbachReichelsheim (Odenwald)MossautalMichelstadtErbach (Odenwald)OberzentLandkreis Darmstadt-DieburgBayernBaden-WürttembergBaden-WürttembergKreis BergstraßeKreis BergstraßeKreis BergstraßeKarte
Über dieses Bild


Fränkisch-Crumbach ist eine Gemeinde im südhessischen Odenwaldkreis.




Inhaltsverzeichnis





  • 1 Geographische Lage

    • 1.1 Gemeindegliederung


    • 1.2 Nachbargemeinden



  • 2 Geschichte


  • 3 Politik

    • 3.1 Gemeindevertretung


    • 3.2 Bürgermeister


    • 3.3 Wappen



  • 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten

    • 4.1 Bauwerke


    • 4.2 Sport



  • 5 Verkehr


  • 6 Einzelnachweise


  • 7 Literatur


  • 8 Weblinks




Geographische Lage |


Fränkisch-Crumbach liegt im Vorderen Odenwald beiderseits des Crumbachs, einem linken westlichen Zufluss der Gersprenz, die bei Stockstadt in den Main fließt. Die Gemeinde liegt im hessischen Teil Frankens. Die mit über 16 Quadratkilometern recht große Gemarkung, davon 524 Hektar bewaldet, reicht vom Gersprenzufer im Osten bis zum Rimdidim (499 m) im Westen und schließt dabei die Ruine von Burg Rodenstein und eine Reihe von Weilern und Wohnplätzen ein, wie Bierbach, Eberbach, Erlau, Güttersbach, Höllerheck, Holzwiese, Meierei, Michelbach, Rodenstein und Schleiersbach.



Gemeindegliederung |


Fränkisch-Crumbach umfasst nur die gleichnamige Gemarkung (Gmk.-Nr. 63125) und ist die einzige Gemeinde im Odenwaldkreis ohne eingegliederte Ortsteile. Sie ist im Rahmen der Gebietsreform in Hessen nicht verändert worden.



Nachbargemeinden |


Fränkisch-Crumbach grenzt im Norden an die Gemeinde Brensbach, im Osten und Süden an die Gemeinde Reichelsheim (beide im Odenwaldkreis) sowie im Westen an die Stadt Lindenfels (Kreis Bergstraße) und die Gemeinde Fischbachtal (Landkreis Darmstadt-Dieburg).



Geschichte |


Die älteste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung als Crumbach datiert aus dem Jahr 1148. Weitere historisch belegte Namensformen sind (in Klammern das Jahr der Erwähnung) Crumpach (1219, 1372,1433), Krumppach (1434) und Crumbach (1653).[2] Seit 1822 ist die Form Fränkisch-Crumbach in Gebrauch.


Bis zum Reichsdeputationshauptschluss 1806 gehörte der Ort als Herrschaft Crumbach zur Rodensteiner Mark und gehörte zunächst den Herren von Rodenstein, die sich vor Erbauung der Burg Rodenstein Herren von Crumbach nannten. Nach deren Aussterben gegen Ende des 17. Jahrhunderts kam Fränkisch-Crumbach zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt die 1806 im Großherzogtum Hessen aufging.


Bis zur Gebietsreform in Hessen gehörte die Gemeinde dem Landkreis Dieburg an. Am 1. August 1972 wurde Fränkisch-Crumbach zusammen mit Brensbach in den Odenwaldkreis eingegliedert.[3]


Bis zum Jahr 2014 war der Ort ein anerkannter Erholungsort.[4]



Politik |



Gemeindevertretung |


Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[5] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[6][7]














































































Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016







   







Insgesamt 23 Sitze

  • SPD: 11


  • FDP: 2


  • CDU: 10




Parteien und Wählergemeinschaften

%
2016


Sitze
2016


%
2011


Sitze
2011


%
2006


Sitze
2006


%
2001


Sitze
2001

SPD

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
48,5
11
48,8
11
54,9
13
50,1
12
CDU

Christlich Demokratische Union Deutschlands
42,9
10
42,7
10
38,6
9
34,9
8
FDP

Freie Demokratische Partei
8,6
2
8,5
2


2,6

GRÜNE

Bündnis 90/Die Grünen




6,5
1
7,7
2
ULF
Unabhängige Liste Fränkisch-Crumbach






4,8
1

Gesamt

100,0

23

100,0

23

100,0

23

100,0

23

Wahlbeteiligung in %

60,3

76,2

64,3

73,6


Bürgermeister |


Eric Engels (CDU) wurde in der Stichwahl am 10. April 2011 mit 52,1 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Er trat das Amt am 1. Juli 2011 an und löste Gerhard Maser (SPD) ab, der nicht mehr kandidierte. Zur Bürgermeisterwahl am 12. März 2017 trat Engels als einziger Bewerber an und wurde mit 73,8 % Ja-Stimmen im Amt bestätigt.[8]


  • 1969–1999 Philipp Loos (SPD)

  • 1999–2011 Gerhard Maser (SPD)

  • seit 2011 Eric Engels (CDU)




Evangelische Kirche St. Laurentius und Heimatmuseum




Sarolta-Kapelle





Burg Rodenstein



Wappen |


Blasonierung: „In Blau ein goldener Schrägbach, beseitet von je einem goldenen Stern.“[9]


Dieses Wappen, welches das F. CROMBACH GERICHTSSIEGEL aus dem 17. Jahrhundert zeigt, wurde dem Ort 1926 in den angegebenen Farben amtlich verliehen, für die die Wappenfarben der ortsadligen Familien von Prettlack und von Gemmingen maßgebend waren. Die Abbildung bei Otto Hupp hat einen schräglinken silbernen Bach.



Kultur und Sehenswürdigkeiten |



Der Fallende Bach nahe der Ruine Rodenstein.jpg



Bauwerke |


  • Die Evangelische Kirche St. Laurentius wurde im 12. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut. Sie erhielt 1485 einen Turm und einen spätgotischen Chor mit Rippengewölbe. Bemerkenswert sind die Epitaphien der Herren von Rodenstein, die zum Teil aus der Renaissance stammen.
  • Die Burg Rodenstein wurde außerhalb des Ortes in einem Seitental des Gersprenz-Tals um das Jahr 1250 erbaut und verfiel nach dem Tod des letzten Rodensteiners und durch die spätere Nutzung als Steinbruch ab dem 17./18. Jhd. zur Ruine.
  • Das Herrenhaus der Herren von Gemmingen-Hornberg wurde im späten 16. Jhd. von den Rodensteinern als Herrensitz im Ort erbaut und befindet sich seit dem späten 17. Jhd. im Besitz der Freiherren von Gemmingen.
  • Das Rathaus wurde 1719 an der Stelle eines älteren Adelsbesitzes von Johann Rudolf Victor von Pretlack als Palais der Familie von Pretlack erbaut. Es befindet sich seit 1860 in Gemeindebesitz und wurde 1968 zum Rathaus umgebaut.
  • Die Sarolta-Kapelle wurde 1892 von Adolph von Gemmingen als Mausoleum für seine Gattin Sarolta, geborene Batthyány von Németújvár, errichtet. Ihr Obergeschoss dient als katholische Kapelle. In der Gruft im Untergeschoss sind der Bauherr und seine Gattin beigesetzt, außerdem befinden sich dort Gedenktafeln für die Kinder des Paares. Eine Grablege der Freiherren von Gemmingen befindet sich außerdem auch auf dem Friedhof, neben einer älteren Gruftkapelle der Freiherren von Pretlack.
  • Der Fallende Bach: Im Quellhorizont des Spitzen Bruches im Gemeindewald Fränkisch-Crumbach entspringt ein Bächlein, das hangabwärts über einen hohen Felsblock plätschert, den "Fallenbachfelsen", der sich unmittelbar an dem Waldweg zwischen Burgruine Rodenstein und Freiheit steil aufragt. Der Fels ist bei winterlichem Frostwetter mit Eiskristallen überzogen.


Sport |


Seit 2003 findet jährlich in Fränkisch-Crumbach ein Hammerwurf-Meeting auf internationalem Niveau statt.[10]



Verkehr |


Durch die Bundesstraße 38 (Weinheim–Roßdorf) ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen.



Einzelnachweise |



  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  2. „Fränkisch-Crumbach, Odenwaldkreis“. Historisches Ortslexikon für Hessen (Stand: 9. Juli 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde (HLGL), abgerufen am 10. Juli 2014. 


  3. Der Hessische Minister des Innern: Gesetzes zur Neugliederung des Landkreises Erbach (GVBl. II 330–16) vom 11. Juli 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 224, § 9 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]). 


  4. Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung: 80. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 14. Oktober 2014. Staatsanzeiger für das Land Hessen 7/2015 Seite 148


  5. Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt


  6. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011


  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006


  8. Eric Engels als Bürgermeister von Fränkisch-Crumbach wiedergewählt in „Echo online“ am 12. März 2017.


  9. Karl Ernst Demandt und Otto Renkhoff: Hessisches Ortswappenbuch C. A. Starke Verlag, Glücksburg/Ostsee 1956, S. 92.


  10. Hammerwurfmeeting Fränkisch-Crumbach


Literatur |



  • Literatur von und über Fränkisch-Crumbach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek


  • Literatur über Fränkisch-Crumbach in der Hessischen Bibliographie


Weblinks |



 Commons: Fränkisch-Crumbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  • Internetauftritt der Gemeinde Fränkisch-Crumbach


  • Fränkisch-Crumbach, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).


  • Linkkatalog zum Thema Fränkisch-Crumbach bei curlie.org (ehemals DMOZ)


.mw-parser-output div.NavFrameborder:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center.mw-parser-output div.NavPicfloat:left;padding:2px.mw-parser-output div.NavHeadbackground-color:#EAECF0;font-weight:bold.mw-parser-output div.NavFrame:afterclear:both;content:"";display:block.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFramemargin-top:-1px.mw-parser-output .NavTogglefloat:right;font-size:x-small








Popular posts from this blog

Kleinkühnau

Makov (Slowakei)

Deutsches Schauspielhaus